Chloé Zhaos Hamnet (Kinostart: 22. Januar 2026) inszeniert die aus Trauer geborene, fiktionale Entstehungsgeschichte eines der bekanntesten Werke William Shakespeares. Paul Mescal und Jessie Buckley verleihen ihrer Adaption des gleichnamigen Romans von Maggie O’Farrell emotionalität und Theatralik auch abseits der Bühne. Im Rahmen der Award-Kampagne für Hamnet treffen wir Chloé und Jessie, sprechen über ihre filmische Vision und den Mythos William Shakespeare.
Herzlichen Glückwunsch zu diesem unglaublichen Film. Ich habe gelesen, dass Paul die Idee hatte, den Film zu machen. Was war deine erste Reaktion, als er dich bat, das Buch zu lesen?
Chloé Zhao: Paul hatte das Buch entdeckt und hat mir davon erzählt. Ich muss sagen, später hat er mir gestanden, dass unser Treffen kein Zufall war, sondern er speziell mich für das Thema gewinnen wollte.
Jessie Buckley: Ich habe gehört, er hat das Treffen eingefädelt, aber er tat dann so, als hätte er nichts damit zu tun. Sehr William Shakespeare.
Chloé: Das stimmt. Ich habe ihm gesagt, dass ich mir nicht sicher sei, ob historische Fiktion der richtige Ort für meine Arbeit ist. Und er meinte, das sei kein typischer historischer Roman. Ich solle es lesen.
Wie war es, diesen Raum der Geschichte zu betreten, mit ihren historischen Fakten, der fiktiven Liebesgeschichte und der Bedeutung von Shakespeare selbst?
Chloé: Als ich das Buch gelesen habe, war das Erste, was mich gepackt hat, Agnes und ihre Beziehung zum Unsichtbaren, zu ihren Vorfahren und zum Wald. Das war der Ort, an den ich gehen wollte. Dann war da diese Liebesgeschichte. Zwei Menschen, die so unterschiedlich sind. Sie ergänzen einander, aber genau diese Unterschiede sind auch das, was sie aneinander lieben und später das, was es ihnen erschwert, nach einer Tragödie wieder zueinanderzufinden. Und schließlich die Art, wie Kunst und Erzählen menschliche Erfahrung verdichten und für ein Kollektiv teilbar machen. Das hat mich daran erinnert, warum ich diese Arbeit mache und warum ich so lebe, wie ich lebe. Diese drei Dinge haben mich überzeugt, dass ich diesen Film machen möchte.
Jessie, was hat dich ursprünglich in diese Welt, in diesen Wald, geführt?
Jessie: Zuallererst war es Chloé. Noch bevor ich überhaupt wusste, dass es ein Buch gibt. Dann habe ich das Buch in einer Nacht gelesen. Ich konnte nicht schlafen, bevor ich es zu Ende gelesen hatte. Diese Frau war etwas, von dem ich nicht wusste, dass ich es brauche. Oder vielleicht wusste ich es unbewusst, aber ich hatte sie nie getroffen, bis ich Agnes begegnet bin. Sie ist so stark verbunden mit ihrem Körper, ihrem Geist und etwas Größerem als sie selbst. Sie ist ungemein stark, zutiefst zart und eine Mutter. Ich war sehr neugierig auf Mutterschaft. Die Szene, die mir am stärksten im Gedächtnis geblieben ist, ist die Geburt im Wald. Ich hatte noch nie etwas Vergleichbares gelesen. Diese Verkörperung, die Wildheit der Natur, Leben an diesem Ort zu erschaffen, das fühlte sich wie eine elementare Kraft an.
Wie schwierig war es, diese Geburtsszene zu spielen?
Jessie: Ich finde es immer seltsam, wenn man gefragt wird, wie schwierig es war etwas zu spielen. Es ist ein absolutes Privileg. Ich liebe meinen Beruf. Aber ich habe immer auch eine gewisse Angst, weil ich nicht weiß, wohin es mich führen wird, und ich hoffe, dass etwas Echtes passiert. Wenn man mit Chloé arbeitet, passiert das oft. Man berührt Wahrheit und Präsenz, aber man weiß es nie vorher. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt selbst noch kein Kind geboren, also konnte ich mich dem nicht mathematisch nähern. Selbst wenn man Geburt studiert, jede Frau gebiert anders. Hier ging es darum, in einen Dialog mit der Natur zu treten. In meiner Vorstellung war der Wald wie eine Gemeinschaft von Mönchen, die mich dazu drängten, dieses Leben in die Welt zu bringen. Das war ein Geschenk.
Deine ersten Filme waren stark vom Realismus geprägt, dann kam Eternals, und nun Hamnet. Wie siehst du das Verhältnis dieser Filme zueinander?
Chloé: Ich suche immer nach Realismus. Selbst in Eternals ist alles so real wie möglich innerhalb dieser Welt. Sie schießen Laserstrahlen aus den Augen, aber sie werden als echte Menschen dargestellt. Für mich ist das Reale der gegenwärtige Moment. Bei Superhelden- oder Historienfilmen gibt es Einschränkungen, weil man eine Welt erschaffen muss. Aber besonders bei Eternals und Hamnet lag der Fokus darauf, mit den Schauspielerinnen und Schauspielern im Moment präsent zu sein. Das Realste ist das, was in diesem Moment durch die Menschen hindurch geschieht, an diesem Tag, bei diesem Wetter, mit dem, was alle fühlen. Das leitet mich.
Die Natur wirkt wie ein verbindendes Element in all deinen Filmen. Woher kommt das?
Chloé: Ja, sehr viel Natur. Keine Sonnenuntergänge allerdings. Das war eine bewusste Entscheidung. Es ist England im Herbst. Es ist bewölkt. Aber grundsätzlich ist die Verbindung zur Natur in vielen meiner Filme etwas Elementares.
Wie führst du die Schauspielerinnen und Schauspieler? Welche Art von Anmerkungen gibst du zwischen den Takes?
Chloé: Mit Schauspielern auf diesem Niveau, die ohnehin nach Wahrheit suchen, kann man nicht abstrakt über Figuren sprechen. Das hilft nicht. Was ich von Frances McDormand gelernt habe, ist, sehr einfache Hinweise zu geben. Mehr. Weniger. Fünf Prozent mehr. Dreißig Prozent weniger. Manchmal habe ich das gemacht. Aber oft passiert die eigentliche Arbeit vor der Szene. Jessie und ich hatten am Abend zuvor einen Dialog. Sie schrieb sogenannte Fever Writings rund um die Szene, fast wie aus einem Traum heraus, und schickte sie mir. Dazu Musik, die die Schwingung der Szene einfing. Das half uns, zu kommunizieren, ohne die Szene mit Ideen zu ersticken.
Jessie, wie hat sich dieser Prozess für dich angefühlt?
Jessie: Er hat mir geholfen zu spüren, wo ich beginne zu leben. Am Set hat Chloé mich dann noch weiter verdichtet. Manchmal war es nur eine Hand auf meiner Schulter, die sagte: geh tiefer. Ein Moment, der mir besonders geblieben ist, war das erste Treffen im Stall. Wir drehten ohne Dialog und spielten eine Opernarie, gesungen von Jessye Norman. Die Szene zu kennen, sie aber nur über Körper und Klang auszudrücken, schuf eine andere Präsenz. Es war eine der intensivsten Erfahrungen meines Lebens.
Hamnet erzählt die fiktive Geschichte von William Shakespeare und seiner Frau, ist aber historisch verankert. Ging es dir bei deinem Schauspiel auch darum, einer Frau eine Stimme zu geben, die von der Geschichte weitgehend übersehen wird.
Jessie: Wir wissen ja eigentlich nie, wer Menschen wirklich waren. Von Shakespeare haben wir nur seine Stücke. Ich stelle mir vor, dass er eine große Liebe und eine große Frau gekannt hat. Agnes wurde oft missverstanden oder nicht gehört, vielleicht weil es beängstigend ist, sich eine Frau vorzustellen, die die Liebe eines Menschen wie Shakespeare tragen konnte. Ich hatte gerade die Braut von Frankenstein gespielt, eine Figur, die zuvor nie eine Stimme hatte. Ich fühle mich dazu hingezogen, dem Ungehörten eine Stimme zu geben. Das ist zentral für meine Arbeit.
Viele deiner Rollen sind komplexe, widersprüchliche Frauen. Was zieht dich daran an?
Jessie: Menschlich zu sein ist komplex. Ich brauche die Schatten. Ich habe eine allergische Reaktion auf „körperliche Transzendenz“. Diese Frauen zu spielen hat mir geholfen, Komplexität in mir selbst zu integrieren und tiefer mit der Welt und meinen Beziehungen in Kontakt zu sein. Es war die größte Schule meines Lebens.
Gab es etwas von Agnes, das dir geblieben ist?
Jessie: Oh, ich nehme alles. Was sie mir offenbart hat, war Zärtlichkeit. Stärke kann zu einer Schutzschicht werden. Agnes erlaubte mir, zutiefst bedürftig zu sein, Liebe und Leben ganz zu wollen. Sie ließ mich durch epische Liebe und Mutterschaft weich werden.
Die letzte Theaterszene ist ungewöhnlich lang. Wie bist du an die Inszenierung herangegangen?
Chloé: Sie musste länger sein als im Buch. Maggie und ich haben etwa fünfundzwanzig Seiten geschrieben. Gedreht haben wir noch mehr. Paul probte das Stück mit den Schauspielern als Shakespeare selbst. Sie probten, während ich drehte, und zeigten mir später ihre Arbeit. Ich habe mehr am Bühnenbild als an den Leistungen gearbeitet. Als wir mit dem Dreh begannen, habe ich noch Anpassungen bei Paul und Noah gemacht, aber größtenteils habe ich es Paul überlassen. Es ist Shakespeare, der Shakespeare inszeniert. Ich mag diese Metaebene. Wenn es aus dem Ruder läuft, greife ich ein. Aber es hat sehr gut funktioniert.
Siehst du Hamlet heute mit anderen Augen?
Chloé: Absolut. Früher dachte ich, es sei einfach ein Rachedrama. Jetzt sehe ich es als ein Stück über das Menschsein, über das Paradox der Existenz. Hamlet ist sehr jung. Ein Teenager, der von Tragödien überwältigt wird und versucht, am Leben festzuhalten. Das fühlt sich heute sehr relevant an.
Du hast davon gesprochen, mit Ritualen wie Meditation und Bewegung oder Tanz zu arbeiten. War das spezifisch für diesen Film?
Chloé: In früheren Filmen hatten die Menschen ihre Rituale bereits, weil sie diese Leben tatsächlich lebten. Bei diesem Film habe ich aus Eternals gelernt, dass Schauspieler Raum brauchen, um in eine Rolle zu finden. Der Weg vom Trailer zum Set reicht dafür nicht aus. Deshalb beginnen wir den Tag langsamer und nutzen die Methoden, die jede Person braucht. Es ist eigentlich ganz simpel.
Jessie, wie hast du das erlebt?
Jessie: Es klingt vielleicht etwas sexy, als säßen wir alle in einem Ashram und würden uns gegenseitig den Bauch reiben, aber es ging um Respekt. Den Geist zu beruhigen, in den Körper zu kommen. Es war kein Luxus, sondern ein Loslassen, um am nächsten Tag offen für etwas Unbekanntes zu sein.
Hat die Anwesenheit der Kinder am Set diese Rituale verändert?
Chloé: Oh ja. Mehr Tanz und mehr Energie. Kinder sind von Natur aus präsent. Sie stimmen das ganze Set auf ihre Präsenz ein, und das ist wunderbar und vermittelt eine Art von Energie.
Hat dieser Film dein Verständnis von Shakespeare verändert?
Chloé: Ja. Als ich in China aufgewachsen bin, wirkte Shakespeare fern und intellektuell. Durch diesen Film sehe ich ihn fast als eine Art Schamanen. Seine Sprache kann wie ein Gesang oder ein Zauber wirken. Wenn man die Bedeutung nicht intellektualisiert, wird etwas anderes heraufbeschworen. Das war unsere Erfahrung hinter der Bühne. Es fühlte sich wie Zaubersprüche an.
Letzte Frage. Wo hast du dich am stärksten vom Roman entfernt?
Chloé: An vielen Stellen. Orpheus kam von Jessie. Die Falkenszenen. Das Begräbnis. Das Kindertheaterstück, das übrigens eine große Überraschung für Jessie war. Wir wollten das Genie entmystifizieren. Shakespeare lebte ein Leben, und er erschuf, um dieses Leben zu verarbeiten. Das kann jeder Mensch tun.
Chloé Zhao’s “Hamnet” stages the fictional story of the creation of one of William Shakespeare’s most famous works, born out of grief. Paul Mescal and Jessie Buckley bring emotion and theatricality to their adaptation of Maggie O’Farrell’s novel of the same name, even off stage. As part of the award campaign for Hamnet, we meet Cloé and Jessie to talk about their cinematic vision and the myth of William Shakespeare.
Congratulations to this incredible film. I read that your main actor had the idea to make it. What was your first reaction when he asked you to read the book?
Chloé Zhao:
Paul had discovered the book. I have to say, he later admitted something to me. I thought our meeting was a chance encounter, which it apparently was not.
Jessie Buckley:
He said he had actually heard that they were going to you, so he orchestrated the meeting. But he acted like he did not. It is very William Shakespeare.
Chloé:
I told him I was not sure historical fiction was where I could do my work. And he said, this is not a typical historical fiction book. You should read it.
What was it like entering this space of the story, with its historical facts, fictional love story, and the meaning of Shakespeare itself?
Chloé:
When I read the book, the first thing that grabbed me was Agnes and her relationship with the unseen, with her ancestors and with the forest. That was the place I wanted to go. Then there was the love story. These two people are so different. They complete each other, but their differences are also what they love about each other, and later what makes it difficult for them to see each other after tragedy strikes. And finally, the way art and storytelling condense human experience into something shareable with the collective. That reminded me why I do this work, and why I live the way I do. Those three things made me think, this is something I should do.
Jessie, what brought you into this world, into the forest, in the first place?
Jessie:
Firstly, it was Chloé. Before I even knew there was a book. Then I read the book in one night. I could not sleep until I finished it.
This woman was something I did not know I needed. Or maybe I did unconsciously, but I had never met her until Agnes. She is so connected to her body, her mind, and something bigger than herself. She is fiercely strong, deeply tender, and a mother.
I was so curious about motherhood. The scene that stayed with me most was her giving birth in the woods. I had never read anything like that. The embodiment, the wildness of nature, creating life in that space, it felt like an elemental force.
How difficult was it to act that birth scene?
Jessie:
I always find it strange when people ask how difficult something was. It is an absolute privilege. I love my job. But I always have a kind of fear because I do not know where I am going, and I hope something real will happen. When you work with Chloé, that often does happen. You touch truth and presence, but you never know. I had not given birth at that point, so I could not approach it mathematically. Even if you study childbirth, every woman gives birth differently. This was about being in conversation with nature. In my imagination, the forest were like monks willing me to bring this life into the world. That was a pleasure.
Your first films focused strongly on realism, then came Eternals, and now Hamnet. How do you see the relationship between these films?
Chloé:
I am always looking for realism. Even in Eternals, it is as real as possible within that world. They shoot laser beams from their eyes, but they are portrayed as real human beings. To me, real is the present moment. With a superhero or period film, there are constraints because you have to build a world. But especially with Eternals and Hamnet, the focus is on being present with the actors. The most real thing is what comes through people in that moment, on that day, with that weather, and what everyone is feeling. That is what guides me.
Nature feels like a connective element across all your films. Where does that come from?
Chloé:
A lot of natural world, yes. No sunsets, though. That was a conscious decision. It is England in the fall. It is cloudy. But yes in general the connections to nature was elemental in many of my films.
How do you direct actors in the moment? What kind of notes do you give between takes?
Chloé:
With actors at this level who are already searching for truth, you cannot talk at them about character in an abstract way. That is not helpful. What I learned from Frances McDormand was to give very simple notes. More. Less. Five percent more. Thirty percent less. Sometimes I did that. But often the work happens before the scene. Jessie and I had a dialogue the night before. She would do fever writing around the scene, almost like a dream, and send it to me. She would send music that captured the vibration of the scene. That helped us communicate without suffocating the scene with ideas.
Jessie, how did that process feel for you?
Jessie:
It helped me feel where I was beginning to live. Then on set, Chloé would distill me even further. Sometimes it was just a hand on my shoulder saying, go down more. One moment that stayed with me was their first meeting in the barn. We did takes without dialogue, blasting an opera piece sung by Jessye Norman. Knowing the scene but expressing it only through body and sound created a different presence. It was one of the most intense things I have ever done.
Hamlet revolves around the fictional story of William Shakespeare and his wife, but of course it’s rooted in historical truth. Did your acting or approach include giving a voice to a woman that was mostly overlooked by history?
Jessie:
We do not really know who anyone was. With Shakespeare, we only have the plays. I imagine he knew a great love and a great woman. Agnes has often been misunderstood or unvoiced, maybe because it is frightening to imagine a woman who could contain the love of someone like Shakespeare. I had just played the Bride of Frankenstein, who has never had a voice before. I am drawn to giving voice to what has been unvoiced. That is central to my work.
Many of your roles are complex, contradictory women. What attracts you to that?
Jessie:
Being human is complex. I need the shadows. I have an allergic reaction to disembodiment. Playing these women has helped me integrate complexity within myself and be in deeper contact with the world and my relationships. It has been the greatest education of my life.
Was there anything from Agnes that stayed with you?
Jessie:
Oh I would take everything. What she revealed to me was tenderness. Strength can become a defense. Agnes allowed me to be deeply in need, to want love and life fully. She allowed me to be tenderized by epic love and motherhood.
The final play sequence is unusually long. How did you approach staging it?
Chloé:
It had to be longer than in the book. Maggie and I wrote about twenty five pages. We shot even more. Paul rehearsed the play with the actors as Shakespeare himself. They rehearsed while I was shooting, then showed me what they had done. I adjusted staging more than performance. Once shooting began, I made some adjustments to Paul and Noah, but largely I left it to Paul. It is Shakespeare directing Shakespeare. I like the meta stuff, I think it’s interesting. I mean, of course, if things go out of hand, I’ll bring it back. But it worked out quite well.
Do you now see Hamlet differently?
Chloé:
Absolutely. I used to think it was just a revenge play. Now I see it as a play about being human, about the paradox of existence. Hamlet is meant to be very young. A teenager overwhelmed by tragedy, trying to hold on to life. That feels very relevant now.
You have spoken about using rituals like meditation and movement with actors. Was that specific to this film?
Chloé:
In earlier films, people already had their rituals because they were living those lives. With this film, I learned from Eternals that actors need space to transition into character. And the way between their trailer and set is not enought to get into a character. So we try to start the day slower, using whatever modalities each actor needs. It is very simple, really.
Jessie, how did that affect you?
Jessie:
I think it might sound kind of sexy, that we’re all sitting in an ashram, rubbing each other’s bellies or something, bit it was about respect. Quieting the mind, getting into the body. It was a powerful place to create from. It was not indulgent. It was about letting go so that you could be open to something unknowable the next day.
Did the presence of the children on set change that process and the rituals on set?
Chloé:
Oh yes. More dancing and energy. Kids are very present by default. They tune the whole set into presence. And that is great.
Did this film change your understanding of Shakespeare?
Chloé:
Yes. Growing up in China, Shakespeare felt distant and intellectual. Through this film, I now see him as almost a shaman. His language can be a chant or a spell. When the meaning is not intellectualized, something else is conjured. That was our experience backstage. It felt like spells.
Last question. Where did you diverge most from the novel?
Chloé:
Oh, In many places. Orpheus came from Jessie. The hawk scenes. The funeral. The children’s play. Which was by the way a huge suprise for Jessie. We wanted to demystify genius. Shakespeare lived a life, and he created to process it. That is something everyone can do.
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