The Breach
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The Breach – Das Tor zur Hölle

„The Breach – Das Tor zur Hölle“ // Deutschland-Start: 24. November 2023 (DVD / Blu-ray)

Inhalt / Kritik

Der Schock ist groß bei der Bevölkerung des kleinen Örtchens Lone Crow, als in einem Kanu die entstellte Leiche des zurückgezogenen lebenden Wissenschaftlers Dr. Cole Parsons (Adam Kenneth Wilson) gefunden wird. Wer hat ihn nur so zugerichtet? Polizeichef John Hawkins (Allan Hawco), dessen Ex-Freundin Meg Fullbright (Emily Alatalo) sowie Gerichtsmediziner Jacob Redgrave (Wesley French) versuchen Licht ins Dunkle zu bringen und machen sich an Bord eines Bootes auf zum Haus des Verstorbenen. Dort treffen sie auch auf dessen Frau Linda Parsons (Natalie Brown), die von dem Tod ihres Gatten nichts mitbekommen hat. Auch im Hinblick auf die Forschungsarbeiten von Cole ist sie keine Hilfe. Klar ist nur, dass da etwas Unheimliches vorgegangen sein muss und die Gruppe in großer Gefahr ist …

Der Horror in einem abgelegenen Haus

Es gibt hierzulande ja diese seltsame Eigenheit, bei englischen Originaltiteln noch einen deutschen Untertitel hinzuzufügen. So etwas kann für Stimmung sorgen und neugierig machen. Manchmal wird auf diese Weise aber zu viel vorweggenommen. Ein solcher Fall ist The Breach – Das Tor zur Hölle. Wenn am Anfang die bizarr entstellte Leiche des Wissenschaftlers gefunden wird, ist grundsätzlich noch alles möglich. Die kanadische Produktion hätte da gut ein regulärer Krimi oder Thriller sein können, umso mehr da sich viele Geheimnisse um den Toten ranken. Beispielsweise ist die Tochter vor einiger Zeit verschwunden. Mit der Frau stimmt etwas nicht. Da darf das Publikum gemeinsam mit dem Trio viel rätseln, was denn nun hinter allem steckt.

Wenn man sich nicht davon irritieren lässt, dass der Titel die spätere Richtung vorgibt, kann man zumindest eine Weile die Atmosphäre genießen. So ist das Haus des Wissenschaftlers, in dem ein Großteil der Geschichte spielt, schön heruntergekommen. Man hat hier andauernd das Gefühl, dass es kurz vorm Zusammenbruch ist. Aber auch, dass da irgendwo etwas Böses umhergeht. Auch ohne dass etwas Relevantes passiert, vermittelt The Breach – Das Tor zur Hölle so das Gefühl, dass man es mit einem Haunted House Horror zu tun hat. Es würde einen nicht wundern, wenn da irgendwo Geister ein und ausgehen. Zumal Regisseur Rodrigo Gudiño nicht unbedingt subtil vorgeht. Er lässt da kein Element aus, das man in solchen Filmen erwarten kann. Das Publikum bekommt, was es immer bekommt.

Atmosphärisch, aber kein Höhepunkt

Dann und wann geht der Film aber doch in eine etwas andere Richtung. Anstatt sich allein auf das Setting zu verlassen, gibt es Cosmic Horror, der mit Sicherheit von H.P. Lovecraft beeinflusst wurde. Später kommt eine dicke Portion Body Horror hinzu, für den man nicht zu zart besaitet sein sollte. Da geht es nicht darum, beim Publikum die Angst vor einer lauernden Gefahr zu wecken. The Breach – Das Tor zur Hölle wird da schon recht explizit und ein bisschen widerwärtig. Für Genrefans ist das hingegen einen Blick wert, zumal die kanadische Produktion auf praktische Effekte setzt, wenn sie die Zuschauer und Zuschauerinnen auf eine Reise durch den zunehmenden Wahnsinn einlädt.

Leider dauert es jedoch eine ganze Weile, bis der Film mal dort ankommt. Vorher geht es viel um die Figuren, die ein von vielen Problemen bereitetes Liebesdreieck bilden. Das sorgt dann zwar für eine gewisse Grund-Anspannung, die nicht schlecht zur Situation passt. Richtig interessant sind die Figuren aber nicht. Das wirkt dann eher so, als habe man sich die Charakterisierung sparen wollen und deshalb einfach ein bisschen Seifenoper-Stress eingebaut. Schlecht ist das Ganze nicht. Setting und Atmosphäre sind zumindest gut genug, damit man es einmal mit The Breach – Das Tor zur Hölle versuchen kann. Nicht ohne Grund lief der Film auf mehreren renommierten Genre-Festivals. Ein Muss ist das aber sicherlich nicht.

Credits

OT: „The Breach“
Land: Kanada
Jahr: 2022
Regie: Rodrigo Gudiño
Drehbuch: Ian Weir
Vorlage: Nick Cutter
Musik: Aybars Altay, Slash
Kamera: Eric Oh
Besetzung: Allan Hawco, Emily Alatalo, Natalie Brown, Wesley French, Adam Kenneth Wilson

Bilder

Trailer

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The Breach – Das Tor zur Hölle
fazit
„The Breach – Das Tor zur Hölle“ beginnt schön mysteriös, wenn sich ein Trio zu einem abgelegenen Haus aufmacht, in dem ein grausam zugerichteter Wissenschaftler vor seinem Tod lebte. Doch auch wenn Atmosphäre und Setting nicht schlecht sind, später noch Body Horror hinzukommt, man muss das nicht unbedingt gesehen haben. Das Liebesdreieck hätte nicht zwingend sein müssen.
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