Dinotaps 2
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Dinotaps 2: Das Ding, das fliegen wollte

(„Dinopaws“ directed by Harold Harris, 2014)

Dinotaps Das Ding das fliegen wollte
„Dinotaps 2: Das Ding, das fliegen wollte“ ist seit 27. Mai auf DVD erhältlich

„Ich weiß, ich weiß, ich weiß“, ruft Gwen immer wieder, wenn sie, der gutmütige Brontosaurus Bob und der aufgedrehte Mini-T-Rex Toni mal wieder vor einem Rätsel stehen. Und das tun sie sehr oft. Mal geht es darum, wie sie einem kleinen Vogel das Fliegen beibringen können, dann hören sie unheimliche Geräusche in einer Höhle oder folgen einem mysteriösen ovalen Objekt, das sie zu einem Schatz führen soll. Zum Glück sind die drei aber enge Freunde und meistern gemeinsam jedes Abenteuer.

Wer die erste zeitgleich erschienene Volume Das Ding, das rund war schon gesehen hat, weiß was ihn hier erwartet. Wer nicht, der hat zumindest insofern nichts verpasst, als dass die neuen 13 Folgen keinerlei Vorwissen voraussetzen. Aber das ist auch kaum möglich bei einer Serie, in der jede Episode für sich steht, es keinerlei Anzeichen gibt, dass sich die drei Dinos mal weiter entwickeln könnten.

Müssen sie aber auch nicht, schließlich ist die britische Serie Dinotaps für Kinder gedacht, die ihren ersten Schultag noch vor sich haben. Wer angesichts unserer schuppigen Protagonisten eine etwas wildere Handlung erwartet, wird daher schnell eines Besseren belehrt: Die Abenteuer des Trios sind einfach und harmlos, die Protagonisten sind es auch. Selbst T-Rex Toni gehört eindeutig der knuffigeren Linie der schrecklichen Echsen an, die einzige größere Gefahr, die von ihm ausgeht, ist dass sein beschränktes und sich ständig wiederholendes Vokabular ein wenig an den Nerven zerrt.

Das passiert jedoch zum Glück eher selten, vielmehr zeigen sich die Ideenlieferanten der jeweils rund zehn Minuten langen Folgen tatsächlich einfallsreich, lassen die Nachwuchsdinos in immer neue unbekannte Situationen schlittern, aus denen sie sich kindgerecht befreien müssen. Einige der Geschichten sind dabei sogar auch für Erwachsene unterhaltsam, gerade wenn Dinotaps ein Faible für Absurditäten à la „Alice im Wunderland“ entdeckt: Da wird schon mal versucht, sich gegenseitig Schatten spendend durch die Wüste zu kämpfen oder auch die verlorene Stimme Tonis wiederzufinden. Solche Einfälle hätte es gern noch ein bisschen häufiger geben dürfen, anstatt dann doch wieder auf eher albernen Slapstick zurückzugreifen. Charmant und witzig ist die Serie aber trotz des geringen Anspruchs, sogar noch ein bisschen mehr als auf der ersten Ausgabe.

Visuell hat sich hingegen wie zu erwarten war nichts geändert, noch immer ist Dinotaps ein für die Augen recht bescheidenes Vergnügen, das mit witzigen Designs und hohem Tempo von den nicht vorhandenen Hintergründen und den nur notdürftig zusammengeschusterten Objekten abzulenken versucht. Meistens gelingt das auch, der Zielgruppe ist die einfach gehaltene Optik ohnehin egal, nur selten sind einzelne Elemente so unansehnlich, dass der stimmige Gesamteindruck gestört wird. Allzu viel Wissenswertes gibt die Serie seinen kleinen Zuschauern zwar nicht mir auf den Weg, will oft nicht mehr als eine sich im Blödeln badende Unterhaltung sein. Zumindest das gelingt Dinotaps aber ganz gut, wer nach neuem Stoff für den noch kleinen Nachwuchs ist, findet hier doch einen netten und ansprechenden Zeitvertreib.



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Auch die zweite Ausgabe der Animations-Dinos bietet eher anspruchslose Zerstreuung für ein junges Publikum, das optisch keine Bäume ausreißt. Dafür ist die Serie recht charmant, zielgruppengerecht einfühlsam und streckenweise sogar amüsant-absurd.
5
von 10