(„Walled In“ directed by Gilles Paquet-Brenner, 2009)

Die folgende Handlung betreffend habe ich von dem Film eigentlich gar nichts erwartet und mich auf eine weitere Enttäuschung des Neuzeit-Horror-Genres eingestellt.

Eine junge, zielstrebige Abrissexpertin (Mischa Barton) bekommt von Ihrem Boss und Vater die Möglichkeit ihr erstes eigenständiges, großes Projekt anzugehen. Das anvisierte Gebäude, ein großes Hotel und architektonisches Meisterwerk, befindet sich weit außerhalb der Zivilisation und wird nur noch von einer Hand voll Menschen bewohnt.
Es kursieren seltsame Geschichten um das alte Gemäuer. Der Architekt, Malestrazza soll nach altem Ägyptischen Aberglauben, lebende Menschen mit in das Fundament eingebaut haben und als krönenden Abschluss sogar sich selbst. Je mehr die junge Sam über die Bewohner und das Gebäude in Erfahrung bringt, desto größer wird ihre Angst. Als sie schließlich hinter das perfide Geheimnis der letzten Einsiedler, darunter auch der undurchschaubare Jimmy (Cameron Bright), sowie dem merkwürdigen Gebäude kommt, gerät Sam selbst in eine ausweglose Situation.

Die Handlung schwächelt und wirkt abgedroschen, doch der Gesamteindruck hinterlässt ein ungutes Gefühl, sowie eine seltsame Spannung und Erwartungshaltung. Düstere Bilder einer verdorrten Landschaft, dunkle Hotelgänge und mystische Geschichten verirren sich hier in einer stets langsamen Aneinanderreihung von Ereignissen und Neuigkeiten. Langsam bedeutet in diesem Falle aber nicht schlecht, denn die musikalische Untermalung und ganz akzeptablen schauspielerischen Leistungen der beiden Hauptdarsteller, sowie das gelungene Einfangen der passenden Stimmung lassen den Zuschauer gespannt auf die abstruse Auflösung der aktuellen Szene bangen. Am Ende gibt es sogar eine kleine Überraschung, die man zwar erahnen kann, doch verglichen mit dem Verlauf des Filmes nicht erhoffen würde.

Alles in Allem verspricht das Cover, sowie die Beschreibung auf der Rückseite wesentlich weniger, als tatsächlich drin ist, und hätte mich von einem Kauf definitiv abgehalten. In der Regel ist es andersrum, es wird das Tollste versprochen und man wird elendig enttäuscht. Zwar bin ich nun nicht völlig aus dem Häuschen, doch für solide Unterhaltung und spannende Momente sorgt Eingemauert auf jeden Fall.

Eingemauert ist seit 7. Juli auf Blu Ray und DVD erhältlich

Eingemauert
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