(“The Karate Kid” directed by Harald Zwart, 2010)

Der zwölfjährige Dre Parker (Jaden Smith) zieht mit seiner Mutter von Detroit in das ferne China, da diese von Berufswegen versetzt worden ist. Zunächst sieht alles danach aus, als würde der kleine Junge schnell neue Freunde finden, doch die Vermutung täuscht. Dre prügelt sich sogleich, wegen eines Mädchens, mit dem hiesigen Dorfbrutalo, der zugleich der beste Schüler, einer unehrenhaft kämpfenden Kung-Fu Schule ist.

Als sich die Machtkämpfe zuspitzen und Dres Leben in Gefahr ist, greift der Hausmeister des Mehrfamilienhauses, Mr. Han (Jackie Chan) ein. So nimmt die Geschichte ihren wohl bekannten Lauf, genau wie in dem Original von 1984. Mr. Han nimmt sich seines neuen Schülers an, stärkt und trainiert ihn für den bevorstehenden Kampf und ein spannendes Turnier nimmt seinen ungleichen Lauf!

Überflüssiges Remake des Klassikers?
Eigentlich ja. Der Film ist mit seinen 140 Minuten enorm in die Länge gezogen und verdirbt so bereits ein akzeptables Mainstream Kino. Es gibt viele Ansätze, die überzeugend dargeboten werden und zwar insbesondere von Jackie Chan, der in meinen Augen schon immer ein unheimlicher Sympathieträger war und zum anderen von dem jungen Jaden Smith (Ja genau, der Sohn des großen Smiths 😉 ), der eine ausgezeichnete Leistung abliefert.

Man merkt, dass der gute Jackie in die Jahre gekommen ist, gewollt oder ungewollt. Er schafft es dennoch den Zuschauer glauben zu lassen, dass er der King des Karate, bzw. Kung-Fu ist. In Karate Kid wird leider nahezu vollkommen auf die sonst so Jackie Chan typischen humoristischen Einlagen verzichtet, was die zweieinhalb Stunden nicht gerade erträglicher machen, schade eigentlich. Es wird, mal abgesehen von den neuen Darstellern, dem viel geringeren Altersdurchschnitt und kleinen, unwesentlichen Änderungen, sich meines Erachtens zu streng an das Original gehalten, was bei mir wieder die Frage aufwirft, wieso muss alles bis zum Erbrechen wieder und wieder aufgetaut und lauwarm serviert werden? Man hätte dieses schauspielerische Potenzial eines Jaden Smith, mit der witzigen und unglaublich offenen Art eines Jackie Chan besser in eine völlig neue Thematik gehüllt und die Zuschauer mit etwas Überraschendem, Bombastischem vom Kinositz gehauen.

Fazit: Als absoluter Jackie Chan Fan, habe ich mir diesen Film gerne angesehen. Ich muss auch zugeben, dass ich nicht völlig gefühlsarm auf der Couch gesessen habe, da (warum auch immer!) diese Turnier-Situationen immer wieder eine gewisse Spannung erzeugen können, obwohl man ganz genau weiß wie es am Ende ausgeht. Doch auch Jackie Chan schafft es nicht, eben weil er offensichtlich nicht er selbst sein darf, diesen Film zu tragen und ihn zu einem Must-See zu machen. Gut, dass ich die DVD nur einmal in der Hand hatte, beim nächsten Mal lieber wieder den 84er.

Karate Kid erscheint am 25. November auf Blu Ray und DVD

Karate Kid
4.28 (85.56%) 18 Artikel bewerten

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2 Responses

  1. Dr. Borstel

    Ich bin alles andere als ein Jackie-Chan-Fan, aber hier wäre er wirklich das Einzige an dem Film, was mich wenigstens ein bisschen reizen würde. Zumindest sieht es nicht so aus, als würde er hier ständig durch die Gegend kaspern.

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  2. movie-struck

    Nein, stimmt. Hier „kaspert“ Jackie Chan nicht herum. Genau deshlab meine Abwertung. Er st nicht er selbst. Ziemlich seltsamer Kommentar btw… wenn du ihn eh nicht ertragen kannst, ändern mit Sicherheit auch keine neuen Filme mit ihm etwas daran. Mein Tip: Schau einfach etwas Anderes 😀

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