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(„Star Wars: Episode VI – Return Of The Jedi“ directed by Richard Marquand, 1983)

Ein letztes mal muss hier Mark Hamill als Luke Skywalker auftreten um die dunkle Seite der Macht und somit seinen eigenen Vater Darth Vader (James Earl Jones) zu besiegen. Die bösen Jungs basteln nämlich wieder am Todesstern und diesmal soll es ihre ultimative Waffe werden um die Übrigbleibsel der Rebellion zu vernichten. George Lucas schließt in etwas mehr als 130 Minuten mit seinem letzten Kapitel diese bombastische Saga über das altgediente Thema „Gut gegen Böse“ bravurös ab, auch wenn er hier genauso wie schon beim Vorgänger nicht selbst Regie führte. Die Figurenlandschaft weitet sich wie schon in Episode V nicht sonderlich aus, vor allem Carrie Fisher als Prinzessin Leia und der erst vor kurzem dazugekommen Charmeur Lando Calrissian (Billy Dee Williams) spielen wichtige Rollen als Anführer der Rebellen. Fehlen darf natürlich nicht Harrison Ford als Han Solo, dessen Befreiung uns kuriose Einblicke in die Behausung von Jabba the Hutt gewährt.

Während Luke damit kämpft seine Gefühle für seinen Vater unter Kontrolle zu bekommen, konzentriert sich das Geschehen diesmal vor allem auf den finalen Konflikt, was vor allem im Schlussdrittel viel Action bedeutet. Um den Todesstern diesmal zu zerstören müssen die Rebellen zuerst einen Schutzschild deaktivieren, dessen Steuerung sich auf dem Waldmond Endor befindet. Dort treffen unsere Helden auf die Ewoks, eine bärenähnliche Ethnie, die sich ihnen anschließen wird um gegen die imperialen Truppen zu kämpfen. Den Ewoks wurden dann später sogar zwei TV-Filme gewidmet die allerdings bei der Fanbase nicht gut ankamen was wohl am kaum zu übersehenen kindlichen Touch liegen dürfte.

Neben dem tragischen Tod von Yoda und der Enthüllung, dass Luke und Leia Zwillingsgeschwister sind, bietet Episode VI wie schon erwähnt vor allem massig Action die sich sehen lassen kann. Der eigentliche Endkampf findet aber abseits des riesigen Schlachtfelds statt, nämlich im Todesstern selbst, wenn Luke ein zweites mal sein Laserschwert gegen seinen Vater Darth Vader erheben muss. Zum ersten mal in der alten Trilogie bekommen wir den Imperator (Ian McDiarmid) höchstpersönlich zu sehen. Er streut Zweifel und Bedenken im jungen Skywalker und versucht ihn zur dunklen Seite zu bekehren, doch Lucas schenkt uns dann doch noch ein Happyend, bei dem er uns sogar die anschließenden Feiern auf den diversen, über die sechs Episoden kennengelernten Planeten, zeigt. Dies und auch die kurze Einblendung von Hayden Christensen am Ende ist allerdings nur durch die überarbeiteten Versionen möglich geworden. Vor allem das digitale Einfügen von Christensen ist bei den Fans heftig umstritten. Mich persönlich störte dies zwar weniger aber die Kritik ist durchaus gerechtfertigt, schließlich schmiss damit George Lucas ohne Respekt gegenüber Sebastian Shaw, den ursprünglichen Anakin Skywalker, aus den Film.

Was bleibt ist ein würdiger Abschluss einer der wohl besten Trilogien aller Zeiten beziehungsweise einer Saga die mit den neuzeitlichen Teilen (allen voran Episode I) leider etwas an Punkte einbüßen muss. Es bereitet aber trotzdem viel Spass wenn man so wie ich Teil für Teil anschaut und dabei die Kleinigkeiten und nachträglichen Änderungen mitbekommt. Dennoch bleibe ich bei meiner Meinung, dass man sich auch jetzt noch die Episoden IV-VI ohne jeglicher Kenntnis der neuen Trilogie ansehen kann und dabei wenig verpasst.
Ich möchte an dieser Stelle nochmals die wirklich tollen DVD-Releases loben, die allesamt brillante Qualität und tolle Extras bieten. Vor allem die 2004 erschienene Box der alten Trilogie mit der Extra-DVD ist ein optisches Meisterstück.

Star Wars: Episode VI – Die Rückkehr der Jedi-Ritter
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Star Wars: Episode VI - Die Rückkehr der Jedi-Ritter
8von 10

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