(„Bridget Jone’s Diary“ directed by Sharon Maguire, 2001)

„Bridget Jones – Am Rande des Wahnsinns“ ist als Teil der „Bridget Jones 1-3 Collector’s Edition“ seit 2. März 2017 auf DVD und Blu-ray erhältlich

Ich bin eigentlich durch puren Zufall dazu gekommen diese Romantik-Komödie zu gucken und war anfangs eher skeptisch was den Inhalt des Streifens angeht. Gefesselt jedoch durch die wunderbare Performance von Renée Zellweger, habe ich den Film eine Chance gegeben. Die Story bietet nicht viel neues, sondern setzt auf Altbewährtes für dieses Genre. Bridget Jones (Renèe Zellweger) ist ein Londoner Single in den Dreißigern, die vergeblich versucht einen Mann fürs Leben zu finden. Dabei beginnt sie eine Affäre mit ihrem Boss Daniel Cleaver (Hugh Grant) in der Hoffnung er sei der richtige Mann für sie. In ihrem gemeinsamen Kurzurlaub jedoch, verschwindet ihr Lover mit der Ausrede er müsste geschäftlich nach London. Als Bridget unerwartet nachkommt und ihn mit einer anderen Arbeitskollegin im Bett erwischt, bricht für sie eine Welt zusammen und sie schwört sich ihr Liebesleben aufzugeben. Sie trifft jedoch abermals auf einen altbekannten Mann namens Mark Darcy (Colin Firth) der nach außen hin zwar überhaupt nicht zu Bridget passt, sie jedoch akzeptiert so wie sie ist. Alles hat den Anschein, dass diese zwei füreinander bestimmt sind, bis Daniel auftaucht. Daniel kennt Mark noch aus Studienzeiten und hat anscheinend noch ein Hühnchen mit ihm zu rupfen. Bridget sichtlich durcheinander und weiß nicht mehr wen sie vertrauen soll und kann. Die beiden Männer beginnen eine Schlägerei und am Ende stellt sich heraus, dass eigentlich Mark derjenige ist der noch eine Rechnung mit Daniel offen hat. Daniel war nämlich Trauzeuge auf Marks Hochzeit und hatte anschließend Geschlechtsverkehr mit dessen Frau, wobei die beiden von Mark überrascht wurden.
Bridget erkennt, dass Daniel im Grunde ein total falscher, arroganter Arsch ist und in Wahrheit der verklemmte Mark der Richtige für sie ist. Der Schluss der Verfilmung von Helen Fieldings Roman ist schnulziges 08/15-Programm.

Wie gesagt, konnte mich der Film eigentlich nur wegen Renèe Zellweger fesseln. Die Frau spielt wirklich brillant und nimmt sich dabei selbst nicht zu ernst. Ihre saufende, rauchende und sich vulgär ausdrückende Figur spielt sie wirklich überzeugend und witzig. Dabei nimmt sie sich mit ihrem Gewicht und Aussehen selbst auf den Arm und hebt sich von anderen Hollywood-Künstlerinnen immens ab, die oft nur eine hübsche Komparse spielen. Alles im allen ein netter ca.100 Minuten langer, Unterhaltungsfilm für die ganze Familie mehr aber auch nicht. Überraschend fand ich außerdem dass Hugh Grant den „Badboy“ spielt, in meinen Augen eine höchst ungewöhnliche Rolle für den Herzensbrecher.

Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück
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