Wie der Titel schon vermuten lässt, handelt es sich bei dem Film um eine Geschichte aus Che Guevaras Jugend. Was mich aber von Anfang an gefesselt hat war, dass er nicht als Symbol für irgendetwas missbraucht wurde, sondern wie Regisseur Walter Salles versucht, die Charakterbildung dieses außergewöhnlichen Mannes zu erklären.
Die beiden Protagonisten Ernesto Guevara de la Serna (Gael Garcìa Bernal) und sein Freund Alberto Granado (Rodrigo de la Serna) beschließen eine Motorradtour durch Südamerika zu machen. Dabei gelangen die beiden Medizinstudenten in verschiedenste Situationen und müssen sich z.B. als anerkannte Doktoren ausgeben um an ein wenig Nahrung und ein Dach über dem Kopf zu kommen. Es spricht sich schnell herum dass zwei angeblich sehr talentierte Mediziner unterwegs sind und man erwartet nun von den jungen Männern, dass sie Wunder vollbringen. Als sie schließlich Peru erreichen, wird die Situation noch dramatischer, denn sie werden mit einem ganzen Dorf voller Leprakranker konfrontiert.
Der Film hat wirklich atemberaubende Naturaufnahmen und auch die Story ist sehr nett erzählt. Wie schon gesagt wird  ausschließlich auf die Entwicklung Ches fokussiert und ich finde das gelingt hier sehr gut. Der Film ist nämlich nicht auf politische Ideale ausgelegt, sondern erzählt viel mehr wie Che Guevara sich zu dem entwickelte, den wir heute aus Geschichtsbüchern kennen.
Fazit: über 2 Stunden recht intelligente Unterhaltung mit toller Optik, passender Musik und mit Schauspielern, denen man ihre Rolle abkauft.

Die Reise des jungen Che
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