In Wahrheit Die Liebe und der Tod TV Fernsehen arte ZDF Streamen online Mediathek Video on Demand DVD kaufen
© ZDF/Manju Sawhney

In Wahrheit: Die Liebe und der Tod

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„In Wahrheit: Die Liebe und der Tod“ // Deutschland-Start: 10. April 2026 (arte)

Inhalt / Kritik

Als Tobias Schricker ermordet aufgefunden wird, scheint der Fall klar zu sein. Schließlich liegt die Leiche in der Wohnung seiner Ex-Freundin Katrin Sommer, die spurlos verschwunden ist. Da zudem Handy, Laptop und Geldbeutel fehlen und Nachbarn von einer überstürzten Flucht sprechen, sieht es so aus, als sei sie nach der Tat davongelaufen. Aber wohin? Hauptkommissarin Judith Mohn (Christina Hecke) und ihre Kollege Freddy Breyer (Robin Sondermann) begeben sich auf die Suche nach der jungen Frau und stoßen dabei auf Katrins neuen Partner Hannes Großmann (Pascal Houdus), der seit Kurzem von ihr digital übel beschimpft und sogar bedroht wird. Und selbst sein Umfeld wird zunehmend zur Zielscheibe dieser unberechenbaren und gefährlichen Frau …

Ungewöhnliche Jagd auf eine Verdächtige

Seit 2017 wird die auf arte und im ZDF ausgestrahlte Krimireihe In Wahrheit inzwischen produziert und erzählt, wie ein Polizeiduo im deutsch-französischen Grenzgebiet unterwegs ist und dabei knifflige Verbrechen aufklären muss. Zuletzt handelte Für immer Dein von einer Frau, die daheim erschossen wurde, während ihr Mann und ihr Sohn einen Ausflug in die Wälder machen. Und an Nachschub wird es wohl auch in Zukunft nicht mangeln, da regelmäßig zwischen vier und fünf Millionen Menschen einschalten. Tatsächlich hat man sich entschieden, der ursprünglich jährlichen Reihe sogar zwei neue Titel pro Jahr zu spendieren. Zuerst gibt es Die Liebe und der Tod, bei dem das bewährte Team bereits zum zehnten Mal antritt und ein schreckliches Verbrechen aufklären muss.

Business as usual? Nur zum Teil. Grundsätzlich ist das hier zwar schon ein klassischer Krimi, wenn zu Beginn der Geschichte eine Leiche entdeckt wird und das Verbrechen aufgeklärt werden muss. Der Ablauf ist jedoch etwas anders als sonst. Üblicherweise wird danach ewig gerätselt, wer denn den Mord begangen hat und aus welchem Grund. Bei In Wahrheit: Die Liebe und der Tod ist man hingegen sofort davon überzeugt, dass die verschwundene Katrin die Täterin ist. Es geht hier also mehr darum, die Geflüchtete zu finden und aufzuhalten. Das geht schon ein wenig in die Thrillerrichtung, da die Verdächtige äußerst aktiv und bedrohlich ist. Das betrifft nicht nur die Drohnachrichten, die sie in zunehmender Frequenz schreibt. Es kommt auch zu physischer Gewalt und anderen brutalen Erfahrungen.

Spannend, aber überzogen

Das ist durchaus spannend, da In Wahrheit: Die Liebe und der Tod eine Art Katz-und-Maus-Spiel aufzeigt. Das Polizeiduo versucht verschiedene Ansätze, um die so rätselhaft verschwundene Frau aufzuspüren und die Menschen vor ihr zu schützen. Verbunden wird dies mit einer Geschichte rund um Stalking, ein weit verbreitetes Phänomen, wie eine Texttafel zum Schluss aufzeigt. Das ist auch deshalb unheimlich, weil wir durch unser zunehmend digitalisiertes Leben noch angreifbarer geworden sind. Wir können quasi ständig verfolgt werden, ohne dass wir viel dagegen tun können, zumal die Justiz dieser Entwicklung hinterherhinkt.

Realismus sollte man trotz dieses Bezugs zu wirklichen Bedrohungen trotzdem nicht erwarten. In Wahrheit: Die Liebe und der Tod geht dann doch noch ein ganzes Stück über das hinaus, was in diesem Bereich normal ist – auch weil die einzelnen Maßnahmen ein technologisches Verständnis voraussetzen, was die meisten eher nicht haben werden. Und auch wenn die späte Wendung durchaus unterhaltsam ist, führt diese ebenfalls weiter weg von dem, was man im Alltag selbst erlebt. Wer darüber hinwegsehen kann und sich einfach nur ein bisschen gruseln möchte, was theoretisch alles denkbar ist und wozu Menschen in der Lage sind, wird hier aber ganz gut bedient.

Credits

OT: „In Wahrheit: Die Liebe und der Tod“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Kirsten Laser
Drehbuch: Dinah Marte Golch, Isabell Serauky
Musik: Lara Frank
Kamera: Rodja Kükenthal
Besetzung: Christina Hecke, Robin Sondermann, Pierre Kiwitt, Steffi Kühnert, Pascal Houdus, Nurit Hirschfeld, Morgane Ferru, Eva Medusa Gühne, Holger Daemgen, Maude Andrey

Bilder

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In Wahrheit: Die Liebe und der Tod
fazit
In „In Wahrheit: Die Liebe und der Tod“ wird eine verschwundene Frau verdächtigt, ihren Ex-Freund ermordet zu haben und nun lauter andere Menschen zu terrorisieren. Der Film ist ganz spannend geworden und behandelt Stalking im digitalen Zeitalter. Sonderlich alltäglich ist die Geschichte aber nicht, man sollte nicht zu viel Realismus erwarten.
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