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© ZDF/Lukas Gnaiger/Manuel Paul

Die Toten vom Bodensee: Schicksalsrad

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„Die Toten vom Bodensee: Schicksalsrad“ // Deutschland-Start: 13. April 2026 (ZDF) // 17. April 2026 (DVD)

Inhalt / Kritik

Eigentlich ist der Bregenzer Jahrmarkt ja etwas, das die Menschen zusammenbringen und ihnen Freude machen soll. Damit ist es aber vorbei, als die erstochene Leiche einer 19-Jährigen in einer Gondel des Riesenrads gefunden wird. Wer die Jugendliche getötet hat, ist ebenso unklar wie das Motiv. Tatsächlich ist sogar deren Identität ein Rätsel, da niemand auf dem Jahrmarkt sie gekannt haben will. Micha Oberländer (Matthias Koeberlin) und Mara Eisler (Anna Werner Friedmann) gehen der Sache nach. Dabei stellt sich nicht nur heraus, dass sie mit einem Schraubendreher erstochen wurde, sondern auch schwanger war – und die Spur zu einem Gymnasium führt …

Zwischenmenschlich unauffällig

Auch wenn Die Toten vom Bodensee nach wie vor zu den beliebteren Krimireihen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gehört, die letzten Teile stießen auf eine gemischte Resonanz. Das liegt auch daran, dass man sich schwer damit tut, Publikumsliebling Hannah Zeiler zu ersetzen, die in den ersten 15 Folgen dabei war. Luisa Hoffmann war anschließend sechs Folgen dabei, konnte sich aber nie so ganz durchsetzen. Letztes Mal wurde in Der Wunschbaum mit Mara Eisler eine dritte weibliche Hauptfigur eingeführt. Der Fall um eine Giftmordserie war dabei zwar wieder etwas besser als diverse andere, die vorher zu sehen waren. Die Neue kam jedoch nicht so wahnsinnig gut an. Ein halbes Jahr später bekommt sie mit Schicksalsrad eine zweite Chance, die Zuschauer und Zuschauerinnen von sich zu überzeugen.

Dabei ist die Figur dieses Mal etwas unauffälliger. Nachdem man beim letzten Mal meinte, einfach Zeiler kopieren zu müssen und eine weitere unterkühlte, zwischenmenschlich schwierige Person einzuführen, ist die Zusammenarbeit dieses Mal produktiver. Das ist dann zwar weniger anstrengend als zuletzt. Aber es wird auch etwas beliebig. Bei Die Toten vom Bodensee: Schicksalsrad rückt das Zwischenmenschliche in den Hintergrund, man versucht nicht wirklich, etwas mit den Charakteren anzufangen. Irgendwie schafft man es bei dieser Reihe seit einiger Zeit kaum noch, eine interessante Figurenkonstellation aufzubauen. Am besten klappte das noch, als die Männer unter sich waren und das Ganze mit etwas Komik verbunden war. Jetzt stehen die Zeichen hingegen wieder auf Ernst.

Nicht wirklich spannend

Das muss einen nicht stören. Man schaut sich solche Krimis prinzipiell ja aus anderen Gründen an. Oft geht es darum, selbst ein bisschen mitzurätseln. Anlass dafür gibt es einige. Die Toten vom Bodensee: Schicksalsrad vertraut dabei auf das bewährte Prinzip, dass am Anfang die Leiche gefunden wird, danach wird anderthalb Stunden ermittelt, am Ende die Lösung verraten. Etwas aus dem Rahmen fällt, dass zunächst nicht klar ist, wer die Tote denn ist, was eine zusätzliche Rätselebene hineinbringt. Sehr lang wird das aber leider nicht beibehalten. Der Fall an sich ist prinzipiell in Ordnung. So ist das meiste nachvollziehbar, es finden sich auch genügend Hinweise, dass man tatsächlich selbst auf die Lösung kommen kann. Und das ist keine Selbstverständlichkeit in einem Genre, das oft auf willkürliche Wendungen setzt.

Nur, so richtig spannend ist das alles nicht. Zwar gibt es hier schon Elemente, die dem Film ein bisschen Eigensinn geben. So ist das Setting des Jahrmarkts meist recht dankbar, nicht ohne Grund greifen immer mal wieder Krimis oder auch Horrorfilme darauf zurück. Richtig viel wird aber nicht draus gemacht, wir lernen zu wenig über diese Welt kennen. Auch optisch wäre da mehr drin gewesen. Ein anderes Thema, das aufkommt, wird sofort wieder fallen gelassen, offensichtlich konnte man sich nicht ganz entscheiden, wovon der Teil denn handeln soll. In Verbindung mit den angesprochenen Defiziten im zwischenmenschlichen Bereich ist Die Toten vom Bodensee: Schicksalsrad wieder ein recht langweiliger Film geworden, der zwar nicht stört, aber eben auch nicht genug bietet.

Credits

OT: „Die Toten vom Bodensee: Schicksalsrad“
Land: Deutschland, Österreich
Jahr: 2026
Regie: Patricia Frey
Drehbuch: Jeanet Pfitzer, Frank Koopmann, Roland Heep
Musik: Chris Bremus
Kamera: Lukas Gnaiger
Besetzung: Matthias Koeberlin, Anna Werner Friedmann, Hary Prinz, Stefan Pohl, Gerti Drassl, Elit Iscan, Lino Gaier, Tom Feichtinger, Joshua Jagersberger, Nikola Naydenov

Bilder

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Die Toten vom Bodensee: Schicksalsrad
fazit
In „Die Toten vom Bodensee: Schicksalsrad“ wird eine Jugendliche erstochen in der Gondel eines Jahrmarkts gefunden. Das Setting ist nett, wird aber zu wenig genutzt. Auch beim Fall an sich und den zwischenmenschlichen Beziehungen ist das nicht genug, weshalb der Krimi insgesamt langweilt.
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