
Das Team hat einen Einsatz, bei dem sie hoch hinaus müssen. Denn dabei geht es um einen Kram. Die Männer und Frauen sind aber auch anderweitig gut beschäftigt. So will Markus Probst (Max Hemmersdorfer) Heike (Sinja Dieks) einen Heiratsantrag machen und hat sich etwas Großes dafür ausgedacht. Nina Haddad (Sabrina Amali) hat derweilen damit zu kämpfen, dass ihr Freund Philipp (Max Woelky) mit seinen Kindern in Urlaub gefahren ist, während sie zu Hause geblieben ist. Teamleiter Patrick Köster (Johannes Kienast) wiederum muss herausfinden, wer die fehlenden Medikamente genommen hat, was für Spannungen sorgt …
Wieder viel privater Kram
Weiter geht es mit der zweiten Staffel der ARD-Dramaserie Die Notärztin um ein Team, das in einer Feuerwache in Mannheim bereit steht, wenn man wieder irgendwo etwas Schlimmes geschieht. Wobei diese Einsätze oft nur Nebengeschichten sind. So handelte Teamwork mehr davon, wie es innerhalb des Teams zu Streitigkeiten und Kompetenzgerangel kommt. Bei Abflug stand zwar am Anfang ein Einbruch mit schmerzhaften Auswirkungen. Vielmehr ging es aber um die privaten Probleme. Und auch bei Innere Angelegenheiten, die siebte von 13 Folgen der besagten Staffel, kümmert man sich oft mehr um die Figuren und was sie in ihrem Leben zu bewältigen haben, weniger um die Arbeit, die sie verrichten müssen.
Immerhin, bei dem Strang um Billy Johannes (Anna Schimrigk), die wegen ihrer familiären Situation zunehmend zu Medikamenten greift, ist tatsächlich mit dem Arbeitsthema verbunden. Dieser ist ein bisschen problematisch, weil er einerseits von einem wichtigen Zusammenhalt spricht. Andererseits gibt es keine Folgen für das Fehlverhalten, das wird dann im Ernstfall doch durchgewunken, was eine fragwürdige Aussage ist. Ninas gelegentliche Schwierigkeiten mit der neuen Beziehung fangen auch langsam an zu nerven. Immerhin: Die Notärztin: Innere Angelegenheiten spricht das dann auch an und kritisiert selbst die Egozentrik der Protagonistin. Und Max wirkt mal wieder wie ein Kind, wenn er unbedingt Nägel mit Köpfen machen will.
Menschlich, aber anstrengend
Das Ergebnis ist wie immer gemischt. Auf der einen Seite ist das hier mal eine Dramaserie, welche die Figuren wirklich ernst nimmt und sie als fehlbare Wesen aufzeigt, anstatt makellose Helden und Heldinnen an die Fernsehfront zu schicken. Nur wird das oft eben anstrengend, wenn man das Gefühl hat, diese Leute hätten so wenig im Griff haben, dass man ihnen das eigene Leben vielleicht nicht anvertrauen sollte. Werbung für den anspruchsvollen Beruf, den diese Figuren ausüben, macht man damit nicht. Da wäre es vielleicht doch besser gewesen, den Kran-Einsatz in Die Notärztin: Innere Angelegenheiten ein wenig länger zu zeigen, anstatt das recht schnell abzuwickeln. Nächstes Mal geht es in Familie um mehrere Brände – und die üblichen privaten Probleme.
OT: „Die Notärztin: Innere Angelegenheiten“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Jan Hearing
Drehbuch: Jan Hearing, Tina Thöne, Nina Blum, Frank Wollin
Musik: Tina Pepper, Stephan Römer, Jasmin Reuter
Kamera: Lukas Steinbach
Besetzung: Sabrina Amali, Max Hemmersdorfer, Paul Zichner, Anna Schimrigk, Johannes Kienast, Mark Zak, Paul Wollin, Max Woelky, Birge Schade, Sinja Dieks
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