Die Nibelungen 2004 Die Nibelungen - Der Fluch des Drachen Tv Fernsehen Tele 5 Streamen online Mediathek Video on Demand DVD kaufen
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Die Nibelungen (2004)

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„Die Nibelungen“ // Deutschland-Start: 29. November 2004 (Sat.1)

Inhalt / Kritik

Als Kind musste der Königssohn Siegfried mitansehen, wie sein Vater von Feinden ermordet wurde. Zwar gelang seiner Mutter mit ihm die Flucht. Doch dabei wurde auch sie getötet, während er sein Gedächtnis verlor und von dem Waffenschmied Eyvind (Max von Sydow) aufgenommen und als Eric aufgezogen wurde . Jahre später ist aus dem Jungen ein Mann (Benno Fürmann) geworden, der selbst als Schmied arbeitet und keine Ahnung hat, dass er von königlicher Abstammung ist. Aber er ist zu mehr bestimmt: Das Schicksal führt ihn mit Island Königin Brunhild (Kristanna Loken) zusammen, mit der er erst kämpft und in die er sich verliebt. Später reist er mit seinem Vater nach Worms, um den König Gunther (Samuel West) zu treffen. Dabei lernt er nicht nur dessen Schwester Kriemhild (Alicia Witt) kennen, sondern erfährt auch von einem Drachen, der in der Gegend sein Unwesen treiben soll …

TV-Adaption der berühmten Sage

Die Sage um die Nibelungen gehört zweifelsfrei zu den bedeutendsten Mythologien hierzulande. Das mittelhochdeutsche Epos um Siegfried, der durch den Sieg über einen Drachen nahezu unbesiegbar wird, und einen wertvollen Schatz gehören seit Jahrhunderten zum deutschen Kulturgut. Kein Wunder also, dass es immer wieder Versuche gab, die Geschichte zu verfilmen. Ein Klassiker ist dabei Die Nibelungen von 1924, bei der Fritz Lang Regie führte. Eher weniger Eindruck hinterließ hundert Jahre später Hagen – Im Tal der Nibelungen, welches das Geschehen aus einer ungewohnten Perspektive zeigte. Dazwischen lag mit Die Nibelungen ein weiterer Anlauf, den Stoff zu nutzen, um ein großes Publikum anzulocken. Tatsächlich war der TV-Zweiteiler im Hinblick auf die Einschaltquoten auch ein großer Erfolg, mehr als sieben Millionen Menschen schalteten damals ein. Die Kritiken waren hingegen etwas verhalten.

Dabei wurde das hier durchaus mit einigem Aufwand umgesetzt, zumindest für eine Fernsehproduktion. Natürlich darf man hier keine Bilder wie bei der kurz zuvor veröffentlichten Der Herr der Ringe Trilogie erwarten, das Budget von 20 Millionen Euro gab das gar nicht mehr. Zumindest phasenweise ist das aber eine ganz ordentliche Optik geworden. Hinzu kommt die namhafte Besetzung, die auch einige bekannte internationale Schauspieler enthält. Neben der Leinwandlegende Max von Sydow sind auch Julian Sands als Hagen sowie Robert Pattinson in einer frühen Rolle als Giselher zu sehen, der jüngere Bruder von König Gunther. Allein deshalb lohnt sich schon ein Blick auf Die Nibelungen. Wie oft sieht man solche Berühmtheiten schon in einem deutschen Fernsehfilm?

Abgespeckt

Die Geschichte der Sage ist sowieso spannend, auch wenn man sich hier diverse Freiheiten herausnahm. Anstatt sich an die überlieferte Fassung zu halten, wurden Elemente aus anderen Werken übernommen oder eigene hinzugefügt. Irgendwie musste man ja auf die zwei anderthalb Stunden langen Teile kommen, welche das Fernsehformat erfordert. Ein puristisches Publikum wird darüber vermutlich nicht glücklich sein. Die Nibelungen hat auch einiges an Komplexität eingebüßt, wenn im Schnellverfahren die Intrigen und Abenteuer abgearbeitet werden müssen. Das ist hier alles geradliniger, weniger episch, als man es vom Original kennt. Darüber darf man natürlich enttäuscht sein. Aber mehr konnte man realistisch kaum erwarten.

Ein Pflichtprogramm ist das hier daher nicht. Vielmehr weckt der Zweiteiler die Sehnsucht, dass sich jemand der Sage annimmt und mit richtig viel Geld zum Leben erweckt. Die tragischen Geschichten um Verrat und falsche Liebe würden das ebenso verdienen wie die großen Schlachten, die eigentlich dafür gemacht sind, an Erfolgsformate wie Game of Thrones anzuknüpfen. Während wir noch immer auf eine solche Version warten müssen, ist Die Nibelungen aber schon mal ein kleineres Fantasyabenteuer für den Heimgebrauch, mit dem man es sich vor dem Fernseher gemütlich machen kann – sofern man nicht mit den falschen Erwartungen einschaltet.

Credits

OT: „The Ring of the Nibelungs“
AT: „Die Nibelungen – Der Fluch des Drachen“
Land: Deutschland
Jahr: 2004
Regie: Uli Edel
Drehbuch: Diane Duane, Peter Morwood, Uli Edel
Musik: Ilan Eshkeri
Kamera: Elemér Ragályi
Besetzung: Benno Fürmann, Kristanna Loken, Alicia Witt, Julian Sands, Samuel West, Max von Sydow, Robert Pattinson, Mavie Hörbiger

Bilder

Trailer

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Die Nibelungen (2004)
fazit
Basierend auf der bekannten Sage erzählt „Die Nibelungen“ von einem Königssohn, der es mit einem Drachen aufnimmt und Ziel von Intrigen wird. Das fürs Fernsehen produzierte Fantasyabenteuer kann es natürlich nicht mit den großen Kinoepen aufnehmen. Aber es ist schon eine ordentliche Version geworden mit so manch prominenter Besetzung.
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