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© ARD Degeto Film/Thomas Dietze

Zwei Frauen für alle Felle: Pferdeliebe

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„Zwei Frauen für alle Felle: Pferdeliebe“ // Deutschland-Start: 6. März 2026 (Das Erste)

Inhalt / Kritik

Die Tierärztinnen Dr. Maja Freydank (Bettina Zimmermann) und Julia Kramer (Meriel Hinsching) staunen nicht schlecht, als auf einmal ein Pferd in ihrem Garten steht. Zwar finden sie schnell heraus, dass es sich bei dem Icarus genannten Tier um ein Turnierpferd handelt, welches dem Pferdehof-Betreiber Karsten Hoffmann (Leopold Hornung) gehört. Doch auch nachdem sie es zu ihm zurückgebracht haben, fühlen sie sich für Icarus verantwortlich. Schließlich drängen mehrere Menschen darauf, dass ein operativer Eingriff vorgenommen wird, damit das Tier bald wieder fit ist für das Turnier – denn da hängt jede Menge Geld daran. Nur ist der Eingriff mit Risiken verbunden, welche Maja und Julia nicht eingehen wollen, was zu diversen Konflikten führt …

Tierwohl vs. Geld

Tiere gehen wohl immer, dachte man sich bei der ARD, als es darum ging, für den Freitagabend neue Filmreihen aus dem Boden zu stampfen. Und so gab es unter den diversen Titeln eben auch Zwei Frauen für alle Felle, das von zwei Frauen in einer Tierarztpraxis erzählt. Gestartet wurde die Reihe vergangenen August mit zwei Teilen. In Neuanfang mussten die beiden Protagonistinnen einem kranken Hund helfen. Anschließend ging es in Väter und Töchter um einen Milchbauer, der nach der Erkrankung seiner Tiere vor dem Aus steht. Offensichtlich war man im Vorfeld so sehr von dem Konzept überzeugt, dass bereits weitere Geschichten in Auftrag gegeben wurden. Und so gibt es rund ein halbes Jahr später ein weiteres Doppel, beginnend mit Pferdeliebe.

Der Titel der dritten Folge nimmt dabei auch schon vorweg, worum es primär geht: ein Pferd, das umsorgt werden muss. Wobei man dabei wie schon in der letzten Episode auch ein gesellschaftliches Thema im Blick hat. Wo es zuvor um die Nöte in der Landwirtschaft ging und die Frage, wie man in der aktuellen marktwirtschaftlichen Situation über die Runden kommen kann, werden in Zwei Frauen für alle Felle: Pferdeliebe Tierwohl und wirtschaftliche Interessen gegenübergestellt. Denn während die einen in dem Tier primär die Möglichkeit sehen, Geld zu verdienen, da wollen die beiden Protagonistinnen, dass es Icarus gutgeht. Im Idealfall wird beides miteinander verbunden. Aber es kann eben auch zu Interessenskonflikten kommen, wenn Gesundheit und Gewinn verschiedene Maßnahmen verlangen.

Gut gemeint, aber oberflächlich

Als Thema ist das prinzipiell durchaus wichtig, da es sich auf verschiedenste Bereiche des Lebens bezieht. Heikel wird es besonders, wenn es um den Verzehr von Tieren geht, womit dann ebenfalls Gewinn gemacht wird. So weit will man in Zwei Frauen für alle Felle: Pferdeliebe aber nicht gehen. Es reicht den Verantwortlichen, mit erhobenem Zeigefinger anzumahnen, dass Geld nicht wichtiger sein darf. Dem kann man zustimmen oder nicht. Eine wirkliche Auseinandersetzung mit der Frage findet aber nicht statt, es reicht lediglich für Plattitüden. Bei der Figurenzeichnung setzt sich das fort, wenn mal wieder Dr. Pfeifer (Max von Pufendorf) von der Tierklinik als Bösewicht herhalten muss. Das wäre sicherlich alles differenzierter gegangen.

Tatsächlich interessant wird die Folge dafür in einer anderen Hinsicht, wenn die idealistisch geführte Tierartpraxis der beiden Hauptfiguren selbst finanzielle Probleme bekommt. Zumindest an der Stelle zeigt der Film auf, dass Ideale schön und gut sind, es manchmal aber eben auch Kompromisse braucht, um irgendwie weiterzukommen. Zwei Frauen für alle Felle: Pferdeliebe zeigt erneut, dass die Reihe durchaus Potenzial hat, inhaltlich von Bedeutung zu sein. Und erneut schert man sich nicht so wirklich darum, zeigt lieber das titelgebende Pferd wieder und wieder in Großaufnahme, um so das Publikum anzusprechen. Das ist dann auch schön anzusehen. Wem das reicht, kann unbesorgt einschalten. Der Rest darf das oberflächliche Drama ignorieren. Nächstes Mal geht es in Neues Glück um ein appetitloses Kaninchen und persönliche Probleme.

Credits

OT: „Zwei Frauen für alle Felle: Pferdeliebe“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Stefan Bühling
Drehbuch: Antonia Rothe-Liermann, Anja Flade-Kruse
Musik: David Grabowski
Kamera: Nathalie Wiedemann
Besetzung: Bettina Zimmermann, Meriel Hinsching, Ramona Kunze-Libnow, Nelly Hoffmann, Wanja Valentin Kube, Kai Schumann, Thorsten Merten, Matti Schmidt-Schaller, Max von Pufendorf, Benjamin Trinks

Bilder

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Zwei Frauen für alle Felle: Pferdeliebe
fazit
In „Zwei Frauen für alle Felle: Pferdeliebe“ wollen die beiden idealistischen Tierärztinnen ein Turnierpferd vor einer riskanten Operation bewahren. Wie schon in der vorangegangenen Folge spricht die Dramareihe potenziell wichtige Themen an, begnügt sich aber mit Oberflächlichkeiten – und Großaufnahmen des Tieres.
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