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© ARD Degeto Film/Thomas Dietze

Zwei Frauen für alle Felle: Neues Glück

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„Zwei Frauen für alle Felle: Neues Glück“ // Deutschland-Start: 13. März 2026 (Das Erste)

Inhalt / Kritik

Im Leben des 13-jährigen Jannik Schiebold (Felix Nölle) geht es gerade drunter und drüber. So leidet er nach wie vor sehr unter dem Tod seiner Mutter. Aus diesem Grund nimmt er es auch seinem Vater Marvin (Timur Isik) sehr übel, dass er mit Susanne Grau (Lucie Heinze) bereits eine neue Freundin hat. Schlimm genug, dass er überhaupt schon eine Partnerschaft eingegangen ist, will er auch noch, dass sie alle zusammenziehen – und damit auch Susannes Tochter Flora (Cara Vondey), die er nicht ausstehen kann. Als dann auch noch sein Kaninchen Thea nichts mehr fressen will, ist die Sorge groß. Die Tierärztinnen Maja Freydank (Bettina Zimmermann) und Julia Kramer (Meriel Hinsching) nehmen sich des Tieres an. Dabei haben sie selbst genügend eigene Sorgen, die sie umtreiben …

Neues Tier, bekannte Themen

Und weiter geht es mit Zwei Frauen für alle Felle. Nachdem im Sommer die neue ARD-Dramareihe um zwei Tierärztinnen mit zwei ersten Filmen an den Start ging, kommen ein knappes halbes Jahr später bereits die nächsten beiden Teile heraus. Offensichtlich ist man überzeugt davon, dass das Publikum Spaß an Alltagsdramen hat, bei denen immer wieder Tiere zu sehen sind. Zum Auftakt des zweiten Schwungs war da Pferdeliebe, das von einem verletzten Turnierpferd erzählte sowie den Interessenskonflikten zwischen Geldverdienen und Tierwohl. Mit Neues Glück folgt nun bereits ein weiterer Film. Dieser erzählt einerseits eine eigene, für sich stehende Geschichte, greift dabei aber auch einiges wieder auf, was schon bei den letzten Malen Thema war.

So geht es erneut um das Problem der Wirtschaftlichkeit. Von Anfang an stellte die Reihe die finanzielle Notwendigkeit und moralische Ideale in Kontrast. Zunächst wurde zu dem Zweck das Klinikunternehmen als böses Gegenbeispiel eingeführt, verkörpert durch Dr. Pfeifer (Max von Pufendorf), der immer wieder Leuten unnötige Operationen aufschwatzt, nur um damit Geld zu machen. Die beiden Protagonistinnen waren hingegen immer die Guten. Grundsätzlich sind Diskussionen zu dem Thema wichtig, sonderlich nuanciert war das aber nicht. Letztes Mal stellte sich die Reihe dann aber auch mal der Realität, dass Idealismus allein keine Rechnungen bezahlt. Und eben diese Richtung wird in Zwei Frauen für alle Felle: Neues Glück fortgeführt. Dass Maja Julia das Gehalt kürzen muss, ist schon ein starkes Stück und lässt darauf hoffen, dass in Zukunft weniger plakativ argumentiert wird.

 

Kombiniert wird dieser Aspekt wieder mit einem Familiendrama, wie es schon bei den ersten Teilen der Fall war. Eigentlich sind es sogar mehrere. Im Mittelpunkt steht dabei die Geschichte um den Jungen, der nicht damit klarkommt, dass sein Vater nach dem Tod der Mutter schon jemand Neues hat. Zwei Frauen für alle Felle: Neues Glück bietet an der Stelle einiges an Identifikationsfläche, man kann doch mit dem Jungen mitfühlen, obwohl – oder weil – er sich auch nicht immer fair verhält. Schade ist, dass sich das alles zum Ende hin wieder recht schnell in Wohlgefallen auflöst. Wie so viele andere deutsche Fernsehfilme will auch dieser keine Zeit oder Arbeit investieren, um die Probleme zu lösen. Die sind dann plötzlich gelöst, ohne dass viel getan werden musste, was immer ein bisschen billig ist.

Hinzu kommt Julias im Rollstuhl sitzender Bruder Leo (Matti Schmidt-Schaller). Dort geht es nicht ganz so konfliktreich zu, Probleme gibt es aber auch dort. Auf der einen Seite ist das Pflichtbewusstsein von Julia, auf der anderen der Wunsch von Leo, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Auch dabei fällt es nicht schwer, sich in die Figuren hineinzuversetzen. Insgesamt ist Zwei Frauen für alle Felle: Neues Glück dann auch ein ganz ordentliches Drama geworden, die Reihe ist schon darum bemüht, ernstere Themen anzuschneiden. Es fehlt dann nur jedes Mal der Tiefgang und der tatsächliche Wille, sich damit auseinanderzusetzen. Vielleicht traut man dem Publikum auch nicht mehr zu. Das ist schade, weil das vorhandene Potenzial so nur bedingt genutzt wird. Mehr als Durchschnitt ist auch der vierte Film nicht geworden.

Credits

OT: „Zwei Frauen für alle Felle: Neues Glück“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Stefan Bühling
Drehbuch: Anja Flade-Kruse
Musik: David Grabowski
Kamera: Nathalie Wiedemann
Besetzung: Bettina Zimmermann, Meriel Hinsching, Ramona Kunze-Libnow, Nelly Hoffmann, Wanja Valentin Kube, Kai Schumann, Thorsten Merten, Matti Schmidt-Schaller, Max von Pufendorf, Benjamin Trinks, Timur Isik, Felix Nölle, Lucie Heinze, Cara Vondey

Bilder

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Zwei Frauen für alle Felle: Neues Glück
fazit
In „Zwei Frauen für alle Felle: Neues Glück“ müssen sich die beiden Tierärztinnen um ein krankes Kaninchen kümmern, während lauter private Probleme anstehen. Dabei gibt es einiges an Identifikationsfläche und wichtige Themen. Viel Tiefgang sollte man aber nicht erwarten, am Ende ist dann doch alles ganz einfach.
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