They Will Kill You
© Warner Bros.

They Will Kill You

They Will Kill You
„They Will Kill You“ // Deutschland-Start: 26. März 2026 (Kino)

Inhalt / Kritik

Als die junge Frau (Zazie Beetz) in dem Apartment-Komplex „The Virgil“ ankommt, wird ihr schnell klargemacht, dass Sicherheit eine große Rolle spielt. Nicht nur, dass hier alle ein Zuhause finden und niemand dafür verurteilt wird, was einem in der Außenwelt geschehen ist. Letztere wird auch durch die zahlreichen Schlösser an der Tür ferngehalten. Nachdem Lily Woodhouse (Patricia Arquette), die Managerin des Hauses, sie vorgestellt und herumgeführt hat, versucht das angehende Hausmädchen etwas Schlaf zu finden, bevor am nächsten Morgen ihr erster Arbeitstag auf sie wartet. Aber diese Nacht verläuft etwas anders, als sie es erwartet hat, da in dem Anwesen vieles nicht das ist, wonach es nach außen hin erscheint. Doch auch die Neue hat ihre Geheimnisse, wie die anderen bald feststellen werden …

Mordlust von Anfang an

Eines muss man Kirill Sokolov lassen: Er fackelt nicht lange. Schon in den ersten Minuten lässt einen der russische Regisseur und Co-Autor (Why Don’t You Just Die!) bei seinem US-Debüt spüren, dass das alles nicht geheuer ist. Schon der Titel They Will Kill You nimmt vorweg, dass es hier ordentlich zur Sache gehen wird. Der Blick auf die zahlreichen Schlösser an der Tür und das Misstrauen von Woodhouse lassen einen ahnen, dass etwas an diesem Wohnhaus nicht stimmt, welches mitten in Manhattan ist und doch irgendwie abseits von allem zu existieren scheint. Und tatsächlich lässt er kurze Zeit später bereits die Katze aus dem Sack. Die größte Wendung des Films kommt überraschend früh. Wo andere Kollegen und Kolleginnen vielleicht stärker mit einem Mysteryfaktor gearbeitet hätten, da ist der Aha-Moment quasi der Startschuss für den eigentlichen Film.

Das ist je nach Sichtweise Stärke oder Schwäche des Films. Die Stärke ist, dass Sokolov anschließend richtig aufdrehen kann. Hier wird nicht ruhig gegruselt oder gegrübelt. Schon der Trailer zeigt, in welche Richtung das alles gehen wird. Bei They Will Kill You darf nach Belieben gemetzelt werden, Körper werden malträtiert, erstochen, in den Tod gestürzt, gespalten, geköpft, was auch immer gerade angesagt ist. Und da in dem Haus nicht eben wenige Feinde und Feindinnen warten, ist der Bodycount schon sehr hoch. Um Realismus geht es dabei nicht. Im Gegenteil: Man ist sich hier bewusst, wie absurd das alles ist, und präsentiert daher eine betont humorvolle Schlachtplatte, wo abwechselnd Waffen und Beleidigungen durch die Gegend fliegen.

Absurder Humor trifft blutiges Gemetzel

Der Nachteil der frühen Enthüllung ist, dass im Anschluss nicht mehr viel kommt. Sicher, da wartet noch die eine oder andere Wendung auf das Publikum. Diese lassen sich aber überwiegend leicht vorhersehen. Selbst bei dem turbulenten Finale, wo es dann komplett drunter und drüber geht, ist das Ergebnis nicht so wirklich überraschend. Manchen wird auch deshalb They Will Kill You vielleicht zu monoton sein. Ist in der Horrorkomödie, die 2026 beim South by Southwest Festival Weltpremiere hatte, erst einmal die Katze aus dem Sack und blutig gehauen, gibt es nur noch Variationen derselben Ereignisse. Die Protagonistin flieht durch das große Haus, während sie von den anderen verfolgt wird, oder kämpft eben mit ihnen, wenn es die Situation erfordert.

Manche werden bei der Beschreibung eventuell an Ready or Not – Auf die Plätze, fertig, tot denken, das Szenario ist schon ähnlich. Der Unterschied: Dort gerät eine Frau ins Schussfeuer, die für eine solche Situation nicht gemacht ist. They Will Kill You hingegen zeigt eine furchtlose Kampfmaschine als Protagonistin, die vor nichts und niemandem zurückschreckt. Zazie Beetz (Good Luck, Have Fun, Don’t Die) ist dabei eine echte Trumpf-Besetzung. Aber auch sonst gefällt der Film durch die enorme Spielfreude der Besetzung, zu der unter anderem auch Tom Felton und Heather Graham gehören. Diesen gelingt es, das zuweilen etwas schwächelnde Drehbuch und die Inszenierung vergessen zu lassen, die sich manchmal etwas zu offensichtlich von Sam Raimi und Quentin Tarantino inspirieren ließ. Wäre da mehr drin gewesen? Vermutlich. Das Ergebnis macht aber einfach Spaß, sofern man eben die Mischung aus absurdem Humor und blutigem Gemetzel mag.

Credits

OT: „They Will Kill You“
Land: USA
Jahr: 2026
Regie: Kirill Sokolov
Drehbuch: Kirill Sokolov, Alex Litvak
Musik: Carlos Rafael Rivera
Kamera: Isaac Bauman
Besetzung: Zazie Beetz, Myha’la, Paterson Joseph, Tom Felton, Heather Graham, Patricia Arquette

Bilder

Trailer

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They Will Kill You
fazit
In „They Will Kill You“ wird das angehende Hausmädchen eines Apartmentkomplexes verfolgt, zeigt dabei aber jede Menge Gegenwehr. Die Horrorkomödie erinnert an andere Genrevertreter und wird nach einem wendungsreichen Einstieg etwas monoton. Aber es macht schon Spaß, wie sich die Protagonistin durch die Gegend metzelt.
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