The Veil 2024 Serie Tv Fernsehen ZDFneo Streamen online Mediathek Video on Demand Disney+ DVD kaufen
© FX Network

The Veil (2024)

The Veil 2024 Serie Tv Fernsehen ZDFneo Streamen online Mediathek Video on Demand Disney+ DVD kaufen
„The Veil“ // Deutschland-Start: 24. Juli 2024 (Disney+)

Inhalt / Kritik

Als das Gerücht aufkommt, dass die in einem UN-Flüchtlingslager an der syrisch-türkischen Grenze lebende Adilah El Idrissi (Yumna Marwan) eine gefährliche IS-Terroristin sein soll, machen sich die erfahrene britische Geheimagentin Imogen Salter (Elisabeth Moss) und ihr DGSE-Kollege Malik Amar (Dali Benssalah) auf den Weg, um der Sache nachzugehen. Als Mitarbeiterin einer Nichtregierungsorganisation verkleidet soll sie sich in dem Lager an die Verdächtige ranhängen und herausfinden, wer sie sie und was sie im Schilde führt. Diese gibt sich ausweichend, will nicht wirklich mit der fremden Frau zusammenarbeiten. Doch die Zeit drängt, es kommt in dem Lager zu einem Mordversuch an El Idrissi. Also bleibt Salter nichts anderes übrig, als mit der potenziellen Terroristin zu fliehen …

Terroristin oder nicht?

Sie erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit: Geschichten um Geheimagenten und Geheimagentinnen. Zwar sind die großen Platzhirsche James Bond, Ethan Hunt und Jason Bourne derzeit außer Dienst, momentan steht nicht fest, wann bzw. ob es mit diesen weitergeht. In der Zwischenzeit gibt es aber genügend Alternativen. Filme und Serien um Spionage oder geheime Missionen werden quasi dauernd gedreht. Das bedeutet aber nicht, dass deswegen auch alle davon Volltreffer sind, weder im Hinblick auf die Qualität noch die Resonanz des Publikums. Ein Beispiel für einen Titel, der eher untergangen ist, ist The Veil. Trotz der prominenten Besetzung nahm man nicht so wahnsinnig viel Notiz von der US-Produktion.

Dabei ist das Szenario gar nicht so schlecht. Sicher, an Geschichten rund um islamische Terroristen mangelt es nicht gerade. Da ganze Nationen inzwischen kaum noch als Antagonisten zu verkaufen sind, wie man das noch während des Kalten Krieges tat, braucht es andere Feindbilder. Gruppen wie der IS oder die Taliban gehen da fast immer, zumindest, wenn es sich um westliche Genrebeiträge handelt. The Veil ist in der Hinsicht aber etwas komplexer, als es bei vielen Titeln der Fall ist. Beispielsweise wird lang offengehalten, ob die Verdächtige denn wirklich eine Terroristin ist oder nicht. Das Publikum darf daher schon grübeln und nach Hinweisen suchen, was es mit der Frau auf sich hat. Dass auch Salter unschlüssig ist, trägt zu dem Mystery-Faktor bei, wenn sie der verfolgten Französin gleichzeitig hilft und misstraut. Man weiß schließlich nie.

Weder gut noch böse

Dass das mit der Einteilung von gut und böse hier nicht so wirklich funktioniert, liegt aber auch an den Geheimdiensten. Von Anfang an arbeiten hier der britische und der französische zusammen, was auch deshalb heikel ist, da Salter und Amar ein Paar sind. Später kommt noch die CIA hinzu, dessen Vertreter Max Peterson (Josh Charles) dem US-Amerikaner-Klischee entsprechend alle anderen als minderwertig ansieht und insgesamt sehr antagonistisch auftritt. Später ist dann auch noch vom russischen Geheimdienst die Rede. Dass es bei einem solchen Kuddelmuddel immer wieder zu Konflikten kommt, verwundert nicht. Zwischenzeitlich ist man bei The Veil mehr damit beschäftigt, sich gegenseitig zu belauern oder das Leben schwerzumachen, anstatt die Geschichte weiter zu verfolgen.

Das ist dann auch ein Problem des Thrillers. Man ist bei diesem zwar ständig unterwegs, im Laufe der sechs Folgen werden mehrere Länder bereist – man drehte in der Türkei, Frankreich und England. Inhaltlich kommt The Veil dabei aber eher weniger voran, weshalb die Spannung nicht so hoch ist wie gedacht. Erst später werden sich dann wieder die Ereignisse überschlagen. Mit eher gemischtem Ergebnis: Die Serie überrascht an der Stelle schon, ist aber nicht unbedingt überzeugend. Da wurde doch ein bisschen viel aufeinandergestapelt, Serienschöpfer Steven Knight (Peaky Blinders – Gangs of Birmingham) schoss übers Ziel hinaus. Dafür gibt es aber eine gute Besetzung, gerade das Zusammenspiel der beiden Protagonistinnen funktioniert. Anschauen kann man sich das Ganze daher schon, das erhoffte Highlight ist aber ausgeblieben.

Credits

OT: „The Veil“
Land: USA
Jahr: 2024
Regie: Daina Reid, Damon Thomas
Drehbuch: Steven Knight
Idee: Steven Knight
Musik: Jon Opstad
Kamera: Bonnie Elliott
Besetzung: Elisabeth Moss, Yumna Marwan, Dali Benssalah, Josh Charles, Thibault de Montalembert, James Purefoy

Bilder

Trailer

Kaufen / Streamen

Bei diesen Links handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision, ohne dass für euch Mehrkosten entstehen. Auf diese Weise könnt ihr unsere Seite unterstützen.




(Anzeige)

The Veil (2024)
fazit
In „The Veil“ soll eine britische Agentin herausfinden, ob eine Französin eine Terroristin ist. Das anfängliche Szenario ist vielversprechend, die Besetzung gut. Zwischendurch lahmt die Thrillerserie jedoch mitunter, dafür wird es zum Ende hin übertrieben.
Leserwertung0 Bewertungen
0
6
von 10