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© ZDF/Susanne Bernhard

In fremden Händen

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„In fremden Händen“ // Deutschland-Start: 2. März 2026 (ZDF)

Inhalt / Kritik

Für Wolfgang Schneeammer (Robert Hunger-Bühler) ist es ein großes Glück, als er im Urlaub Karola Bussard (Désirée Nosbusch) kennenlernt. Sie unternehmen einiges zusammen, er entwickelt auch schnell Gefühle für sie. Selbst als der betagte Senior unglücklich stürzt und anschließend auf Krücken angewiesen ist, bleibt sie an seiner Seite und kümmert sich um ihn. Schneeammers Töchter Verena (Bettina Burchard) und Jana (Picco von Groote) sind zunächst glücklich darüber, dass da jemand ist, der ihn glücklich macht und auf ihn aufpasst. Als die Neue aber bei ihm einzieht und sich auch sonst immer mehr in seinem Leben breitmacht, wächst jedoch das Misstrauen bei den beiden Schwestern. Was, wenn sie doch etwas im Schilde führt und es nur auf sein Geld abgesehen hat?

Spiel mit der Ungewissheit

Inzwischen haben die öffentlich-rechten Sender so viele Reihen aus dem Krimi- und Thrillerbereich, dass man eigentlich meinen sollte, dass damit dann alle Sendeplätze gefüllt werden können. Dann und wann werden aber auch Einzeltitel produziert, die gar nicht darauf ausgelegt sind, dass man sie fortsetzt. Ein neues Beispiel hierfür ist In fremden Händen, welches das ZDF auf dem Programmplatz bringt, wo sonst unter anderem Die Toten vom Bodensee und Nord Nord Mord laufen. Große Publikumhits also, die Mal für Mal Millionen von Zuschauern und Zuschauerinnen vor die Fernseher locken. Mit diesen bekannten Titeln ist der Film aber kaum zu vergleichen. Gemeinsam ist ihnen lediglich, dass es um Verbrechen geht und das Publikum mitfiebern soll.

So fangen die meisten Filme auf diese Sendeplatz damit an, dass ein Verbrechen, meist ein Mord, entdeckt werden. Und dieses muss danach aufgeklärt werden. In fremden Händen spielt hingegen mit der Möglichkeit eines kommenden Verbrechens. Eng damit verbunden ist die Figur der Karola, bei der früh das Gefühl erzeugt wird, dass etwas nicht mit ihr stimmt. Ist sie der hilfsbereite Engel oder doch nur eine Goldgräberin? Möglich ist da zunächst einiges. Gemeinsam mit den beiden Schwestern soll das Publikum rätseln, was sie im Schilde führt. Wobei das eher eine theoretische Ungewissheit ist. Schließlich wird der Film als Thriller verkauft, man weiß also, dass die Vermutungen echt sind. Die Frage, ob die Neue etwas im Schilde führt, ist daher eigentlich beantwortet, noch bevor etwas Entscheidendes passiert.

Spannend, aber wenig glaubwürdig

Regisseur und Drehbuchautor Christian Bach (Hirngespinster) versucht aber auch gar nicht, in der Hinsicht auf Zeit zu spielen. Relativ früh bestätigt er die Vermutung, dass Karola etwas im Schilde führt und die Situation für sich nutzen will. Die Spannung bei In fremden Händen besteht also weniger darin, dass man sich fragt, was hier los ist. Vielmehr will man wissen, wie das Ganze weitergeht. Wie weit ist die heimtückische Goldgräberin bereit zu gehen? Und werden die beiden Schwestern es schaffen, ihr das Handwerk zu legen? Die Lage spitzt sich dabei immer weiter zu, die Konflikte eskalieren. Der Ausgang der Geschichte ist ungewiss, wenn es zu einer Art Duell kommt zwischen der neuen Partnerin auf der einen Seite und den beiden Schwestern auf der anderen.

Man muss Bach dabei auch zugutehalten, dass er sich zum Ende hin richtig etwas traut. Da kommt es zu Ereignissen, die man so von einem deutschen Fernsehfilm kaum erwarten würde. Ob man das aber gut findet, darüber werden sich die Geister scheiden. Etwas fragwürdig ist das schon. Glaubwürdigkeit sollte man von In fremden Händen sowieso nicht erwarten, da ist einiges schon sehr konstruiert. Hinzu kommt, dass die Figuren sich zum Teil dämlich verhalten. Dass Karola als meisterhafte Planerin verkauft wird, funktioniert auch nur wegen der anderen. Der ganz große Wurf ist der Film auf diese Weise nicht geworden, zumal da noch andere Mankos sind – etwa eine zu einseitig auftretende Désirée Nosbusch. Für einen TV-Thriller ist das aber nicht übel, zumindest phasenweise darf es einem wirklich unheimlich sein, wie hier systematisch eine Familie zerstört wird.

Credits

OT: „In fremden Händen“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Christian Bach
Drehbuch: Christian Bach
Musik: Vera Maria Weber
Kamera: Armin Dierolf
Besetzung: Désirée Nosbusch, Robert Hunger-Bühler, Picco von Groote, Bettina Burchard

Bilder

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In fremden Händen
fazit
In „In fremden Händen“ drängt sich eine Frau in das Leben einer Familie, die Töchter bangen um den Vater. Phasenweise ist das spannend, wenn unklar ist, wohin die Eskalation führen wird. Das Ende hat es dann auch in sich. Glaubwürdigkeit sollte man von dem Thriller aber nicht erwarten.
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