How to Make a Killing Todsicheres Erbe
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How to Make a Killing – Todsicheres Erbe

How to Make a Killing Todsicheres Erbe
„How to Make a Killing – Todsicheres Erbe“ // Deutschland-Start: 9. April 2026 (Kino)

Inhalt / Kritik

Becket Redfellow (Glen Powell) hatte nie viel Glück im Leben. Seine Mutter ist früh verstorben, einen Vater hatte er sowieso nie. Und Geld auch nicht, er ist unter ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen. Dennoch ist etwas aus ihm geworden, als Erwachsener arbeitet er in einem schicken Modegeschäft. Zumindest, bis er die Stelle wieder verliert, an jemanden, der keine Ahnung von dem Thema hat, dafür aber die entsprechenden familiären Verbindungen. Eigentlich hätte Becket die ja auch. Tatsächlich entstammt er einer sehr reichen Familie. Nur wurde seine Mutter seinerzeit wegen einer unpassenden Schwangerschaft enterbt. Eine Möglichkeit, doch noch an das Geld zu kommen, gibt es dabei schon. Der Glücklose muss nur alle anderen in seiner Familie umbringen …

Neuauflage eines Klassikers

Wenn die Frage nach den besten britischen Filmen aller Zeiten gestellt wird, taucht irgendwann unweigerlich auch Adel verpflichtet auf. Die von dem Roman Israel Rank: The Autobiography of a Criminal von Roy Horniman inspirierte Geschichte um einen Mann, der seine versnobte Familie umbringt, um an das Familienerbe zu kommen, ist heute noch so lustig wie 1949. Immer wieder wurde diese adaptiert, sei es als Radiofassung oder für die Bühne. Da war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis sich auch mal daran versucht wird, den Klassiker neu zu verfilmen. Schon 2014 tauchte ein entsprechendes Drehbuch auf der bekannten Blacklist der beliebtesten unverfilmten Drehbücher auf. 2019 gab es erste Pläne, dieses dann auch zu verfilmen. Das klappte zwar nicht auf Anhieb, Besetzung und Regie wurden ausgetauscht. Einige Jahre später ist mit How to Make a Killing – Todsicheres Erbe aber tatsächlich ein fertiger Film daraus geworden.

Hat sich die Wartezeit gelohnt? Jein. Die Wahrscheinlich, dass der Film selbst ein Klassiker wird, der Jahrzehnte später auf irgendwelchen Bestenlisten erscheint, ist eher gering. An den Kinokassen überzeugte er bislang auch nicht so wirklich, trotz einer prominenten Besetzung sieht es eher danach aus, als würde am Ende ein Minusgeschäft daraus. Für sich genommen ist How to Make a Killing – Todsicheres Erbe aber durchaus unterhaltsam geworden. Die Neuauflage bietet auch einiges an Identifikationsfläche. Zwar führte die Verlegung der Geschichte in die USA dazu, dass es keinen Adel im traditionellen Sinn mehr gibt. Schwerreiche Familien, die in einer eigenen Welt leben, gibt es aber natürlich auch im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Das Gefühl einer geteilten Gesellschaft und die Sehnsucht, selbst zum auserwählten Kreis zu gehören, dürften viele von uns kennen.

Unentschlossen, aber unterhaltsam

Ein Unterschied, der auf Anhieb auffällt: Anstatt wie beim Original alle Opfer von derselben Person spielen zu lassen – Alec Guinness schlüpfte seinerzeit in acht Rollen –, wurden diese hier mit unterschiedlichen Schauspielern und Schauspielerinnen besetzt. Dadurch ist das Ergebnis weniger grotesk, ein bisschen gewöhnlicher. Und auch wenn man daran festhielt, die einzelnen Figuren zu überzeichnen und ihnen sehr unterschiedliche Lebenswege mitzugeben, ist das Ergebnis weniger absurd. Witzig ist How to Make a Killing – Todsicheres Erbe dennoch. Zum einen ist da der allmähliche moralische Abstieg des Protagonisten, der zunächst selbst Opfer ist, bevor er die Seiten wechselt, die er selbst süffisant kommentiert. Zum anderen sind die einzelnen Anschläge teilweise schön dreist bis absurd geworden.

Während diese Szenen zweifelsfrei zu den Höhepunkten des Films gehören, ist das mit den Figuren so eine Sache. Dieses Mal gibt es einige, die selbst ins Geschehen eingreifen, weshalb der Protagonist zuweilen ein Getriebener ist. Dieser soll auch als ambivalent gezeigt werden, was nachvollziehbar ist. Schließlich sollen wir Becket die Daumen drücken, selbst wenn er gerade Todsünden am laufenden Band begeht. Es überzeugt nur nicht so wirklich, zumal der Film sich nie ganz entscheiden kann, ob er nun etwas aussagen will oder doch „nur“ Spaß machen soll. Insgesamt ist How to Make a Killing – Todsicheres Erbe aber auf jeden Fall unterhaltsam geworden. Glen Powell (The Running Man) war auch eine gute Wahl für die Figur des charmanten Mörders, der über sich hinauswächst und davon selbst überrascht ist.

Credits

OT: „How to Make a Killing“
Land: UK, Frankreich
Jahr: 2026
Regie: John Patton Ford
Drehbuch: John Patton Ford
Musik: Emile Mosseri
Kamera: Todd Banhazl
Besetzung: Glen Powell, Margaret Qualley, Jessica Henwick, Bill Camp, Zach Woods, Topher Grace, Ed Harris

Bilder

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How to Make a Killing – Todsicheres Erbe
fazit
In „How to Make a Killing – Todsicheres Erbe“ macht ein Mann Jagd auf seine reiche Verwandtschaft, um selbst an das große Geld zu kommen. Das Ergebnis mag nicht an den Komödienklassiker „Adel verpflichtet“ herankommen, ist teilweise zu unentschlossen, macht für sich genommen aber durchaus Spaß – gerade bei den absurderen Morden.
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