Friesland - Schiffe schrotten Tv Fernsehen ZDF Streamen online Mediathek Video on Demand DVD kaufen
© ZDF/Michael Kötschau

Friesland: Schiffe schrotten

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„Friesland: Schiffe schrotten“ // Deutschland-Start: 11. März 2026 (ZDF)

Inhalt / Kritik

Erst ist sein Frachtschiff auf Grund gelaufen, kurze Zeit später wird Schiffskapitän Scott Farman ermordet aufgefunden. Was kann da nur geschehen sein? Süher Özlügül (Sophie Dal) und Henk Cassens (Maxim Mehmet) versuchen eben das herauszufinden. Einen Mangel an Verdächtigen gibt es dabei nicht. So kommen sowohl Schiffseigner Knut Levening (Sebastian Hülk) als auch die Reederei-Chefin Amke Wilhelmson (Ulrike Folkerts) für die Tat in Frage. Oder war es vielleicht doch Troje Hammerbrook (Volker Wackermann)? Der ist eigentlich ein Kumpel des Toten, hat sich kürzlich aber mit diesem gestritten. Als die beiden und ihr Chef Jan Brockhorst (Felix Vörtler) weiter nachforschen, kommen sie einer düsteren Geschichte auf die Spur …

Zum Jubiläum zurück

Friesland gehört zu den verlässlichsten Krimireihen im Deutschen Fernsehen, zumindest aus Sicht des ZDF, das sich jedes Mal auf ein Millionenpublikum freuen darf. Und so sorgt der Sender regelmäßig für Nachschub, allein 2025 gab es drei neue Filme. Zuletzt ging es in Geisterstunde um einen Arzt, der bei einem manipulierten Segelausflug gestorben ist. An Nachschub wird es auf absehbare Zeit nicht mangeln, ein halbes Dutzend weiterer Teile ist bereits angekündigt. Den Auftakt macht dabei Schiffe schrotten, der 25. Teil der Reihe. Eigentlich wäre das ja für eine kleine Jubiläumsfeier gut. Leider kann es der Film aber nicht so ganz mit den direkten Vorgängern aufnehmen, weshalb die Feierlaune eher begrenzt ausfällt.

Dabei haben Fans durchaus einen Grund zur Freude: Süher ist zurück! Offiziell war sie in Urlaub, weshalb sie zuletzt nicht mehr Teil des Teams war. Tatsächlich aber fehlte Darstellerin Sophie Dal, weil sie sich in Babypause befand. Grundsätzlich ist es auch erfreulich, dass sie wieder mit von der Partie ist. Friesland: Schiffe schrotten nutzt die Rückkehr, um es zwischen den beiden Hauptfiguren knirschen zu lassen. Überhaupt sind es wieder die zwischenmenschlichen Momente, die in Erinnerung bleiben. Traditionell sind die Charaktere eine Stärke dieser Reihe, das ist hier nicht anders. Wobei es diesmal nicht ganz funktioniert, sie alle in die Geschichte zu integrieren, ein Problem, mit dem Wilsberg praktisch dauernd zu kämpfen hat. Das war bei einigen vorherigen Fällen dieser nördlichen Reihe besser gelöst.

Wieder ernst

Der Film ist auch wie schon beim letzten Film weniger amüsant, als man das gewohnt ist. Dann und wann gibt es zwar schon Szenen, in denen Humor vorkommt, etwa bei den Auseinandersetzungen mit dem Chef oder auch wenn Bestatter Wolfgang Habedank (Holger Stockhaus) oder Sühers Bruder Yunus (Yunus Cumartpay) auftauchen. Aber das hat alles schon mal mehr Spaß gemacht, Friesland: Schiffe schrotten bleibt da unter den Möglichkeiten. Irgendwie ist das alles ernster als notwendig. Vielleicht war man der Ansicht, dass das Thema selbst zu ernst ist und man deshalb den Klamauk etwas reduzieren sollte, zu dem die Reihe neigt. Ein bisschen schade ist es aber schon, da die Filme mehr von den schrägen Elementen und der Dynamik lebt, weniger von dem Krimi an sich. Zumal auch eine vergleichbare emotionale Komponente wie beim Vorgänger fehlt.

Der Fall ist dieses Mal ordentlich, wenn die Geschichte immer größere Ausmaße annimmt. Allerdings wird vergleichsweise früh verraten, in welche Richtung das geht. Wer gern bei Krimis den ganzen Film über rätselt, warum wer was getan hat, könnte das hier zu wenig sein. Schlecht ist das Ergebnis nicht, man kann sich Friesland: Schiffe schrotten trotz allem gut anschauen, sympathisch ist die Reihe mit den kauzigen Figuren ja. Dazu gibt es wie immer nette Aufnahmen aus dem Norden, die als Ausgleich für den Alltag gut funktionieren. Wer ein bisschen Zerstreuung braucht, kann es also schon versuchen. Fans werden sowieso bedient. Aber es gab bessere Teile, vielleicht sollte man den hohen Output noch einmal überdenken.

Credits

OT: „Friesland: Schiffe schrotten“
Land: Deutschland
Jahr: 2025
Regie: Sarah Winkenstette, Daniel Rakete Siegel
Drehbuch: Georg Ludy
Musik: Mirjam Skal
Kamera: Paul Pieck
Besetzung: Maxim Mehmet, Sophie Dal, Holger Stockhaus, Felix Vörtler, Yunus Cumartpay, Tina Pfurr, Veronique Coubard, Ulrike Folkerts, Sebastian Hülk, Katja Bürkle, Volker Wackermann

Bilder

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Friesland: Schiffe schrotten
fazit
In „Friesland: Schiffe schrotten“ wird ein Schiffskapitän ermordet, nachdem sein Frachter auf Grund gelaufen ist. Der Film ist weniger lustig als sonst, hat zudem Probleme, die Figuren alle unterzukriegen. Für sich genommen ist das aber noch ein ordentlicher Krimi geworden.
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