
Ein schwieriger Einsatz für Notärztin Dr. Nina Haddad (Sabrina Amali) und ihr Team: Ein Mountainbiker ist verunglückt und hat sich dabei verletzt, weshalb er erst einmal vom Steilhang geborgen werden muss. Währenddessen spitzt sich die Lage an der Wache immer weiter zu. Da Zugleiter Piotr Rogosa (Mark Zak) dienstunfähig ist, übernimmt Feuerwehrfrau Billy Johannes (Anna Schimrigk) die Leitung. Eigentlich hätte auch Markus Probst (Max Hemmersdorfer), der einige Jahre älter ist, diese Aufgabe gern übernommen. Dass die Wahl auf seine Kollegin gefallen ist, verletzt seine Eitelkeit. Immer wieder kommt es daher zu Konflikten, auch weil er sich Billy nicht unterordnen will – mit potenziell gefährlichen Folgen für ihn und sein Team …
Die Menschen hinter der Arbeit
Als 2024 die erste Staffel von Die Notärztin ausgestrahlt wurde, erfreute die sich größerer Beliebtheit. Zwei Jahre später gibt es daher ein Wiedersehen mit der Protagonistin und ihrem Team, die tagtäglich anderen das Leben retten, dabei aber auch selbst im privaten Umfeld oder der Arbeit zu kämpfen haben. Denn wenn alles klappen würde, gäbe es keine Geschichte zu erzählen. Den Auftakt zur zweiten Staffel machte Grenzen, wo ein Einsatz ein Fluss für alle Beteiligten zur Nervenprobe wird. Mit Wut kommt gleich die zweite Folge von insgesamt 13 hinterher. Diese setzt teilweise die Geschichte vom letzten Mal fort und zeigt dabei einen ähnlichen Schwerpunkt – was nicht bei allen vor den Fernsehern auf Gegenliebe stoßen wird.
Genauer ist die Arbeit seltsam nebensächlich in der Folge. So geht es wie schon beim letzten Mal zwar mit einem brenzligen Einsatz los, der zeigen soll, womit die Männer und Frauen der Wache so zu kämpfen haben. Ansonsten sind es aber die Menschen und ihre Situationen, von denen die Serie erzählt, weniger von der Arbeit. Der Strang um Markus ist dabei zumindest thematisch noch nah dran. Die Notärztin: Wut zeigt jemanden, der auf die 40 zugeht und unzufrieden ist mit seinem Leben, sich an jüngere Frauen ranwirft und sich teilweise wie ein Pubertierender aufführt. Das ist peinlich und lässt einen an der Kompetenz dieses Berufszweigs zweifeln. Gleichzeitig ist es doch menschlich, wie da jemand in eine Sinnkrise rutscht und nicht weiß, wie er aus dieser wieder herauskommen soll.
Charmant, aber beliebig
Der zweite Strang wird dann völlig beliebig. Bei diesem geht es darum, wie die Protagonistin versucht, eine richtige Beziehung mit dem Ersthelfer Philipp (Max Woelky) zu führen, den sie beim letzten Mal kennengelernt hat. Sie ist nur nicht so ganz geschickt dabei. Das ist dann zwar schon alles irgendwie ganz charmant, manchmal auch witzig. Nur darf man sich schon fragen, warum diese Geschichte drin ist. Denn eigentlich sollte man bei einer Serie mit dem Titel erwarten, dass die Arbeit das Entscheidende ist, nicht, mit wem sie ins Bett geht. Als Porträt vom Alltag verschiedener Menschen ist Die Notärztin: Wut schon ganz ordentlich. Für den Rest lohnt sich das Einschalten hingegen nicht. Die nächste Folge Alte Muster dreht sich um den Einsatz für einen autistischen Jungen.
OT: „Die Notärztin: Wut“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Jan Hearing
Drehbuch: Jan Hearing, Tina Thöne, Nina Blum, Frank Wollin
Musik: Tina Pepper, Stephan Römer, Jasmin Reuter
Kamera: Lukas Steinbach
Besetzung: Sabrina Amali, Max Hemmersdorfer, Paul Zichner, Anna Schimrigk, Johannes Kienast, Mark Zak, Paul Wollin, Max Woelky, Birge Schade
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