Die Drei von der Müllabfuhr - Miese Abzocke TV Fernsehen Das Erste ARD Streamen online Mediathek Video on Demand DVD kaufen
© ARD Degeto Film/Gordon Muehle

Die Drei von der Müllabfuhr: Miese Abzocke

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„Die Drei von der Müllabfuhr: Miese Abzocke“ // Deutschland-Start: 27. März 2026 (Das Erste)

Inhalt / Kritik

Über mangelnde Arbeit können sich Werner (Uwe Ochsenknecht), Tarik (Aram Arami) und Motte (Marc Oliver Schulze) eigentlich nie beklagen. Müll wird schließlich mehr als genug produziert. Aktuell ist es sogar besonders viel, in ganz Berlin türmen sich illegal aufgetürmte Sperrmüllhaufen. Doch es gibt noch ein weiteres Thema, welches die drei derzeit beschäftigt. So geben sich die Kleinkriminellen Radek (Christian Bojidar) und Timo (Jan Andreesen) derzeit als Müllwerker aus und haben sich eine lukrative Betrugsmasche ausgedacht, die besonders auf ältere Menschen abzielt. Die neuesten Opfer ist das Rentnerpaar Janis (Jürgen Haug) und Christel Papadopulo (Eva Weißenborn), denen sie auf perfide Weise 800 Euro abgeknüpft haben. Während die echten Müllwerker versuchen, ihren falschen Kollegen das Handwerk zu legen, sieht Martin (Patrick Güldenberg), Sohn des geprellten Paares, darin den Anlass, die beiden doch zu einem Heim in seiner Nähe zu überreden …

Das Geschäft mit der Angst

Und weiter geht es mit Die Drei von der Müllabfuhr. Seit 2019 bringt einem die überwiegend humorvolle, manchmal aber auch ernste ARD-Reihe die Arbeit von Männer und Frauen näher, die unberechtigterweise oft als minderwertig wahrgenommen wird. Und auch wenn diese nicht die Einschaltquoten anderer Produktionen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens erreichen, hält man doch unbeirrt an diesem fest. Vermutlich auch, weil man dieses Berufsporträt immer wieder mit anderen Themen verbinden kann. Vergangene Woche etwa erzählte Hand in Hand davon, wie das Trio für ein alternatives Kultur- und Jugendzentrum kämpft, das zum Immobilienobjekt der Begierde wurde. Und auch bei Miese Abzocke, der 14. Teil der Reihe, will man mehr erzählen als nur den Arbeitsalltag in diesem Beruf.

Dieses Mal klappt das deutlich besser. Die Reihe neigt dazu, das soziale bzw. gesellschaftliche Sendungsbewusstsein über alles andere zu stellen, koste es, was es wolle. Manchmal ist das Ergebnis ziemlich konstruiert, wie eben in der Vorwoche, wo das Thema wirklich überhaupt nichts mit der Arbeit der drei zu tun hatte und entsprechend konstruiert war. Die klischeehaften Feindbilder waren ein weiteres Manko. Die Drei von der Müllabfuhr: Miese Abzocke ist da deutlich gelungener. So behandelt der Film ein tatsächlich weit verbreitetes Phänomen: Ältere Menschen werden durch schockierende Nachrichten und das Spiel mit der Angst um ihr Geld gebracht. Das bekannteste Beispiel dürfte der Enkeltrick sein, wo die Opfer zum Wohl ihrer Familie viel Geld ausgeben müssen – siehe auch Wir vier und der Enkeltrick, eine weitere ARD-Komödie.

Ein bisschen Diskussionsgrundlage

Die Masche mit dem Müll ist mal etwas anderes, aber doch glaubwürdig genug. Wer weiß schon wirklich, welche Regeln und Gesetze es in diesem Bereich gibt? Klar, ein bisschen gesunder Menschenverstand sollte eigentlich ausreichen, um zu erkennen, dass das so nicht stimmen kann und eine bloße Matratze keine Gefängnisstrafe nach sich zieht. Aber in Druck- und Angstsituationen reagiert man nicht immer rational. Die Drei von der Müllabfuhr: Miese Abzocke zeigt dabei erneut ein Sendungsbewusstsein, ohne aber die Moral in den Vordergrund zu stellen. Dass Betrug an wehrlosen Menschen mies ist, muss nicht erst betont werden. Man begnügt sich damit, vor der Gefahr zu warnen. Das werden manche vor den Fernsehern als überflüssig empfinden. Das Motto: Wie doof kann man sein? Falsch ist es aber nicht zu sensibilisieren.

Ebenfalls willkommen ist die sich daraus ergebende Diskussion zwischen den Eltern und dem erwachsenen Sohn, der seine Zweifel daran hat, dass die beiden noch ein selbständiges Leben führen können. Das ist dann zwar etwas übergriffig, doch als Grundlage für Gespräche und Gedanken passt das, wenn verschiedenes miteinander abgewogen werden muss. Ab wann ist man nicht mehr in der Lage, sich selbst zu versorgen? Und welche Verantwortung trage ich da als Umfeld? Man findet bei Die Drei von der Müllabfuhr: Miese Abzocke einen Kompromiss, der wie so oft in dieser Reihe versöhnlich ist. Das ist dann wieder ganz nett geworden. Weniger geglückt sind die eigentlichen humorvollen Punkte, tatsächlich lustig ist es nicht, was hier so erzählt wird.

Credits

OT: „Die Drei von der Müllabfuhr: Miese Abzocke“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Christiane Balthasar
Drehbuch: Silja Clemens
Musik: Johannes Kobilke
Kamera: Hannes Hubach
Besetzung: Uwe Ochsenknecht, Aram Arami, Marc Oliver Schulze, Eva Weißenborn, Jürgen Haug, Katharina Hirschberg, Adelheid Kleineidam, Rainer Strecker, Frank Kessler, Axel Werner, Patrick Güldenberg, Christian Bojidar, Jan Andreesen

Bilder

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Die Drei von der Müllabfuhr: Miese Abzocke
fazit
In „Die Drei von der Müllabfuhr: Miese Abzocke“ muss das Müllwerker-Trio angebliche Kollegen stoppen, die sich an ahnungslosen Alten bereichern. Die Kombination aus Arbeit und Gesellschaftsthema funktioniert hier wieder besser. Lustig ist der Film jedoch nicht, trotz diverser Versuche.
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