Der Bozen-Krimi: Teuflische Strafe Tv Fernsehen Das Erste ARD Streamen online Mediathek Video on Demand DVD kaufen
© ARD Degeto Film/Hans Joachim Pfeiffer

Der Bozen-Krimi: Teuflische Strafe

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„Der Bozen-Krimi: Teuflische Strafe“ // Deutschland-Start: 12. März 2026 (Das Erste)

Inhalt / Kritik

Als nachts nahe einer Flussböschung der Sternegastronom Daniel Gasser (Marco Boriero) erschossen wird, ist die Verwunderung groß. Denn offensichtlich trug der Täter oder die Täterin ein Krampus-Kostüm. Aber weshalb sollte sich jemand derart auffällig verkleiden, um einen Mord zu begehen? Und warum wurde ausgerechnet dieser Mann getötet? Sonja Schwarz (Chiara Schoras) und Jonas Kerschbaumer (Gabriel Raab) versuchen, eben das herauszufinden. An Verdächtigen mangelt es dabei nicht, im Umfeld des Opfers rumorte es vorher schon. Doch als es noch zu einem weiteren Mord kommt, muss die Polizei feststellen, dass der Fall offensichtlich komplexer ist als gedacht …

Auffälliges Verbrechen

Seit 2015 schon wird die ARD-Krimireihe Der Bozen-Krimi ausgestrahlt, jedes Jahr kommen zwei neue Filme hinzu. Aus gutem Grund, bei sechs bis sieben Millionen Menschen, die regelmäßig einschalten, lohnt sich der Nachschub. Dabei ist die Qualität der einzelnen Filme zuweilen eher überschaubar. Immerhin, man versucht sich aktuell daran, immer mal wieder etwas ungewöhnlichere Elemente einzubauen. Zuletzt erzählte Geheime Bruderschaft von einem Mord im Freimaurer-Milieu. Wie oft hat man das schon? Und auch bei Teuflische Strafe wird früh auf Irritation gesetzt, da jemand in einem Krampus-Kostüm umherläuft und Menschen ermordet. Denn eigentlich sollte man ja meinen, dass so ein Verbrechen eher unauffällig verübt werden soll.

Der Film selbst ist ansonsten eher weniger erwähnenswert. So handelt es sich um einen typischen Whodunit, bei dem zu Beginn das Verbrechen entdeckt wird und anschließend herausgefunden werden muss, wer dieses begangen hat. Bei den Motiven ist ebenfalls alles recht bewährt und bekannt. Da gibt es die üblichen Beziehungsdramen, andere persönliche Streitigkeiten sowie berufliche Konkurrenzsituationen. Auch beim Restaurantumfeld werden letztendlich nur Klischees abgearbeitet. Die Originalität beschränkt sich bei Der Bozen-Krimi: Teuflische Strafe dann doch auf die Sache mit dem Krampus. Und selbst da kann man sich streiten, ob das als eigener Einfall durchgeht. Manche werden sich beispielsweise an Der Pass erinnern, wo der Täter als Krampus-Mörder für Wellen sorgte.

Unauffälliger Film

Aber nur weil andere denselben Einfall hatten, muss das Ergebnis ja nicht schlecht sein. Tatsächlich ist Der Bozen-Krimi: Teuflische Strafe sogar einer der besseren Titel der Reihe, die immer mal wieder unterdurchschnittliche Filme hervorbringt. So gibt es dieses Mal nichts, worüber man sich unbedingt ärgern müsste. Prinzipiell funktioniert das hier alles. Das Ensemble überzeugt auch. Wo man sich in der Vergangenheit dann und wann mit unfreiwillig komischem Overacting herumplagen musste, wissen die Schauspieler und Schauspielerinnen hier, wie viel sie tun müssen. Das wird gerade in den Szenen wichtig, in denen es um Gefühle geht und die zunächst groteske Mordserie mit Tragik angereichert wird.

Der Kriminalfall an sich geht auch in Ordnung. Natürlich ist mal wieder alles ganz anders, als es zunächst den Anschein hat, wie sich das für dieses Genre gehört. Aber es ist doch plausibel genug, ohne dass absurde Wendungen gebraucht werden. Die Wahl der Krampus-Maske gibt zudem einen Hinweis darauf, dass da etwas ist, das gesühnt werden muss. Zusammen mit den gewohnt hübschen Bildern reicht das dann, um sich mit Der Bozen-Krimi: Teuflische Strafe einen gemütlichen Abend vor dem Fernseher zu machen. Da darf gegrübelt werden, später kommen auch brenzlige Situationen hinzu, die beim Publikum für Spannung sorgen sollen. Nichts davon bleibt dauerhaft in Erinnerung, der Film ist im Großen und Ganzen austauschbar. Aber vielleicht ist das zwischendurch gar nicht so schlecht, zumindest als Alternative zu so manch anderem verkorksten Krimi. Nächstes Mal geht es in Rebenblut um einen Winzer, der nachts in einem Weinberg ermordet wird.

Credits

OT: „Der Bozen-Krimi: Teuflische Strafe“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Hans Hofer
Drehbuch: Mathias Klaschka
Musik: Lutz Moeller
Kamera: Fabian Meller
Besetzung: Chiara Schoras, Gabriel Raab, Lisa Kreuzer, Charleen Deetz, Hanspeter Müller-Drossaart, Gabriela Garcia-Vargas, Franziska Weisz, Max von Thun, Eisi Gulp, Harwin Kravitz

Bilder

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Der Bozen-Krimi: Teuflische Strafe
fazit
In „Der Bozen-Krimi: Teuflische Strafe“ wird ein Sternegastronom von jemandem in einem Krampus-Kostüm ermordet. Der Film gefällt zwar durch dieses folkloristische Element, ist ansonsten aber ein austauschbarer Krimi, der nicht lange in Erinnerung bleibt.
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