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Das dunkle Vermächtnis

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„Das dunkle Vermächtnis“ // Deutschland-Start: 14. März 2026 (Das Erste)

Inhalt / Kritik

Es ist ein trauriger Anlass, der die Hamburger Fotografin Kim Wenrich (Felicitas Woll) wieder in ihre Heimat führt. So wird ihrem Vater Paul (Elmar Gutmann) vorgeworfen, dass er seinen ehemals besten Freund Arko Haumann (Walter Plathe) im Streit niedergestochen haben soll. Gemeinsam hatten die beiden vor Jahrzehnten die „Himmelsscheibe von Nebra“ gefunden, ein wertvolles Relikt aus der Bronzezeit. Aber warum sollen die beiden sich derart überworfen haben, dass es sogar zu einem Mord kam? Kommissar Peter Ritter (Torben Liebrecht) hofft, dass Wenrich vielleicht bei der Lösung des Falls helfen könnte. Dabei trifft sie auch ihren Kindheitsfreund Jonny (Florian Bartholomäi) wieder, den Sohn des Opfers, und muss sich ihrer eigenen Vergangenheit stellen, die eng mit dem Sensationsfund verbunden ist …

Die übliche Spurensuche

Man sollte ja eigentlich meinen, dass irgendwann der Bedarf an Krimis und Thrillern im deutschen Fernsehen gedeckt ist. Schließlich gibt es Dutzende von Reihen und Serien, welche die hiesigen Sender regelmäßig produzieren. Und doch finden sich immer wieder neue Anläufe. Manche sollen selbst der Auftakt fortlaufender Reihen sein, damit weiterhin für Nachschub gesorgt ist. Dann und wann finden sich aber auch Einzeltitel, die gar nicht darauf ausgelegt sind, eine Fortsetzung zu bekommen. Mit dem ARD-Thriller Das dunkle Vermächtnis kommt einer dieser seltenen Einzeltitel heraus. Theoretisch wäre es zwar denkbar, dass der ermittelnde Kommissar noch bei anderen Fällen ermittelt. Aber er ist für die Geschichte fast schon sekundär, weshalb das keine wirklich wahrscheinliche Option ist.

Stattdessen ist die Tochter des Angeklagten die Hauptfigur. Der Film greift dabei auf das beliebte Motiv der Heimkehr zurück, das in zahlreichen Krimis zum Einsatz kommt. Die in einer Großstadt lebende Hauptfigur fährt in ihre Heimat, ausgelöst durch ein äußeres Ereignis, und muss sich dort dann der Vergangenheit stellen. Das dunkle Vermächtnis hält sich da eng an die etablierten Muster. Tatsächlich ist vieles an dem Thriller recht austauschbar. Dazu gehört dann auch die Begegnung mit dem Kindheitsfreund und die Konfrontation mit verborgenen Geheimnissen. Die Figuren selbst sind ebenfalls wenig prägnant, da hinterlässt eigentlich niemand einen wirklichen Eindruck. Da ist kaum jemand dabei, wo versucht wurde, so etwas wie einen Charakter zu entwerfen. Sie sind nur ein Mittel zum Zweck. Manchmal nicht einmal das.

Tragisch bis lächerlich

Das heißt aber nicht, dass da gar nichts Eigenes in dem Film ist. Zum einen lockt Das dunkle Vermächtnis mit dem archäologischen Aspekt. So ist die besagte Himmelsscheibe real. Das Artefakt, welches rund 4000 Jahre alt sein soll, zeigte bereits astronomische Phänomene, verbunden mit religiösen Symbolen. Deren Entdeckung durch Schatzräuber und der anschließende illegale Handel wäre sicher auch einen Film wert gewesen. Man verzichtet aber darauf, in diese Richtung viel zu erzählen. Auch der Abenteuerteil hält sich in Grenzen. Anders als etwa Agatha und der Fluch von Ischtar, wo der Kriminalfall und die Ausgrabungen eng miteinander verbunden sind, da läuft das hier lange Zeit unabhängig voneinander.

Die zweite Eigenheit betrifft die Auflösung. So versucht man sich hier daran, eine richtig tragische Geschichte zu erzählen, mit Traumata, welche die Menschen prägen und sie nicht mehr loslassen. Dagegen spricht erst einmal nichts, das kann man schon machen. Nur wird das in Das dunkle Vermächtnis doch ziemlich lächerlich. Ohne das Ergebnis vorwegnehmen zu wollen, verkommt das hier zu einem reißerischen Psychodrama, wie man es eher in einem Groschenroman vermuten würde. Sicher, die Wendung ist überraschend, auch weil sie mit den Erwartungen des Publikums und Genrekonventionen spielt. Das macht die Geschichte aber nicht glaubwürdiger. Wem dieser Aspekt wichtig ist, braucht es mit dem TV-Thriller erst gar nicht zu versuchen, dessen größtes Rätsel ist, ob die Geschichte wirklich ernst gemeint war oder nicht. Da helfen dann auch hübsche Waldbilder nichts mehr.

Credits

OT: „Das dunkle Vermächtnis“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Ziska Riemann
Drehbuch: Thomas Sieben
Musik: Johannes Kobilke
Kamera: Aljoscha Hennig
Besetzung: Felicitas Woll, Torben Liebrecht, Florian Bartholomäi, Elmar Gutmann, Barbara Philipp, Neda Rahmanian, Walter Plathe, Romy Miesner

Bilder

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Das dunkle Vermächtnis
fazit
In „Das dunkle Vermächtnis“ kehrt eine Fotografin in ihre ländliche Heimat zurück, weil ihr Vater des Mordes beschuldigt wird. Der Film hat einen archäologischen Hintergrund, der aber wenig genutzt wird. Stattdessen versucht man sich an einem großen Drama und düsteren Geheimnissen. Die Auflösung ist dabei schon überraschend, aber auch ziemlich lächerlich.
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