Code of Silence - Tödliches Schweigen Tv Fernsehen Das Erste ARD Streamen online Mediathek Video on Demand DVD kaufen
© ITV Studios/Mammoth Screen

Code of Silence: Tödliches Schweigen – Staffel 1

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„Code of Silence: Tödliches Schweigen“ // Deutschland-Start: 27. März 2026 (Das Erste) // 15. Mai 2026 (DVD)

Inhalt / Kritik

Eigentlich arbeitet Alison Brooks (Rose Ayling-Ellis) ja nur in der Katine der Polizeistation, weshalb sie mit tatsächlicher Polizeiarbeit wenig zu tun hat. Das ändert sich, als Chefermittler James Marsh (Andrew Buchan) und Detective Ashleigh Francis (Charlotte Ritchie) für eine Observation jemanden brauchen, der Lippen lesen kann – schließlich ist Alison von Geburt an gehörlos und versteht sich deshalb darauf, auch ohne Ton Konversationen zu folgen. Anfangs sind die anderen zwar skeptisch, ob die junge Frau dieser Aufgabe wirklich gewachsen ist. Doch diese bewährt sich und unterstützt das Team bald bei seiner Jagd auf eine Profibande von Diamantendieben – womit sie sich auch selbst in Gefahr bringt …

Ich sehe, also höre ich

Eigentlich sollte man ja meinen, dass bei den unzähligen Krimiproduktionen der öffentlich-rechtlichen Sender so viel Material herausspringt, dass man nicht auch noch Titel anderer lizenzieren muss. Und doch finden sich immer wieder solche im Programm. Das Erste bringt beispielsweise seit Jahren Filme der humorvollen Reihe Brokenwood – Mord in Neuseeland, auch Mord auf Shetland und Inspector Lynley & Sergeant Havers ergänzen das Angebot. Mit Code of Silence: Tödliches Schweigen ist der Senderverbund erneut im englischsprachigen Ausland fündig geworden und präsentiert eine aktuelle britische Produktion. Die erste Staffel wurde erst vergangenen Sommer in der Heimat ausgestrahlt und versucht nun, auch ein deutsches Publikum vor die Fernseher zu locken.

Die Besonderheit der Serie ist natürlich, dass die Protagonistin taub ist. Das bedeutet aber nicht, dass hier nicht gesprochen wird. Tatsächlich sind die Dialoge ebenso umfangreich wie bei „regulären“ Krimis. Und auch wenn man bei Alison hört, dass etwas anders ist, sind die Unterschiede nicht so gravierend, dass das allein einen Unterschied machen würde. Code of Silence: Tödliches Schweigen schlachtet in der Hinsicht die Beeinträchtigung der jungen Frau nicht als Gimmick aus. Thematisiert wird diese aber durchaus, immer mal wieder, sei es im Privatleben oder im beruflichen Umfeld. Interessant für die Handlung ist dabei der Vorteil, den die Taubheit mit sich bringt, wenn die Nachwuchsermittlerin Gesprächen folgen kann, die anderen verschlossen bleiben.

Weniger Rätsel, mehr Beobachtung

Damit einher geht eine Verschiebung der Ermittlungen. So liegt hier ein stärkerer Fokus auf Beobachtungen von Verdächtigen. Wo man sonst bei Krimis oft nicht weiß, wer denn überhaupt die Täter sind und deren Identität herausgefunden werden muss, da ist hier das meiste klar. Wer gern rätselt, ist deshalb bei Code of Silence: Tödliches Schweigen vielleicht doch eher falsch. Zwar müssen schon Sachen herausgefunden werden. Wäre alles klar, gäbe es schließlich keine Ermittlungen. Aber man ist doch mehr damit beschäftigt, tiefer in die Organisation einzutauchen, Abläufe zu verstehen und wer welche Verantwortung trägt, damit am Ende die Schuldigen festgenommen werden können und für Gerechtigkeit gesorgt werden kann. Also eigentlich eher das, was man von einem Thriller erwartet.

Dieses Eintauchen bedeutet hier auch persönlicher Einsatz. Während man anfangs noch meint, dass die Serie tatsächlich überwiegend aus Observationen aus der Ferne besteht, findet Alison Gefallen an der Aufgabe und beginnt, immer wieder selbst die Initiative zu ergreifen und sich damit selbst in Gefahr zu bringen. Das ist zwar schon irgendwie dämlich und zwangsläufig unprofessionell, weshalb man hier während der sechs Folgen immer mal wieder mit den Augen rollen darf. Es gelingt aber zumindest, das glaubwürdig zu verkaufen. Code of Silence: Tödliches Schweigen handelt von einem jungen Menschen, der nie ganz dabei sein durfte und nun endlich einen Weg gefunden hat, den eigenen Wert zu beweisen. Das geht dann zuweilen in die Dramarichtung, vor allem als sie Liam Barlow (Kieron Moore) trifft, der eigentlich zur Bande gehört, für sie aber zu mehr wird. Auch bei dieser Tragik werden manche eventuell aussteigen. Aber es hat doch etwas Rührendes, wie ihr diese Erfahrung hilft, für sich einen Platz zu suchen – fast wie in einer Coming-of-Age-Geschichte. Da darf man doch gespannt sein, wie es in der bereits angekündigten zweiten Staffel weitergeht.

Credits

OT: „Code of Silence“
Land: UK
Jahr: 2025
Regie: Diarmuid Goggins, Chanya Button
Drehbuch: Catherine Moulton, Will Truefitt, Benji Walters
Idee: Catherine Moulton
Musik: Dan Jones, Evelyn Glennie
Kamera: Ronald Plante
Besetzung: Rose Ayling-Ellis, Kieron Moore, Charlotte Ritchie, Andrew Buchan, Nathan Armarkwei, Joe Absolom, Beth Goddard, Andrew Scarborough

Bilder

Trailer

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Code of Silence: Tödliches Schweigen – Staffel 1
fazit
In „Code of Silence: Tödliches Schweigen“ wird eine junge gehörlose Frau ungeplant als Lippenleserin zu einer wichtigen Stütze bei polizeilichen Ermittlungen. Die Krimiserie setzt stärker auf Observation, als es andere Genrevertreter tun, hebt sich aber auch bei dem persönlichen Teil hervor, der in eine Coming-of-Age-Richtung geht. Bei manchem darf man mit den Augen rollen. Insgesamt ist das aber sehenswert.
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