Wake Vaka Amazon Prime Video
© Amazon Prime Video

Wake – Staffel 1

Wake Vaka Amazon Prime Video
„Wake“ // Deutschland-Start: 30. Januar 2026 (Amazon Prime Video)

Inhalt / Kritik

Der Schock ist groß, als es in einem Ski-Resort zu einem Unfall kommt, der mehrere Menschenleben kostet – zumal die verantwortliche Person unter Drogen zu stehen scheint. Oder steckt doch etwas anderes hinter den seltsamen roten Augen? Zumindest die Krankenschwester Elin (Alette Opheim) hat ihre Zweifel. Mit der Zeit häufen sich in Schweden die Fälle, immer wieder kommt es zu tragischen Ereignissen. Dabei stellt sich heraus, dass alle Betroffenen unter einer extremen Form von Schlaflosigkeit leiden und dabei zunehmend die Kontrolle verlieren. Für Gesundheitsminister Christian (Jonas Karlsson) brechen schwierige Zeiten an, da er auf der einen Seite das Land vor der rasch um sich greifenden Krankheit bewahren muss. Gleichzeitig muss er eine Massenpanik verhindern …

Ich wache, also sterbe ich

Zuletzt hat Amazon Prime Video gleich eine Reihe düsterer Serien ins Programm aufgenommen. Neben der lang erwarteten zweiten Staffel des Spionagethrillers The Night Manager nach einem Roman von John le Carré gab es da Steal. Dabei ging es um eine Investmentgesellschaft für Rentengelder, die ausgeraubt wurde. Nach den beiden britischen Produktionen folgt auf dem Streamingdienst mit Wake nun auch ein Beitrag aus Schweden, der ebenfalls im Thrillergenre angesiedelt ist. Er geht aber in eine ganz andere Richtung. Statt Kriminalität ist hier Krankheit angesagt, wenn mal wieder ein Virus um sich greift und die Welt ins Chaos zu stürzen droht.

Manche werden an der Stelle mit den Augen rollen. So sollte man eigentlich meinen, dass einige Jahre nach der Corona-Pandemie niemand mehr Lust hat, noch so eine solche Geschichte zu sehen. Immerhin hat sich Serienschöpfer Brynja Björk aber eine etwas unerwartete Krankheit ausgesucht, um die Menschheit auf die Probe zu stellen: Schlaflosigkeit. Das klingt erst einmal etwas harmlos, ist nicht auf demselben Level wie ein Virus, das direkt den Tod verursacht. Doch auf den zweiten Blick wird es dann doch brenzlig. Nicht nur, dass damit ein Kontrollverlust einhergeht. Wir alle wissen, dass wir nach einer schlaflosen Nacht vieles nicht mehr so tun können wie gewohnt. Bei Wake führt die Krankheit auch nach einiger Zeit zum Tod, kaum jemand überlebt eine solche Infizierung.

Zu umständlich

Es gelingt dabei anfangs auch, aus diesem Szenario einiges an Spannung herauszuholen. Ähnlich zu Awake, wo ebenfalls eine Schlaflosigkeit-Epidemie ausbricht, geht damit eine große Gefahr einher. Wenn Menschen in wichtigen Positionen nicht mehr ihrer Arbeit nachgehen können, wird es schnell schwierig. Es muss ja nicht einmal eine solche Katastrophe nach sich ziehen, wie es beim Beispiel eines Piloten der Fall ist. Es reicht, wenn überall jemand wegfällt und damit nach und nach das Land in sich zusammenfällt. Allerdings ist es bei Wake nicht allein die Krankheit, die für Probleme sorgt. Hinzu kommt, dass sich die Leute mal wieder ziemlich dämlich verhalten müssen, damit die Sache nicht so glattgeht, wie es sonst vielleicht möglich wäre. Überhaupt ist da mal wieder einiges konstruiert, groß drüber nachdenken sollte man nicht.

Ein weiteres Manko ist, dass sich die Serie in zahlreichen Strängen verheddert. Grundsätzlich ist es zwar nicht verkehrt, wenn man etwas mehr Komplexität schaffen möchte, über das eigentliche Szenario hinaus. Schwierig wird es aber, wenn die besagten Stränge einfach nicht interessant sind und sie dazu führen, dass die Geschichte nicht wirklich vorankommt. Immer mal wieder dreht sich Wake im Kreis und entwickelt Längen, obwohl die Staffel mit sechs Folgen gar nicht so lang ist. Letzten Endes reicht es bei der Thrillerserie schon noch für Mittelmaß. Etwas, das man sich anschauen kann und das phasenweise spannend ist. Aber eben nur phasenweise. Auch wenn das hier besser ist als das oben erwähnte Awake ist das Szenario dann doch interessanter als das konkrete Ergebnis.

Credits

OT: „Vaka“
Land: Schweden
Jahr: 2026
Regie: Henrik Georgsson
Drehbuch: Brynja Björk
Idee: Brynja Björk
Musik: Kjartan Holm, Atli Örvarsson, Sindri Már Sigfússon
Kamera: Johan Hannu
Besetzung: Aliette Opheim, Jonas Karlsson, Gizem Erdogan, Silas Strand, Malte Gårdinger, Sass Wolgers, Frida Argento, Jörgen Thorsson

Bilder

Trailer

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Wake – Staffel 1
fazit
In „Wake“ erkranken immer mehr Menschen an Schlaflosigkeit, was zu Tod und Chaos führt. Das Szenario ist interessant, die Serie selbst ist es nur bedingt. Während das anfangs schon noch spannend ist, verliert sich die Geschichte in zu vielen Strängen, weshalb sie nicht immer vorankommt. Und auch die sich dämlich verhaltenden Figuren werden zu einer Belastungsprobe.
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