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The Danish Woman – Staffel 1

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„The Danish Woman“ // Deutschland-Start: 5. Februar 2026 (arte)

Inhalt / Kritik

Früher einmal, da erlebte Ditte Jensen (Trine Dyrholm) als dänische Geheimdienstagentin und Elitesoldatin große Abenteuer. Doch damit soll nun Schluss sein. Sie ist extra nach Island gezogen, um sich dort zur Ruhe zu setzen und die Vergangenheit hinter sich zu lassen. So ganz klappt das aber nicht. Zum einen ist es ihrem ehemaligen Auftraggeber nicht verborgen geblieben, wohin sie gegangen ist. Und Fähigkeiten, wie Ditte sie hat, sind immer dringend gebraucht. Aber auch im alltäglichen Umfeld kann sie nicht aus ihrer Haut und neigt dazu, sich Probleme auf ihre ganz besondere Weise anzunehmen – ob es nun die eigenen sind oder die aus ihrem Umfeld, bei dem sie sich regelmäßig einmischt …

Von wegen ruhig

Donnerstagabend, da sind auf arte wieder Serien angesagt. Letztes Mal nahm uns der Sender mit nach Kanada, wo in Ein mächtiger Gegner eine Anwältin die schmutzigen Machenschaften einer Bergbaufirma aufdeckt. Dafür stand in Boglands – Die Tote im Moor Irland auf dem Reiseprogramm. Die Serie handelte von einem Polizisten, der herausfinden will, wie seine vor Jahren verschwundene Mutter gestorben ist, nachdem ihre Leiche unerwartet aufgetaucht ist. Nun folgt die nächste Serie. Anders als es der Titel The Danish Woman vermuten lässt, halten wir uns dabei in Island auf. Nur dass eben eine Dänin im Mittelpunkt steht und dort die einheimische Bevölkerung so richtig aufmischt, obwohl sie eigentlich ja ihre Ruhe haben wollte.

Das klingt ein bisschen nach Wohlfühlkomödien à la Ein Mann namens Otto, wo ein grimmiger Einsiedler widerwillig in das Leben der anderen hineingezogen wird und dabei seine weiche Seite entdeckt. Komisch ist die französisch-isländische Serie auch durchaus. Sie ist aber deutlich schwarzhumoriger als das obige Beispiel. So greift die Protagonistin in The Danish Woman immer wieder zu rabiaten Mitteln, um Probleme aus der Welt zu schaffen. Das kann mal die Katze sein, die sie nervt, oder auch Typen, die Frauen mies behandeln. Da macht sie kurzen Prozess, scheut auch vor Gewalt nicht zurück. Außerdem wartet Ditte nicht, bis sie um Hilfe gefragt wird, sondern ergreift immer wieder selbst die Initiative. Das passt weder zu ihrem Vorhaben, sich zur Ruhe zu setzen, noch zur Arbeit als Geheimagentin, die ja eigentlich nicht weiter auffallen dürfen. Aber dem Publikum kann das ja egal sein.

Spaßig und übergriffig

Tatsächlich macht The Danish Woman auch richtig Spaß. Regisseur und Co-Autor Benedikt Erlingsson, der zuvor mit den Filmen Gegen den Strom und Von Menschen und Pferden auf sich aufmerksam machte, präsentiert uns eine ganz eigene Hauptfigur, wie man sie sonst nicht zu sehen bekommt. Eine Hauptfigur, bei der man auch gar nicht so genau sagen kann, was man von ihr halten soll. Auf der einen Seite ist sie immer wieder hilfsbereit und steht Menschen zur Seite, die in Not sind und nicht wissen, was sie tun sollen. Dabei ist sie auch sehr effektiv und macht tatsächlich einen großen Unterschied. Allerdings ist sie auch übergriffig, überschreitet ständig Grenzen, wird unnötig brutal und malträtiert selbst Leute, die eigentlich nichts dafür können. Eine reine Sympathieträgerin ist sie damit nicht.

Trine Dyrholm ist für eine solche ambivalente Figur natürlich eine Idealbesetzung, da die Dänin im Laufe ihrer Karriere immer wieder an der Grenze von gut und böse agierte. Sie kann mal dominant und herrisch auftreten, zeigt aber auch ihr Talent für Komik. Ganz eigen sind zudem die vereinzelt eingebauten Musiknummern, in denen sie singt oder tanzt. Klingt sonderbar? Ist es auch, The Danish Woman wechselt zwischen verschiedenen Stimmungen und Genres hin und her, da weiß man zuweilen gar nicht mehr, was das eigentlich noch sein soll. Hinzu kommt, dass die Serie keine direkte Haupthandlung hat, sondern zwischen verschiedenen „Missionen“ wechselt. Eine Entwicklung findet vorrangig zwischen den Figuren statt, wenn Ditte sich immer stärker im Leben der anderen festsetzt und dabei auch Verbindungen aufbaut. Das ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig, typisch für Erlingsson eben, aber auch sehr sehenswert.

Credits

OT: „Danska konan“
Land: Frankreich, Island
Jahr: 2025
Regie: Benedikt Erlingsson
Drehbuch: Benedikt Erlingsson, Ólafur Egill Egilsson
Musik: Matti Kallio
Kamera: Bergsteinn Björgúlfsson
Besetzung: Trine Dyrholm, Hilmar Guðjónsson, Kristín Þóra Haraldsdóttir, Halldóra Geirharðsdóttir

Bilder

Trailer

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The Danish Woman – Staffel 1
fazit
In „The Danish Woman“ will sich eine ehemalige Geheimagentin niederlassen, mischt sich aber kontinuierlich in das Leben ihres Umfelds ein. Die Serie schwankt dabei zwischen Genres und Stimmungen, ist auch inhaltlich nicht sehr zielgerichtet. Aber es macht doch Spaß, wie die übergriffige Protagonistin mit rabiaten Mitteln Probleme zu lösen versucht
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