G.O.A.T. - Bock auf große Sprünge
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G.O.A.T. – Bock auf große Sprünge

G.O.A.T. - Bock auf große Sprünge
„G.O.A.T. – Bock auf große Sprünge“ // Deutschland-Start: 19. Februar 2026 (Kino)

Inhalt / Kritik

Schon früh hat sich der Ziegenbock Will Harris in den Roarball-Sport verliebt und träumt seither davon, selbst einmal Karriere dort zu machen. Sein Idol ist dabei die Spielerin Jett Fillmore, die sicher zu den größten Talenten in dieser Sportart gehört, auch wenn ihr Team noch nie die Meisterschaft gewonnen hat. Für Will haben sich die Träume bislang ebenso wenig erfüllt, er arbeitet in einem Diner, obwohl sein Herz eigentlich dem Platz gilt. Als er sich mit dem verhassten Konkurrenten Mane Attraction anlegt und ein Video dieser Szene viral geht, erhält Will die Chance, tatsächlich dem Team von Jett beizutreten, obwohl er für die Sportart eigentlich zu klein ist. Er tut sich dann auch schwer damit, auf dem Feld wirklich mitzuhalten, zumal es ihm die anderen nicht gerade leicht machen. Aber davon lässt sich ein sturer Ziegenbock nicht abhalten …

Ein echter Hingucker

Zwar hatten Sony Pictures Animation im Laufe der letzten zwanzig Jahre eine Reihe von Hits, darunter etwa die vier Filme aus der Reihe Hotel Transsilvanien. Dennoch, das Renommee konnte nicht mit dem der Konkurrenz mithalten. Man war ein Animationsstudio aus der zweiten Reihe. Inzwischen hat sich das geändert. So läutete das mit einem Oscar ausgezeichnete Spider-Man: A New Universe eine neue Ära ein, was gerade auch der ungewöhnlichen Optik zu verdanken war. Aber auch KPop Demon Hunters, das letztes Jahr auf Netflix zu einem Phänomen wurde, hat dazu beigetragen, dass der Bekanntheitsgrad steil nach oben ging. Und das macht sich auch bei G.O.A.T. – Bock auf große Sprünge bemerkbar, dem ersten Kinofilm des Studios seit zweieinhalb Jahren. Denn hier wird schon mächtig Werbung mit den vorherigen Vorzeigetiteln gemacht.

Ob der Film dabei den Run fortsetzt, bleibt abzuwarten. Umso mehr, da er qualitativ doch einiges unter den beiden oben genannten Titeln liegt. An der Optik liegt das nicht. Tatsächlich bestätig das Studio hiermit, dass es eines der interessantesten der aktuellen Majors ist. G.O.A.T. – Bock auf große Sprünge mag nicht die Detailfreude aufweisen, wie man sie von Disney oder Pixar kennt. Die Mischung aus eigenwilliger Animation und Hintergründen, die eher gemalt aussehen als am Rechner entstanden, sorgen aber für einen ganz eigenen Look. Zusammen mit den gefälligen Figurendesigns und den abwechslungsreichen Settings kommt da einiges zusammen. Sehenswert ist das Werk in der Hinsicht auf jeden Fall, spannender als vieles, was da dieses Jahr noch kommen wird.

Inhalt und Humor einfallslos

Inhaltlich lässt sich das aber leider nicht behaupten. Mal wieder haben wir es mit einer Underdog-Geschichte zu tun, wie man sie im Sportbereich andauernd findet. Bei G.O.A.T. – Bock auf große Sprünge wird das sogar gleich doppelt betrieben. Nicht nur, dass sich der kleingewachsene Protagonist in seinem Team beweisen muss, wo ihn eigentlich niemand haben will. Das Team selbst ist ebenfalls bislang erfolglos geblieben und nimmt den Kampf mit den Platzhirschen auf. Grundsätzlich funktioniert sowas zwar schon. Wer drückt nicht gern Außenseitern die Daumen? Allerdings ist es eben auch etwas langweilig, da es einfach zu viele Filme gibt. Es gelingt hier dann auch nicht, eigene Akzente zu setzen. Die Handlung ist so formelhaft, dass man nach einigen Minuten das Kino verlassen kann und trotzdem weiß, wie es weitergeht. Bei den Figuren gab man sich ebenfalls keine Mühe. Am ehesten macht noch Jett eine Entwicklung durch. Die geschieht aber so schnell, dass man sich davon veralbert fühlen darf.

Der Humor ist nicht besser geworden. So fand man es offensichtlich witzig, mit einem Wortspiel zu arbeiten: „Goat“ ist nicht nur das englische Wort für Ziege, sondern auch die Abkürzung für „Greatest of All Time“ – ein im Sportbereich gern verwendete Bezeichnung. Nur hatte erst vor einigen Wochen der Horrorfilm Him – Der Größte aller Zeiten ebenfalls diese Doppeldeutigkeit verwendet. G.O.A.T. – Bock auf große Sprünge baut diesen Witz zudem so oft ein, dass er schon lang vor dem Abspann abgestanden ist. Dass er im Deutschen überhaupt nicht funktioniert, erschwert die Situation. Und auch sonst zünden viele Witze nicht. Immer wieder versucht man sich beispielsweise daran, an die Internetkultur anzuknüpfen, was aber schon arg bemüht ist. Der Unterhaltungswert hält sich da doch in Grenzen. Insgesamt ist der Animatonsfilm daher eher enttäuschend ausgefallen, umso mehr, da er eben mit einer so tollen Optik arbeitet, die ein besseres Drehbuch verdient hätte.

Credits

OT: „GOAT“
Land: USA
Jahr: 2026
Regie: Tyree Dillihay
Drehbuch: Aaron Buchsbaum, Teddy Riley
Musik: Kris Bowers
Animation: Sony Pictures Animation

Bilder

Trailer

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G.O.A.T. – Bock auf große Sprünge
fazit
„G.O.A.T. – Bock auf große Sprünge“ erzählt von einem kleinen Ziegenbock, der von einer großen Sportkarriere träumt. Der Animationsfilm sieht mit den gemalten Hintergründen toll aus, ist inhaltlich aber enttäuschend. So ist die doppelte Underdog-Geschichte völlig einfallslos, der Humor ist ebenfalls schwach ausgefallen.
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