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Dünentod – Ein Nordsee-Krimi: Blutiges Moor

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„Dünentod – Ein Nordsee-Krimi: Blutiges Moor“ // Deutschland-Start: 24. Februar 2026 (RTL)

Inhalt / Kritik

Als in einem kleinen abgelegenen Moor die Leiche eines Mannes gefunden wird, ist schnell klar, dass ihn jemand ermordet haben muss. Mehr noch, das Opfer wurde zuvor durch den Wald gejagt. Aber von wem? Und aus welchem Grund? Als Kommissar Tjark Wolf (Hendrik Duryn) und seine neue Kollegin Fredericke Olsen (Isabell Thierauch) der Sache nachgehen, stoßen sie auf ein altes lokales Ritual, mit dem sich die Menschen von ihren Sünden befreien wollen. Und tatsächlich zeigen die Aufnahmen von einer nahen Wildkamera, dass der Täter eine Maske getragen hat, die bei eben diesem Ritual zum Einsatz kommt. Dabei fällt der Verdacht schnell auf Nils Kneipen (Tom Lass), der zurückgezogen im Wald lebt und von allen nur „der Geist“ genannt wird …

Tragische Nebenfigur

Von den vielen Krimireihen, die RTL im Rahmen des „Tödlichen Dienst-Tags“ bislang gestartet hat, ist Dünentod – Ein Nordsee-Krimi so etwas wie das Aushängeschild. Denn während andere Reihen inzwischen wieder eingestellt wurden oder noch offen ist, ob sie fortgesetzt werden, da ist der im Norden Deutschlands ermittelnde Kommissar inzwischen eine Institution. 2023 mit Das Grab am Strand gestartet, geht die Reihe bereits in die vierte Staffel. Zwei Filme wird diese beinhalten. Los ging es vergangene Woche mit Die große Freiheit, wo der brutale Mord an einem Kapitän aufgeklärt werden muss. Mit Blutiges Moor folgt nun der zweite Streich, es ist der bislang neunte Teil der Reihe, die auf Romanen bzw. Figuren von Sven Koch basiert.

Dabei handelt es sich wieder um den gewohnten Whodunit-Krimi. Wo es vergangene Woche recht früh klar war, worum es ging, soll hier bis zum Ende gerätselt werden, wer das Verbrechen begangen hat. Dafür kommen natürlich mehrere Leute in Frage, das Publikum soll schon ein bisschen was zur Auswahl haben, damit man auch genügend grübeln kann. Dünentod – Ein Nordsee-Krimi: Blutiges Moor lockt dabei zunächst mit dem im Wald lebenden Außenseiter, der so seltsam ist, dass er allein dafür schon ein Mörder sein kann. Zwar weiß das erfahrene Publikum, dass dies nicht die Lösung sein kann, da die erste Hypothese praktisch nie stimmt. Dennoch gehört die Passage um den traumatisierten Mann, der zurückgezogen lebt, zu den Stärken des Films, da die Figur doch eine tragische ist, die einem irgendwie nahegehen kann.

Schwache Geschichte

Dafür wird es im weiteren Verlauf umso schlimmer. Da wird dann ebenfalls versucht, Tragik in die Geschichte zu packen, wenn es um Liebe geht und dunkle Geheimnisse. Dünentod – Ein Nordsee-Krimi: Blutiges Moor wird dabei aber doch eher albern, die Geschichte würde man in einer Seifenoper erwarten, nicht in einem Krimi, der sich selbst ja durchaus ernst nimmt. Der Film neigt dabei auch noch zur Theatralik, als wäre der Inhalt nicht schon furchtbar genug. Damit einher geht eine ernüchternde Auflösung, auf die man eher nicht kommen wird. Auch wenn es prinzipiell ja immer ganz nett ist, wenn man bei einem Krimi das Ende nicht vorhersagen kann, sollte man dieses doch auch glauben können.

Das ist schade, weil der Film eigentlich ganz vielversprechend anfing. Das folkloristische Element des alten Rituals sorgt für Abwechslung, das Setting im Wald ist sowieso immer wieder gern gesehen. Tom Lass ist für die Rolle des tragischen Sonderlings sowieso gut gewählt. Die das letzte Mal neu eingeführte Kollegin stört auch nicht so sehr. Das bringt aber alles nichts, wenn die eigentliche Geschichte nicht überzeugt. Und so ist Dünentod – Ein Nordsee-Krimi: Blutiges Moor wieder ein schwächerer Teil der Reihe geworden, die sowieso nie wirklich über Mittelmaß hinauskommt. Wenn diese fortgesetzt werden sollte, was anzunehmen ist, dann sollte doch inhaltlich mehr geboten werden als eine Mischung aus austauschbar und unfreiwillig komisch.

Credits

OT: „Dünentod – Ein Nordsee-Krimi: Blutiges Moor“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Andreas Herzog
Drehbuch: Clemens Murath, Robert Hummel
Vorlage: Sven Koch
Musik: Alex Komlew
Kamera: Claire Jahn
Besetzung: Hendrik Duryn, Isabell Thierauch, Yasemin Cetinkaya, Rainer Reiners, Isabel Thierauch, Florian Panzner, Gustav Schmidt, Stephanie Japp, Lara Feith, Tom Lass, Marc Ben Puch, Sascha Alexander Geršak, Julia Becker, Ulrik Bruchholz

Bilder

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Dünentod – Ein Nordsee-Krimi: Blutiges Moor
fazit
In „Dünentod – Ein Nordsee-Krimi: Blutiges Moor“ wird die Leiche eines Manns im Moor gefunden, der zuvor wohl durch den Wald gejagt wurde. Der Krimi fängt vielversprechend an durch das Setting, folkloristische Elemente und eine tragische Figur. Die eigentliche Geschichte ist aber zu schwach und nahe einer Seifenoper.
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