
Eigentlich hatte die Polizei mit dem Überfall auf ein Baustoffcenter abgeschlossen, die Täter wurden gefasst. Doch als einer von ihnen, Tobias Hüller (Konstantin Marsch) ermordet wird, und das auch noch mitten im Krankenhaus, wird klar: Da muss noch mehr dran sein. Aber warum sollte ihn jetzt noch jemand ermorden? Und wer ist so dreist, sich für einen Mord ins Krankenhaus zu schleichen? Während Ina Zimmermann (Melanie Marschke) und ihr Team Antworten auf diese Fragen sucht, ist Jan Maybach (Marco Girnth) noch immer damit beschäftigt, sich für Rico Schäfer (Felix Bold) einzusetzen. Dieser hatte vor 19 Jahren Jans Kollegen und Freund Miguel Alvarez getötet und kam dafür ins Gefängnis. Könnte er der Mörder sein?
Die Vergangenheit spielt mit
Zurück in die Vergangenheit! Das zumindest ist das inoffizielle Motto der 26. Staffel von SOKO Leipzig. Immer wieder wurden Teammitglieder von dieser eingeholt, wenn alte Geschichten noch einmal ausgepackt wurden und sich dabei das Private und das Berufliche vermischten. Doch das stärkste Beispiel hierfür ist Was bleibt. Nicht nur, dass Jan Maybach mit dieser Vergangenheit konfrontiert wird. Anders als die übrigen Zeitreisen basiert diese hier tatsächlich auf einer alten Folge. Genauer griff die Episode vergangene Woche auf Mein Freund zurück, eine bereits 2006 ausgestrahlte Folge. Dafür schnitt man nicht nur Archivmaterial aus dieser besagten Folge in die neue. Der damalige Täter, seinerzeit noch ein junger Mann, ist ebenfalls dabei – 19 Jahre älter.
Dieses Wiedersehen wird auf zwei Folgen verteilt erzählt, die erste endete mit dem Cliffhanger um den Mord im Krankenhaus. Da ist also noch einiges aufzuklären. Wer war der Täter? Und warum musste der Mann sterben? SOKO Leipzig: Was bleibt läuft dabei ein wenig zweigleisig. Auf der einen Seite geht es darum, das Verbrechen aufzuklären. Auf der anderen Seite gibt es aber auch eine Reihe von Szenen um Maybach, die ihn in privaten Szenen zeigen – und eben bei dem Versuch, sich mit der eigenen Vergangenheit zu arrangieren. Denn er ist getrieben von dem Drang, Rico zu einem besseren Leben zu verhelfen, und den Schuldgefühlen, ihm seinerzeit aus Wut über den Verlust seines Freundes nicht beigestanden zu haben. Ob das glaubwürdig ist, darüber lässt sich streiten. Aber es geht schon zu Herzen.
Emotionales Ende
Und das trifft auch auf das Ende der Folge zu. Schon länger war bekannt, dass Marco Girnth aus der Serie aussteigen würde. Aber selbst mit dem Wissen ist es natürlich emotional, dass er nicht mehr dabei sein wird, gehörte er doch neben Melanie Maschke noch zu dem Urteam von 2001. Mehr als 500 Folgen war er dabei. Ob das Ende dieser Karriere geglückt ist, ist sicher Geschmackssache. Nicht nur, dass es eher einfallslos ist. Die besonders intensiven Momente entfalten aufgrund der schauspielerischen Mängel nicht ganz ihre Wirkung. Dennoch, aufgrund der Verknüpfung mit der besagten alten Folge ist SOKO Leipzig: Was bleibt doch ein würdiger Schlussstrich. Dieser hat aber noch ein Nachspiel, denn auch in der nächsten Folge Abschied wird dies ein Thema sein.
OT: „SOKO Leipzig: Was bleibt“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Sven Fehrensen
Drehbuch: Jeanet Pfitzer, Frank Koopmann, Roland Heep
Musik: Andreas Hoge
Kamera: Henning Jessel
Besetzung: Melanie Marschke, Marco Girnth, Amy Mußul, Johannes Hendrik Langer, Daniel Steiner, Maximilian Klas, Felix Bold, Anna Herrmann
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