Play Dead – Die Todgeweihte 2025
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Play Dead – Die Todgeweihte

„Play Dead – Die Todgeweihte“ // Deutschland-Start: 15. Januar 2026 (DVD / Blu-ray)

Inhalt / Kritik

Der Schock ist groß, als Alison (Paula Brasca) zu sich kommt. Nicht nur, dass sie verletzt ist. Sie hat auch keinerlei Ahnung, wie sie in den Keller gekommen ist. Zumal sie darin nicht allein ist: Zahlreiche Frauenleichen liegen herum. Wer die anderen sind und was es mit all dem auf sich hat, weiß sie nicht. Sie weiß nur, dass regelmäßig ein Mann (Damian Castillo) herunterkommt und einen der Körper mit nach oben nimmt. Bis Alison weiß, was da los ist und wie sie aus der Situation wieder herauskommt, heißt es erst einmal nicht weiter auffallen. Und so stellt sie sich jedes Mal tot, wenn der maskierte Unbekannte herunterkommt, während sie ansonsten nach einer Lösung sucht …

Der Keller als Ort des Schreckens

Kaum ein Ort dürfte in Horrorfilmen ähnlich beliebt sein wie der Keller. Ein dunkler Ort, oft etwas unübersichtlich, von der Außenwelt abgeschnitten – das ist wie gemacht für düstere Geschichten. Meistens werden diese Orte nur irgendwann ins Spiel gebracht, wenn es besonders unheimlich werden soll. Es gibt aber auch Beispiele dafür, wie ein Film praktisch ausschließlich in einem solchen Setting arbeitet. Besonders spannend ist The Black Phone – Sprich nie mit Fremden über einen Jungen, der unerwartet Hilfe erhält, um aus dem Keller eines Entführers und Mörders zu entkommen. Mit Play Dead – Die Todgeweihte erscheint nun ein weiterer Film bei uns, der mit einem solchen Schauplatz arbeitet. Auch hier steckt die Hauptfigur im Keller eines Mörders.

Um eine Kopie des obigen Hits handelt es sich aber nicht. So verzichtet die argentinisch-neuseeländische Coproduktion beispielsweise auf jegliche Fantasy-Elemente. Hinzu kommt, dass sie nicht gefangen gehalten wird, um sie irgendwann umzubringen. Der Antagonist glaubt, dass sie bereits tot ist. In Play Dead – Die Todgeweihte gibt es daher keinen offenen Kampf, wie es bei dem US-Kollegen der Fall ist. Gemeinsam ist beiden Streifen aber, dass die jeweilige Hauptfigur einen Weg nach draußen finden muss, das also schon mit Überlegungen verbunden ist. Gemeinsam ist zudem, dass im Gegensatz zu anderen Kellerfilmen hier keine unbekannte Gefahr irgendwo in den Schatten lauert. Man weiß sehr genau, wo und wer diese Gefahr ist, was eine andere Form von Spannung mit sich bringt.

Ordentlich und schön kurz

Natürlich ist das Szenario ein bisschen eingeschränkt. Wie viel Abwechslung kann es schon geben, wenn eine Frau neben Leichen in einem Keller ist? Dabei wird schon versucht, zwischendurch kleine Wendungen einzubauen. Dennoch, auf Dauer sind die Optionen sehr überschaubar. Glücklicherweise war man sich bei Play Dead – Die Todgeweihteaber dessen bewusst, anders als bei so manch anderem Genrevertreter, der an der Aufgabe scheitert, aus einer Idee einen Film zu machen. So ist dieser hier zum einen ausgesprochen kurz, gerade einmal 72 Minuten dauert es, bis hier alles vorbei ist – Abspann inbegriffen. Dadurch bleibt gar nicht die Zeit, damit es wirklich langweilig wird.

Außerdem kommt es irgendwann doch zu einem Schauplatzwechsel. Der Film arbeitet dann nicht nur mit einem anderen Setting. Auch die Geschichte schlägt einen etwas unerwarteten Weg ein. Das reicht dann so, um die spärliche Laufzeit genügend zu füllen. Ein Genre-Meisterwerk ist Play Dead – Die Todgeweihte sicherlich nicht geworden. Die Low-Budget-Produktion stößt immer mal wieder an ihre Grenzen. Im gesteckten Rahmen funktioniert das aber ganz gut. Man sollte sich daher nicht von den zum Teil vernichtenden Urteilen abhalten lassen, die man im Netz so findet. Regisseur Carlos Goitia, der zuvor unter anderem an der Horror-Anthologie Asylum – Irre Phantastische Horror-Geschichten gearbeitet hat, hat hier ordentliche Arbeit abgeliefert, auf die man schon einmal einen Blick werfen kann.

Credits

OT: „Play Dead“
Land: Argentinien, Neuseeland
Jahr: 2025
Regie: Carlos Goitia
Drehbuch: Gonzalo Mellid, Camilo Zaffora
Musik: Luciano Onetti
Kamera: Luciano Montes de Oca
Besetzung: Paula Brasca, Damian Castillo, Catalina Motto, Marta Quarleri

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Play Dead – Die Todgeweihte
fazit
In „Play Dead – Die Todgeweihte“ wacht eine Frau in einem Keller voller Leichen auf und muss sich totstellen, um nicht das Schicksal der anderen zu erleiden. Das Ergebnis ist ein ganz ordentlicher Horrorfilm, der mit einem gemeinen Szenario und einer unerwarteten Richtung gefällt.
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