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Inspector Barnaby: Schätze der Finsternis

„Inspector Barnaby: Schätze der Finsternis“ // Deutschland-Start: 4. Januar 2025 (ZDF) // 24. April 2026 (DVD)

Inhalt / Kritik

Eigentlich ist das Dorf Goldworthy recht beschaulich. Wehe aber, wenn die rivalisierenden Schlammsucher aufeinandertreffen. Denn dann können schon einmal die Fetzen fliegen. Als Jonny Hoxham (Ben Jones) ertrunken aufgefunden wird, fällt daher auch der Verdacht auf seinen Rivalen Cole Densmore (Killian Coyle), mit dem er sich kurz zuvor heftig gestritten hat. DCI John Barnaby (Neil Dudgeon) und DS Jamie Winter (Nick Hendrix) gehen dieser, aber auch weiteren Spuren nach. Zur gleichen Zeit sucht auch Lucy Weaving (Camilla Beeput) nach Antworten. So möchte sie endlich herausfinden, was mit ihrer Tante geschehen ist, die vor langer Zeit spurlos verschwunden ist. Und tatsächlich taucht ein Hinweis auf, der darauf schließen lässt, dass seinerzeit etwas vorgefallen ist …

Auftakt der neuen Staffel

Sie gehören zu den festen Bestandteilen des britischen, aber auch des deutschen Fernsehens: die Filme der Krimireihe Inspector Barnaby, welche hierzulande seit vielen Jahren im ZDF ausgestrahlt wird. Und ein Ende scheint nicht in Sicht. Letztes Jahr lief bereits die 24. Staffel des Dauerbrenners, zuletzt erzählte die Folge Tödliches Klima von einem Dorf, das sich wegen Fragen des Klimaschutzes bekriegt. Nun geht es nach einer fast einjährigen Wartezeit mit der 25. Staffel weiter. Diese wird erneut vier Filme umfassen, wobei diese in einem größeren Abstand zu sehen sein werden. Erst einmal werden nur zwei Teile gezeigt, den Auftakt macht dabei Schätze der Finsternis. Bei den anderen werden sich Fans wohl noch ein wenig gedulden müssen.

Dabei ist die erste eine eher schwächere Folge. Das Milieu der Schlammsucher, welches vor einigen Wochen auch schon in The Chelsea Detective: Mythen und Legenden thematisiert wurde, ist natürlich dankbar und wie gemacht für diese oft humorvoll ausgerichtete Krimireihe. Regelmäßig tauchen bei der Mördersuche irgendwelche schrägen Figuren auf. So dann auch hier, wenn das Buddeln in der Vergangenheit so manche Kuriosität hervorholt und wir Leute treffen, die man als Unikate bezeichnen darf. Es wäre aber sicher noch mehr drin gewesen. Inspector Barnaby: Schätze der Finsternis beginnt zwar humorvoll, lässt das aber mit der Zeit immer weiter hinter sich. Ein Grund dafür ist, dass sich die Geschichte eben von dieser Schar an Hobbyarchäologen verabschiedet und den Schwerpunkt verschiebt.

Hätte besser sein können

So wird früh mit der zweiten Geschichte rund um die vor Jahren verschwundene Tante klar, dass der Fall etwas mit dieser zu tun haben muss. Sonst wäre das ja nicht Teil des Films geworden. Man verpasste es aber, diese beiden Themen miteinander zu verbinden. Das eine ersetzt nur nach und nach das andere, was schon etwas enttäuschend ist. Inspector Barnaby: Schätze der Finsternis geht dabei in eine stärker dramatische Richtung, wenn wir tiefer eintauchen in die Familiengeschichte. Das ist nicht grundsätzlich verkehrt, aber schon ein wenig schade. Familiendramen gibt es bei Krimis schließlich mehr als genug. Zuweilen glaubt man, dass es gar nichts anderes mehr gibt, weil eben so viele Genrebeiträge darauf zurückgreifen.

Hinzu kommt, dass die emotionale Wirkung eher gering ausfällt. Das Potenzial hierfür war schon da. Als die erste Enthüllung ansteht, was mit der verschwundenen Frau geschehen ist, ist das zwar etwas übertrieben. Tragisch ist die Geschichte aber schon. Im Anschluss verrennt sich Inspector Barnaby: Schätze der Finsternis aber in Erklärungen, wenn eine Reihe von Rätseln und Vorfällen aufgelöst werden müssen. Das ist dann einfach zu konstruiert. Sicher, schon früher fiel die Reihe durch ziemlich übertriebene Fälle auf, bei denen man keine Glaubwürdigkeit erwarten durfte. Ganz so arg wie hier muss das dann aber doch nicht sein, eben auch weil dadurch der Gefühlsteil begraben wird. Man kommt gar nicht dazu, etwas zu entwickeln, weil dann in einem nicht enden wollenden Monolog alles zusammengefasst wird. Das hätte besser sein können. Nächste Woche geht es in Der Tod rollt auf dem Bowling Green um den Mord an einem Bowling-Schiedsrichter.

Credits

OT: „Midsomer Murders: Treasures of Darkness“
Land: UK
Jahr: 2025
Regie: Paul Gibson
Drehbuch: Julia Gilbert
Vorlage: Caroline Graham
Musik: Evan Jolly
Kamera: Al Beech
Besetzung: Neil Dudgeon, Nick Hendrix, Fiona Dolman, Annette Badland, Jayde Adams, Jude Akuwudike, Camilla Beeput, Poppy Miller, Adrian Rawlins, Tony Way, Jayde Adams, Gary Wilmot

Bilder

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Inspector Barnaby: Schätze der Finsternis
fazit
In „Inspector Barnaby: Schätze der Finsternis“ ertrinkt ein Schlammsucher, die Ermittlungen führen weit zurück in die Vergangenheit. Die Folge beginnt schön kurios, bevor es dann recht dramatisch wird. Ein bisschen wird das Milieu damit verschwendet, zumal die Auflösung nicht so toll geworden ist.
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