Dust Bunny
© Roadside Attractions, LIONSGATE
Dust Bunny
„Dust Bunny“ // Deutschland-Start: 19. Februar 2026 (Kino)

Inhalt / Kritik

Immer wieder warnt Auroa (Sophie Sloan) ihre Eltern, dass sie nicht den Fußboden berühren dürfen, da unter ihrem Bett ein Monster lebt. Doch die wollen nicht hören. Und so kommt es, wie es kommen muss: Das Monster taucht auf und frisst die beiden. Es muss also dringend etwas geschehen. In ihrer Not wendet sich Aurora an ihren Nachbarn (Mads Mikkelsen) und will ihn beauftragen, das Monster zu töten. Schließlich hat sie gesehen, wie er andere Monster getötet hat. Dabei ahnt sie nicht, dass der Mann in Wahrheit ein Auftragsmörder ist. Dieser ist auch davon überzeugt, dass es sich bei dem Monster um reguläre Killer handelt, die es eigentlich auf ihn abgesehen hatten. Die Geschichte hält er zwar für Blödsinn. Verantwortlich fühlt er sich dennoch für das Kind, weshalb er sich an seine Chefin (Sigourney Weaver) wendet …

Eigenwilliges Filmdebüt

Dass man einem Regiedebüt entgegenfiebert, ist sicher die Ausnahme. Schließlich muss sich die Person ja erst noch beweisen. Bryan Fuller ist eine Ausnahme, mit seiner Arbeit an Ausnahmeserien wie Dead Like Me, Pushing Daisies oder Hannibal hat sich der US-Amerikaner einen Namen für erstklassige Unterhaltung gemacht. Und für oft etwas eigenwillige Unterhaltung. Diesem Ruf wird er dann auch mit Dust Bunny gerecht, seinem ersten Film. Bei diesem hat er Regie und Drehbuch übernommen und auf diese Weise etwas geschaffen, das einerseits immer wieder Parallelen zu früheren Werken von Fuller aufweist. Andererseits ist es so besonders, dass selbst so mancher Fan verwirrt davorsitzen wird. Von dem regulären Publikum ganz zu schweigen.

Die Verwirrung fängt schon damit an, dass man hier gar nicht genau sagen kann, was das eigentlich für ein Genre sein soll. Das Thema des Auftragsmörders lässt auf einen Thriller schließen. Das tiefgründige Monster, eine Art Killerkaninchen, wandelt irgendwo zwischen Fantasy und Horror. Dann gib es einen großen Mystery-Anteil, wenn man gar nicht so genau weiß, was da eigentlich gespielt wird. Der Film kann sehr tragisch sein, als wir mehr über die Hintergrundgeschichte von Aurora erfahren. Andere Stellen sind dafür bewusst komisch angelegt. Auf diese Weise ist Dust Bunny alles und nichts. Das wird für manche ebenso unbefriedigend sein wie die mangelnde Auflösung. So gibt der Film zwar schon Hinweise, worum es hier überhaupt ging. Das bleibt aber so schwammig und oberflächlich, dass dabei nicht viel rausspringt.

Ein echter Hingucker

Ein interpretierfreudiges Publikum hat da schon mehr Spaß, wenn es selbst versuchen darf, aus den bizarren Vorgängen in dieser Wohnung einen eigenen Sinn zu bauen. Denn Anknüpfungspunkte gibt es ja durchaus. Man kann sich aber auch einfach zurücklehnen und den Irrsinn genießen. Zumal Dust Bunny wie diverse Serien von Fuller auch ein echter Hingucker ist. Mal ist es die eigenwillige Farbgebung, die einen an die Leinwand fesselt, beispielsweise wenn konspirative Treffen in einem sehr blumenreichen Restaurant stattfinden. Überhaupt sind die Settings sehr einprägsam, da hat man immer wieder das Gefühl, in eine Parallelwelt gestolpert zu sein. Und auch die Gestaltung des Monsters ist kreativ geworden.

Ein wenig krankt der Film aber an einer mangelnden Abwechslung. So witzig das Szenario an und für sich ist, es entwickelt sich kaum weiter. Da gibt es einfach zu viel, das sich wiederholt, ob nun in den Dialogen oder bei der Handlung. An den Stellen hätte Fuller doch noch mehr investieren dürfen, die zwischen düster und schillernd wechselnde Fassade ist auf Dauer nicht genug. Und doch darf man froh sein, dass der ungewöhnliche Genremix, der auf dem Toronto International Film Festival 2025 Weltpremiere hatte, bei uns in die Kinos kommt. Schließlich lässt sich diese Bilderwelt vor allem auf der großen Leinwand genießen. Und auch wenn man sich noch mehr Inhalt hätte wünschen dürfen, ist Dust Bunny ein interessantes Debüt Fullers geworden, bei dem zu hoffen ist, dass noch weitere Werke folgen werden.

Credits

OT: „Dust Bunny“
Land: USA
Jahr: 2025
Regie: Bryan Fuller
Drehbuch: Bryan Fuller
Musik: Isabella Summers
Kamera: Nicole Hirsch Whitaker
Besetzung: Mads Mikkelsen, Sophie Sloan, Sheila Atim, David Dastmalchian, Sigourney Weaver

Bilder

Trailer

Filmfeste

Toronto International Film Festival 2025
Fantasy Filmfest White Nights 2025

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Dust Bunny
fazit
In „Dust Bunny“ wendet sich ein Mädchen, das an ein Monster unter dem Bett glaubt, an einen Auftragsmörder. Das Ergebnis ist ein sonderbarer Genremix zwischen Komödie, Horror und Mystery, der auch visuell ganz eigen ist. Inhaltlich ist das auf Dauer aber zu wenig. Ansätze gibt es zwar, diese sind aber zu schwammig, es mangelt an Abwechslung.
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