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Die Elixiere des Teufels (1976)

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„Die Elixiere des Teufels“: Deutschland-Start: 4. November 1976 (Kino)

Inhalt / Kritik

Als der Kapuzinermönch Medardus (Dieter Laser) zum Kurator der Reliquienkammer im Bamberger Kloster ernannt wird, ahnt er noch nicht, welche Folgen dies für ihn haben wird. Denn dort entdeckt er eine rätselhafte Flasche, von der es heißt, dass sie das Elixier des Teufels beinhaltet. Medardus kann der Versuchung nicht widerstehen, aus dieser zu trinken, was das Böse in ihm weckt und ihn vereinnahmt. Als sich die junge Baronesse Aurelie (Sylvia Manas) in den Mönch verliebt, wird dieser nach Rom zum Papst geschickt, damit er gar nicht erst in Versuchung geführt wird. Doch der dunklen Seite seiner Seele kann er auf diese Weise nicht entkommen. Denn wo immer er auch hingeht, das Böse ist ihm auf den Fersen …

Doppelte Romanadaption

250 Jahre ist es her, dass mit E. T. A. Hoffmann einer der bedeutendsten deutschen Autoren der Romantik geboren wurde. Zahlreiche andere Schriftsteller hat er inspiriert. Seine Werke wurden zudem immer mal wieder adaptiert, sei es als Oper oder als Film. Manchmal wurden daraus internationale Produktionen, siehe etwa Coppelia und Der Nussknacker und die vier Reiche, die jeweils von einem seiner Werke inspiriert wurden. Aber vor allem hierzulande wurden zahlreiche Verfilmungen gedreht, mehr als 100 sollen es sein. Bei dem 1815/1816 erschienenen Roman Die Elixiere des Teufels waren es innerhalb kurzer Zeit sogar zwei. Erst erschien 1973 eine DEFA-Version, eine Coproduktion der DDR und der Tschechoslowakei. 1976 folgte schließlich noch eine aus der BRD. Ein heutiges Publikum hat von der doppelten Versorgung aber wenig. Bis heute ist keiner von beiden Filmen auf DVD erschienen.

Dabei hat die Version hier durchaus ihren Reiz. Anfangs meint man noch, dass es sich bei Die Elixiere des Teufels um einen okkulten Horror handelt, verbunden mit Elementen des Verschwörungsthrillers, wenn es um verborgene Relikte geht, welche die Kirche versteckt. Doch das religiöse Umfeld spielt nur bedingt eine Rolle. Wichtiger ist hier das Motiv des bösen Doppelgängers, das immer mal wieder in Thrillern oder Horrorgeschichten zum Einsatz kommt. Ähnlich zum mehrere Jahrzehnte später erschienenen Klassiker Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde von Robert Louis Stevenson hat der Protagonist eine gute und eine böse Seite. Während die gute hier ein frommer Mönch ist, ist der andere ein wahnsinniger Mörder. Wobei der Film nie ganz aufklärt, was nun wirklich stimmt und real ist.

Spannend, aber nicht sehr anspruchsvoll

Daraus hätte man prinzipiell etwas sehr Mysteriöses machen können, bei dem viel mit Ebenen gespielt wird und auch psychologische Fragen gestellt werden. Stattdessen hat Regisseur und Drehbuchautor Manfred Purzer daraus ein Werk gemacht, das überwiegend von der Spannung lebt, was wohl als nächstes geschehen wird. Dabei lässt er sich gut Zeit. Bis in Die Elixiere des Teufels wirklich mal etwas geschieht, welches die Bezeichnung Horror verdient, vergeht eine ganze Weile. Dafür spitzt sich die Situation mit der Zeit immer weiter zu, eskaliert böse, bis von allen Seiten Gefahr droht. Anders, als man bei dem Szenario erwarten sollte, gibt es zudem andere antagonistische Kräfte, wenn es zu Machtkämpfen in der Kirche kommt.

Das mag zwar nicht so wirklich anspruchsvoll sein, funktioniert aber ganz gut. Eine Stärke ist dabei Hauptdarsteller Dieter Laser, der in einer Art Doppelrolle seine Vielseitigkeit unter Beweis stellen darf. Hinzu kommen ein paar stimmungsvolle Settings, wenn wir uns erst in dem Kloster aufhalten und später auf Reise gehen. Das reicht dann aus, um sich einen gemütlich-schaurigen Abend auf der Couch zu machen, wenn Die Elixiere des Teufels wie aktuell zum Geburtstag des Autors mal wieder im Fernsehen läuft. Denn anderweitig ist es schwierig, ihn noch irgendwo sehen zu können. Ein Horror-Geheimtipp, den man unbedingt gesehen haben sollte, ist das aber nicht.

Credits

OT: „Die Elixiere des Teufels“
Land: Deutschland
Jahr: 1976
Regie: Manfred Purzer
Drehbuch: Manfred Purzer
Vorlage:  E. T. A. Hoffmann
Musik: Hans-Martin Majewski
Kamera: Holger Jungnickel
Besetzung: Dieter Laser, Sylvia Manas, Peter Brogle, Rudolf Fernau, Christine Buchegger, Karl-Maria Schley, Martin Rosen

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Die Elixiere des Teufels (1976)
fazit
Basierend auf dem gleichnamigen Romanklassiker erzählt „Die Elixiere des Teufels“ von einem Mönch, der aus einer rätselhaften Flasche trinkt und damit das Böse in sich heraufbeschwört. Daraus hätte man ein psychologisch vielschichtiges Werk machen können. Stattdessen ist das ein eher einfacher Horrorfilm, der nach einem gemächlichen Start von der Spannung lebt, was noch alles geschehen wird.
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