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© ARD Degeto/Roland Suso Richter

Die Diplomatin: Tödliches Alibi

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„Die Diplomatin: Tödliches Alibi“ // Deutschland-Start: 7. November 2020 (Das Erste)

Inhalt / Kritik

Viele Hoffnungen sind an das neue Projekt rund um künstliche Intelligenz geknüpft, das mit deutscher und tschechischer Beteiligung entstehen soll. Als sich bei der Präsentation von Staatssekretärin Lenka Zdenek (Andrea Osvart) herausstellt, dass es Probleme gibt und das komplette Projekt sterben könnte, ist der Schock groß. Nun muss die Diplomatin Karla Lorenz (Natalia Wörner) hinter den Kulissen nach einem Weg suchen, die Sache doch noch zu retten. Gleichzeitig gibt es Ärger um den zuständigen Ministerialbeamten Daniel Stokr (Stipe Erceg), denn der soll in eine Fahrerflucht verwickelt sein, nachdem er einen Jungen überfahren hat und dieser seinen Verletzungen erlegen ist. Kommissar Jan Horava (Alexander Beyer) versucht, die Schuld zu beweisen. Die Sache hat aber einen Haken: Der Mann war zur Zeit des Unfalls ausgerechnet mit Lorenz zusammen …

Zwei Stränge müssen gelöst werden

Natalia Wörner und Krimi? Da dürften die meisten an Unter anderen Umständen denken. Schließlich ist die Schauspielerin bereits 24 Mal in die Rolle der Kommissarin geschlüpft, wo sie meistens Morde aufklären muss. Etwas weniger bekannt und deutlich weniger produktiv ist eine andere Reihe mit dem Titel Die Diplomatin. Zuletzt war diese im Vatikan unterwegs, mit Tod einer Nonne wurde der bislang achte Film gezeigt. Die Filme unterscheiden sich von dem anderen Krimidauerbrenner durch eine stärkere politische Ausrichtung, die mit dem Beruf der Protagonistin einhergeht. Das zeigt auch Tödliches Alibi von 2020, der fünfte Teil der 2016 gestarteten ARD-Reihe um eine deutsche Abgesandte, die es im Ausland mit kniffligen Geschichten zu tun bekommt.

Der Film erzählt dabei zwei Stränge parallel. Der eine wird bereits im Titel vorweggenommen und handelt von der Fahrerflucht. Dieser ist auf den ersten Blick eindeutig: Wenn die Protagonistin dem Beschuldigten ein Alibi gibt, dann muss das Hand und Fuß haben. Dass diese lügt, ist schließlich ausgeschlossen. Doch das bedeutet auch, dass eine andere Erklärung gesucht werden muss. Das klingt ein wenig wie ein Whodunnit, ist aber nur bedingt einer. Schließlich gibt Die Diplomatin: Tödliches Alibi vor der Auflösung keine Hinweise darauf, wer es denn stattdessen gewesen sein könnte. Stattdessen beschäftigt sich der Film mit der Frage, ob sich Lorenz vielleicht auch irren könnte. Und dann werden da noch Hinweise gestreut, dass Stokr nicht die ganze Wahrheit sagt und er das eine oder andere verbirgt. Offen ist jedoch, ob dies mit dem Unfall zu tun hat oder nicht.

Nicht interessant

Ein bisschen rätseln darf man dann zwar schon. Tatsächlich spannend wird der Film dabei aber nicht, man quält sich ein wenig dem Ende entgegen. Die Sache mit dem Projekt, das eine große Hoffnung ist und nun vor dem Aus steht, ist auch nicht besser geworden. Grundsätzlich hatte das Thema schon Potenzial, wenn verschiedenste Themen angesprochen werden an der Schnittschnelle aus Wirtschaft und Politik. Viel gemacht wird daraus aber nicht. Zum einen arbeitet Die Diplomatin: Tödliches Alibi da mit diversen Klischees, anstatt wirklich etwas zu sagen. Zum anderen ist die Auflösung ziemlich schwach – was auf beide Geschichten zutrifft.

Am ehesten kann man sich den Film noch der zwischenmenschlichen Komponente wegen anschauen. Zumindest bei den Figuren und ihren Verhältnissen wurde einiges versucht. Dabei konnte man sich auf das Ensemble verlassen, welches die Charaktere mit genügend Leben ausfüllt. Das schwierige Miteinander der Protagonistin mit dem tschechischen Kommissar etwa ist nicht schlecht geworden. Insgesamt kann man sich Die Diplomatin: Tödliches Alibi aber eher sparen. Die Geschichten dieser Reihe sind oft überzogen, ohne dabei etwas tatsächlich Interessantes zu erzählen. Bei manchen Teilen reicht das für einen durchschnittlichen Film. Hier dann nicht, wer nicht gerade ein großer Fan ist, kann sich das sparen.

Credits

OT: „Die Diplomatin: Tödliches Alibi“
Land: Deutschland
Jahr: 2020
Regie: Roland Suso Richter
Drehbuch: Christoph Busche
Musik: Chris Bremus
Kamera: Max Knauer
Besetzung: Natalia Wörner, Jannik Schümann, Alexander Beyer, Stipe Erceg, Andrea Osvárt, Michael Ihnow, Constantin von Jascheroff, Katharina Nesytowa

Bilder

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Die Diplomatin: Tödliches Alibi
fazit
In „Die Diplomatin: Tödliches Alibi“ muss die Protagonistin ein kriselndes Projekt retten, während ein Bekannter der Fahrerflucht verdächtigt wird. Das hatte prinzipiell schon Potenzial. Tatsächlich interessant ist der Film aber nicht, da man hierzu kaum etwas zu erzählen hat.
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