
Eigentlich hatte der Unternehmer Marius Troy (Jörg Kunze) nur eine Rede halten wollen. Doch sein Auftritt endet tödlich, als ihn jemand mit einer Armbrust erschießt. Dabei stellt sich heraus, dass diese aus dem Antiquitätenladen von Tara Moser (Edita Malovcic) stammt. Paul Böhmer (Jürgen Tonkel) verdächtigt diese dann auch des Mordes, was ein wenig pikant ist, ist sie doch die Freundin seines Kollegen Korbinian Kirchner (Jonathan Hutter), der sich mit ihr privat dort getroffen hat. Später rückt jedoch eine andere Frau in den Mittelpunkt der Ermittlungen. Die Unternehmerin Karen Ott (Amal Keller) fühlte sich von dem Mordopfer schlecht beraten und drohte diesem offen. Aber reicht das als Mordmotiv aus? Und wie sieht es mit Annika Troy (Wiebke Puls) aus, der Frau des Opfers?
Nie wirklich spannend
So langsam neigt sich die aktuelle 16. Staffel der liebten ZDF-Krimiserie Die Chefin dem Ende zu. Insgesamt sieben Folgen wird diese am Ende umfassen, mehr als die Hälfte davon wurde bereits ausgestrahlt. Zuletzt ging es in Die von der anderen Seite um einen straffälligen Jugendlichen, der ermordet wurde. Die Woche davor handelte Schattenkrieger von einem russischen Aktivisten, dessen Tod aufgeklärt werden muss. In der fünften Episode Falsche Schlange steht nun der Mord an einem Unternehmer auf dem Programm. Um gesellschaftliche und politische Themen macht die Folge einen Bogen, Kontroversen, wie man sie bei anderen Folgen manchmal hatte, sind dieses Mal sehr unwahrscheinlich.
Das wird die einen freuen, wenn sie diese Krimis primär schauen, um die Welt da draußen zu vergessen. Und eine Folge muss ja auch nicht gesellschaftlich relevant sein, damit sie einen fesselt. Hauptsache, sie ist spannend. Aber genau daran hapert es bei Die Chefin: Falsche Schlange. Von Anfang ist das hier ein bisschen öde, wenn der Mord zu einer Gerichtsverhandlung wird. Gegen Ende hin wird zwar noch einmal ein bisschen Gas gegeben und eine brenzlige Situation geschaffen. Die ist aber nicht genug, um die vorangegangene Stunde auszugleichen. Hinzu kommt, dass der Ausgang der besagten Situation auch mehr oder weniger feststeht, was dazu führt, dass die theoretische Spannung nie zu einer tatsächlichen wird.
Viel Drama
Immerhin: Es gibt bei der Auflösung eine Wendung, die wirklich etwas überraschend kommt. Ansonsten ist Die Chefin: Falsche Schlange als Krimi aber unauffällig bis uninteressant. Stattdessen gibt es wieder einiges an Drama. Dass es durch Kirchner eine persönliche Verbindung zu dem Fall gibt, ist schon nicht so toll, selbst wenn das relativ schnell wieder fallengelassen wird. Ein bisschen albern ist die Geschichte auch, so richtig ernstnehmen kann man das nicht. Insgesamt ist das daher eine Folge, die man eher ignorieren kann. Nächste Woche geht es in Wer bin ich? um eine 80-jährige Influencerin, die ermordet wird.
OT: „Die Chefin: Falsche Schlange“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Andreas Senn
Drehbuch: Uwe Kossmann, Markus Hoffmann
Musik: Johannes Brandt
Kamera: Michal Grabowski
Besetzung: Katharina Böhm, Jonathan Hutter, Jürgen Tonkel, Wiebke Puls, Patrick Güldenberg, Amal Keller, Waldemar Kobus, Martin Rapold, Edita Malovcic
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