
Als der Teenager Adil Assam (Mochles Nassery) ermordet aufgefunden wird, ist der Schock groß. Wer könnte das nur getan haben? Vera Lanz (Katharina Böhm), Paul Böhmer (Jürgen Tonkel) und Korbinian Kirchner (Jonathan Hutter) versuchen eben das herauszufinden und stoßen dabei auf die Kiosk-Besitzerin Anna Zeitler (Anna Grisebach). Denn die hatte sich mehrfach bei Überfällen mit einer Gaspistole verteidigt. Und Spuren einer solchen wurden am Opfer gefunden. Oder könnte eventuell Radu Popescu (Adin Kudic) damit zusammenhängen, der ein enger Freund des Opfers war und selbst im Verdacht steht, an dem Überfall beteiligt gewesen zu sein? Und was hat es mit Maximilian Friedberg (Ruben Meiller) auf sich, dem neuen Freund von Adils Ex Yasmin Nicolov (Eva Marlen Hirschburger)?
Klassischer Krimi
Und weiter geht es mit Die Chefin. Mehrere Folgen der aktuellen 16. Staffel der Krimiserie hat das ZDF bereits ausgestrahlt. Vergangene Woche ging es in Schattenkrieger um den Mord an einem russischen Aktivisten. Davor hatte es in Mittel zum Zweck einen Öko-Aktivisten erwischt. Wer deswegen befürchtet hat, man habe sich jetzt ganz auf Aktivisten eingeschossen, wird in Die von der anderen Seite eines Besseren belehrt. In der vierten von sieben geplanten Folgen der besagten Staffel ist es ein Kleinverbrecher, der getötet wird. Eine gesellschaftliche oder politische Note braucht man hier deswegen nicht zu suchen, man konzentriert sich auf eine gewöhnliche Mörderjagd.
Die Episode folgt dabei dem gewohnten Whodunit-Prinzip, wenn das Trio herausfinden muss, wer den Mord begangen hat – und das gesamte Publikum dabei vor den Fernsehern miträtseln darf. Das Szenario ist dabei etwas anders, als man es aus vielen Folgen gewohnt ist. Zumindest die Sache mit der Kiosk-Besitzerin, die den Angreifer vielleicht gezielt gejagt haben könnte, ist mal ein neuer Ansatz, auch wenn das Motiv nicht das naheliegendste ist. Die anderen, die einem in Die Chefin: Die von der anderen Seite angeboten werden, sind gemischt. Manche sind langweilig, weil ziemlich einfallslos. Andere muss man nicht unbedingt nachvollziehen können. In der Hinsicht schwächelt die Folge also schon ein wenig.
Interessante Auflösung
Dennoch ist sie besser geworden als die diversen mäßigen Beispiele der letzten Wochen, welche nicht unbedingt Lust darauf machten, auch weiterhin am Ball zu bleiben. So ist die Auflösung ganz interessant geworden, weil sie mit einem Clou aufwartet, den wohl die wenigsten vorhersehen werden. Der Gipfel der Krimikunst ist das dann zwar nicht. Aber es ist schon irgendwie ganz nett geworden, weshalb man sich Die Chefin: Die von der anderen Seite durchaus anschauen kann. Nächste Woche geht es in Falsche Schlange um eine Ex-Unternehmerin, die im Verdacht steht, einen Berater getötet zu haben.
OT: „Die Chefin: Die von der anderen Seite“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Janis Rebecca Rattenni
Drehbuch: Catrin Lüth , Ruth Rehmet
Musik: Rickie Lee Kroell
Kamera: Matthias Papenmeier
Besetzung: Katharina Böhm, Jonathan Hutter, Jürgen Tonkel, Demet Gül, Tareq Nassery, Anna Grisebach, Jochen Paletschek, Adin Kudic
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