Charlotte Link Die Entscheidung Tv Fernsehen Das Erste ARD Streamen online Mediathek Video on Demand DVD kaufen
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Charlotte Link: Die Entscheidung

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„Charlotte Link: Die Entscheidung“ // Deutschland-Start: 9. Januar 2020 (Das Erste) // 27. September 2024 (DVD)

Inhalt / Kritik

Als Simon Lemberger (Felix Klare) Urlaub in Marseille macht, trifft er dabei Nathalie Boudin (Jasna Fritzi Bauer), die bei einem Einbruch in eine Ferienanlage erwischt wurde. Spontan beschließt er, der jungen Frau zu helfen, die dadurch in einer Bredouille steckt. Dabei ahnt er jedoch noch nicht, was dies für ihn bedeuten wird. Denn kurze Zeit später ist ein Mädchenhändlerring den beiden auf der Spur, weil sie Nathalies untergetauchten Freund Jerome Deville (Frederick Lau) suchen. Und als wäre das nicht schon kompliziert genug, ist auch Kommissarin Rosarde (Jeanette Hain) und die Pariser Polizei hinter Deville her, weil er unter Verdacht steht, seine Exfreundin ermordet zu haben …

Mehr Thriller als Krimi

Auch wenn Charlotte Link im Laufe ihrer Karriere andere Bücher geschrieben hat, dürften die meisten sie doch primär mit dem Krimigenre in Verbindung bringen. Ein Grund hierfür sind die zahlreichen Adaptionen, die seit 1993 fürs deutsche Fernsehen entstanden sind und die eben das Lieblingsgenre des hiesigen TV-Publikums bieten. Aktuell sind es die Geschichten um die Polizistin Kate Linville, mit denen das Publikum angesprochen werden soll. Mit Die Suche, Ohne Schuld und Einsame Nacht sind da bereits drei Titel erschienen, die jeweils mit dieser besagten Protagonistin arbeiten. Direkt davor wurde Anfang 2020 mit Die Entscheidung ein Film gezeigt, der nicht Teil einer Reihe ist, sondern für sich selbst steht. Eine Fortsetzung wird es daher nicht geben.

Tatsächlich steht hier ausnahmsweise auch mal niemand von der Polizei im Mittelpunkt. Ganz wird zwar nicht darauf verzichtet, mit Rosarde gibt es schon eine klassische Ermittlerin. Erzählt wird die Geschichte aber primär aus der Sicht des deutschen Urlaubers und seiner Zufallsbekanntschaft, die gemeinsam auf der Flucht sind. Dabei muss weniger gerätselt werden als sonst. Wo es meistens dann doch darum geht, dass nach einem Verbrechen der Täter oder die Täterin gefunden werden muss, gibt es in Charlotte Link: Die Entscheidung nichts Vergleichbares. Ein bisschen rätseln ist zwar schon angesagt, wenn sich früh die Ereignisse überschlagen und Lemberger nicht weiß, wie ihm geschieht. Aber das wird vergleichsweise früh aufgeklärt, weshalb der Film doch eher Thriller als Krimi ist. Da geht es um die Flucht und Gefahr, nicht um das Ermitteln an sich.

Wenig interessante Geschichte

Der Film greift dabei auf ein im Thrillergenre beliebtes Szenario zurück: Eine unbescholtene Hauptfigur, die bislang ein ganz normales Leben geführt hat, wird in eine gefährliche Geschichte hineingezogen und muss nun irgendwie wieder rauskommen. Das ist nicht sonderlich originell, viele Filme machen das so. Aber es funktioniert. Glücklicherweise verzichtet Charlotte Link: Die Entscheidung darauf, den Protagonisten zu einem Superhelden mutieren zu lassen, der ganz allein mit den Feinden klarkommt. Er ist vielmehr überfordert mit dem Ganzen. Der Film legt dabei größeren Wert auf die Dynamik zwischen den beiden Hauptfiguren, die sich im Laufe der anderthalb Stunden näherkommen, ohne dass daraus eine Romanze gemacht wird. Insgesamt klappt das ganz gut, vor allem wegen der versierten Besetzung.

Die Geschichte selbst ist dabei jedoch nur wenig interessant. Mal wieder geht es um Menschenhändler, ein in den letzten Jahren sehr oft verwendetes Milieu. Dabei wird dann auch auf jegliche Ambivalenzen oder Nuancen verzichtet. Wo man sich bei den Hauptfiguren noch darüber streiten kann, ob sie jetzt tatsächlich gut sind, gibt es auf der Gegenseite nur die üblichen Stereotype. Das darf einem natürlich reichen, man muss an einen Krimi nicht den Anspruch haben, mit spannenden Charakteren zu hantieren. Wären da aber nicht die bekannten Schauspieler und Schauspielerinnen, da wäre praktisch nichts in Charlotte Link: Die Entscheidung, woran man sich im Anschluss erinnern müsste. Das Ergebnis kann man sich schon anschauen. Man kann es aber auch bleiben lassen, gesehen haben muss man das hier sicher nicht.

Credits

OT: „Charlotte Link: Die Entscheidung“
Land: Deutschland
Jahr: 2019
Regie: Sven Fehrensen
Drehbuch: Andreas Linke
Vorlage: Charlotte Link
Musik: Florian Tessloff
Kamera: Friederike Heß
Besetzung: Felix Klare, Jasna Fritzi Bauer, Frederick Lau, Lina Wendel, Jeanette Hain, Christian Kuchenbuch, Antoine Oppenheim, Theresa Underberg

Bilder

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Charlotte Link: Die Entscheidung
fazit
In „Charlotte Link: Die Entscheidung“ hilft ein Urlauber einer Frau und wird dadurch in eine gefährliche Angelegenheit hineingezogen. Die Besetzung ist prominent, die Konstellation ungewöhnlich. Die Geschichte um Menschenhändler ist jedoch wenig interessant, weshalb man diesen Krimi nicht unbedingt gesehen haben muss.
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