Firenado
© Plaion Pictures

Firenado

Firenado
„Firenado“ // Deutschland-Start: 28. März 2024 (DVD / Blu-ray)

Inhalt / Kritik

Die Freude war groß bei Dr. Devlin (Toby Wynn-Davies), als er die Entwicklung seines Geräts abgeschlossen hat, mit dem er Tornados kontrollieren will. Wie viele Menschenleben er damit retten kann! Dummerweise geht dabei aber schief, was nur schiefgehen kann. Nicht nur, dass er die Kontrolle über den Tornado verliert. Dieser fängt daraufhin sogar Feuer und droht nun, das ganze Land in Schutt und Asche zu legen. Während Devlin und sein Team alles versuchen, um die Menschen zu schützen, sieht eine Gangsterbande in der Katastrophe großes Potenzial. So will diese das Chaos nutzen, um den Mafia-Buchhalter Pierce Moore (Daniel Godfrey) auszurauben, und sorgt damit für eine weitere große Gefahr …

Eine feurige Katastrophe

Natürlich war Winnie the Pooh: Blood and Honey ein schlechter Film. Die Idee, aus dem beliebten Kinderbuch einen Horrorstreifen zu machen, war nicht nur billig. Das Ergebnis machte zudem keinen Spaß, weil er es nicht verstand, das Trash-Potenzial für sich zu nutzen. Offensichtlich fand der Film aber eine Menge Zuspruch. Nicht nur, dass bereits ein Jahr später ein zweiter Teil ansteht. Die hiesigen Verleihe kramen zudem diverse ältere Titel der Kreativen hinter der Katastrophe aus und bringen diese mit Verspätung nach Deutschland. Gerade erst ist mit Area 51 – Das Alien-Portal ein vergleichsweise gelungener Horror-Science-Fiction-Film des Regisseurs Rhys Frake-Waterfield erschienen, der das obige Machwerk zu verantworten hat. Mit Firenado kommt nun ein weiterer Beitrag des Filmemachers heraus, der wie die Alieninvasion von 2022 stammt.

Dieses Mal hat Frake-Waterfield aber nichts mit dem Drehbuch zu tun, das wurde von Tom Jolliffe geschrieben. Den Regiestuhl teilte er sich zudem mit Scott Chambers. Die drei kennen sich gut, das Skript zu Area 51 hatten sie noch zusammen verfasst. Wer jedoch hofft, dass Firenado auch dessen Qualität hat, wird enttäuscht. War der Kampf gegen Außerirdische ein immerhin mäßiger Film, ist das hier mal wieder eine Katastrophe – und das nicht nur, weil es um einen Tornado geht. Wobei dieser natürlich kein regulärer Tornado ist, das kündigt der Titel bereits an. Dieser Tornado brennt. Das klingt erst einmal nach ziemlichem Trash. Tatsächlich gibt es Feuertornados aber: Diese könne etwa bei Großbränden entstehen und mehrere Kilometer hoch werden. Ein richtig verheerendes Phänomen also, das eigentlich wie gemacht ist für einen Katastrophenfilm.

Doppelte Gefahr, keine Spannung

Dummerweise hatte man bei der britischen Produktion aber nicht das notwendige Geld, um diesem Phänomen gerecht zu werden. Also sieht man den Firenado so gut wie nie. Und wenn er doch mal im Bild ist, sieht das so künstlich aus, dass es eher Gelächter provozieren dürfte als Spannung. Damit das nicht ganz so sehr auffällt, hat das Team eine zweite Geschichte ausgedacht, indem es die besagte Gang auf Beutetour schickt. Mit dem Feuerwind hat das nicht direkt etwas zu tun, der ist nur ein Vorwand. Zwischenzeitlich gerät er auch ziemlich in Vergessenheit. Was zunächst einen Katastrophenfilm erwarten lässt, entpuppt sich nach kurzer Zeit als Krimithriller, der überwiegend von dem Überfall und dem Kampf gegen die Verbrecher erzählt.

Wenn dieser wenigstens spannend wäre. Aber wie bei so vielen dieser Low-Budget-Geschichten hatte man nicht die Mittel, um packende Actionszenen einzubauen. Da passiert dann oft nichts, man begnügt sich damit, dass die Gangster betont bedrohlich auftreten. Da meint man manchmal, es mit einer Produktion der kultigen Trashschmiede The Asylum zu tun zu haben, wo ebenfalls Dialoge die Handlung ersetzen, weil das billiger ist, während alle so tun, als würde drumherum etwas geschehen. Wo die Könige des Mockbuster zumindest manchmal aber noch völlig groteske Einfälle haben, wofür sich das Einschalten lohnt, ist bei Firenado nichts zu holen. Trotz tödlichen Sturms und brutaler Gangster ist die Wahrscheinlichkeit am höchsten, der Langeweile zum Opfer zu fallen.

Credits

OT: „Firenado“
Land: UK
Jahr: 2022
Regie: Scott Chambers, Rhys Frake-Waterfield
Drehbuch: Tom Jolliffe
Musik: James Cox
Kamera: Vince Knight
Besetzung: Nicola Wright, Sian Altman, Toby Wynn-Davies, Daniel Godfrey, Derek Miller, Jamie Robertson, Matthew Marcelis, Clint Gordon, Martin Foreman

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Firenado
fazit
Ein brennender Tornado? Das Phänomen gibt es wirklich und würde sich für einen Katastrophenfilm anbieten. Bei der Billigproduktion „Firenado“ fehlte aber das notwendige Geld, weshalb der Sturm selten zu sehen ist und schrecklich aussieht. Stattdessen ist das hier über weite Strecken ein Krimithriller, der ebenso langweilig ist.
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