
Eigentlich waren die Leute in Feierstimmung, will doch Thor Rossing seine neue Skulptur enthüllen. Dann aber bricht der Künstler tot zusammen, jemand hat ihn zuvor erstochen. Wer könnte diese brutale Tat nur begangen haben? Und der nächste Schock lässt nicht lange auf sich warten, da jemand sämtliche Kunstwerke des Toten aus der Ausstellung gestohlen hat. Unklar ist dabei, ob die beiden Verbrechen in einem Zusammenhang stehen oder es reiner Zufall ist. Dan (Peter Mygind) und Flemming (André Babikian) wollen eben das herausfinden und schauen sich dafür im privaten wie beruflichen Umfeld um. Und tatsächlich gibt es mehrere Leute, die sich verdächtig verhalten …
Die übliche Formel
Der nächste Film von Dan Sommerdahl – Tödliche Idylle ist da. Zwei Folgen der sechsten Staffel der beliebten dänisch-deutschen Krimireihe hat das ZDF bereits ausgestrahlt. Bei Tödlicher Ehrgeiz musste der Tod einer ehemaligen Profisurferin und Influencerin aufgeklärt werden. Danach ging es in Miss Sunshine um eine Schönheitskönigin, die vom Dach gestoßen wurde. Mit Der Patriarch kommt nun die dritte Episode der besagten Staffel, eine weitere steht noch an. Wer die vorherigen Teile gesehen hat, weiß dabei ziemlich genau, was einen hier erwartet. Man pflegt da schließlich seit Langem eine Formel, welche der Reihe offensichtlich genug Fans eingebracht hat, um Jahr für Jahr neue Geschichten zu erzählen.
So ist das hier wieder ein ganz klassischer Krimi, bei dem das Publikum miträtseln darf, wer ein Verbrechen begangen hat. Erneut startet die Geschichte damit, dass eine Leiche entdeckt wird. Dan Sommerdahl – Tödliche Idylle: Der Patriarch führt dabei noch einen weiteren Trend fort, wenn es erneut eine berühmte Person erwischt hat. Offensichtlich hält man bei dieser Reihe nichts davon, auch einfach mal jemanden zu nehmen, der ein ganz normales Leben führt. Nach Influencerin und Model hat es jetzt einen Künstler erwischt. Die größte Neuerung ist da noch, dass es mal einen Mann erwischt hat. Wobei der neue Fall zumindest insofern etwas interessanter ist, weil da noch die Sache mit den gestohlenen Bildern ist und länger unklar ist, ob wir es mit einem oder zwei voneinander unabhängigen Fällen zu tun haben.
Fragwürdig und zu dramatisch
Zeitweise versucht man sich sogar daran, aus dem Ganzen einen Thriller zu machen. Wenn Dan und Flemming versuchen, zusammen mit Nadia (Lise Baastrup) die Diebe zu schnappen, wird es sogar ein bisschen brenzlig. Viel Spannung sollte man dabei aber nicht erwarten, zumal die Polizei eh nicht immer wirklich kompetent wirkt. Und dann wäre da noch die Sache, dass Regeln und Gesetze gern mal beiseitegeschoben werden, wenn diese lästig werden. Das ist doch ein wenig fragwürdig, was die Reihe in den letzten Folgen betrieben hat. Die Auflösung ist bei Dan Sommerdahl – Tödliche Idylle: Der Patriarch zudem erneut eher schwach. Da wird dasselbe Prinzip wie in den letzten Folgen übernommen, ohne dass versucht wird, auch mal etwas anderes zu machen. Und als wäre das nicht schlimm genug, ergibt das nicht einmal Sinn.
Hinzu kommt mal wieder der enorm hohe Dramaanteil. Die Reihe führt die Tradition fort, zuweilen mehr Seifenoper als Krimi zu sein. Lange betraf das das Liebesdreieck um die drei Hauptfiguren, später kam Josefine (Maibritt Saerens) hinzu. Und jetzt eben ihre beiden Stiefkinder, die sie seit dem letzten Mal illegal bei sich haben. Wer Gefallen an solchen Dramen hat, kann es natürlich hiermit versuchen. Als Genrebeitrag ist das aber wieder mäßig geworden, teilweise nervt es, wie in Dan Sommerdahl – Tödliche Idylle: Der Patriarch alles so umständlich und aufgebauscht wird, mit völlig überflüssigen Konflikten. Da werden einfach falsche Schwerpunkte gelegt. Nächstes Mal geht es in der letzten Folge Die Enttäuschung um einen ermordeten Krebsforscher.
OT: „Sommerdahl: Kunstigt“
Land: Dänemark, Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Annika Appelin
Drehbuch: Lolita Bellstar, Christine Exner, Lars K. Andersen, Bastian Laigaard
Vorlage: Anna Grue
Musik: Jeppe Kaas
Kamera: Rasmus Arrildt
Besetzung: Peter Mygind, André Babikian, Laura Drasbæk, Lise Baastrup, Maibritt Saerens, Lotte Andersen, Mia Helene Højgaard, Mathias Käki Jørgensen, Caspar Phillipson, Ali Al-Bayate, Adm Qasem, Farouk Abdulrahim, Benedikte Hansen, Louis Bodnia Andersen
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