Sonntagnachmittagsblues – Staffel 1 Quelqu'un devrait interdire les dimanches après-midi Tv Fernsehen arte Streamen online Mediathek Video on Demand DVD kaufen
© Carole Bethuel

Sonntagnachmittagsblues – Staffel 1

Sonntagnachmittagsblues – Staffel 1 Quelqu'un devrait interdire les dimanches après-midi Tv Fernsehen arte Streamen online Mediathek Video on Demand DVD kaufen
„Sonntagnachmittagsblues“ // Deutschland-Start: 19. März 2026 (arte)

Inhalt / Kritik

Louise (Liv Henneguier) hat einen Traum: Sie möchte sich als Regisseurin einen Namen machen! Dafür muss sie es aber erst einmal schaffen, ihren ersten Film zu drehen. Zu diesem Zweck lässt sie ihre Heimatstadt Limoges hinter sich, um in Paris diesen Traum zu erfüllen. Aber das ist schwieriger als gedacht. Schon das mit der Unterkunft gestaltet sich schwierig, sie landet in einem Hostel, wo sie in einem Zehner-Schlafsaal schlafen soll. Das ist für sie aber unerträglich. Glück im Unglück: Sie lernt die Kellnerin Charlie (Clara Bretheau) kennen und zieht bald mit ihr und Nelson (Théo Christine) in eine WG. Dort pflegen sie ein ganz eigenes Ritual, um dem Sonntag zu begegnen. Aber auch dieses schützt sie nicht davor, eine Reihe von schwierigen Erfahrungen zu machen …

Junge Träume

Serien sind ein fester Bestandteil des Programms von arte. Jeden Donnerstag am späten Abend strahlt der Sender Produktionen aus der ganzen Welt aus, mit einem starken Fokus auf europäische Titel. Zuletzt war in diesem Rahmen der schweizerisch-italienische Beitrag Das Caravaggio-Komplott zu sehen, bei dem es um den legendären Raub eines Bildes sowie einen verschwundenen Vater geht. Davor handelte das finnische All the Sins von einem Kommissar, der in seiner Heimat mysteriöse Morde aufklären muss. Sehr sehenswert war zudem The Danish Woman über eine ehemalige dänische Geheimagentin, die in ihrer neuen Wahlheimat Island nicht aus ihrer Haut kann. Die europäische Rundreise macht nun in Frankreich Halt, wo uns Sonntagnachmittagsblues in die WG dreier junger Menschen mitnimmt, die ihren Träumen hinterherjagen.

Zunächst sieht es danach aus, als wäre Louise die Hauptfigur, wenn wir durch sie in die Geschichte kommen und alle anderen Figuren kennenlernen. Bei ihr sind es vor allem die künstlerischen Ambitionen, von denen erzählt wird. Das bedeutet meistens, dass sie sich mit ihrem Mentor Ted Mackey (Tim Robbins) unterhält. Tatsächlich am Film gearbeitet wird zwar nicht, aber es gibt doch reichlich Diskussionen über Filme an sich und künstlerisches Arbeiten. Zu große Erwartungen sollte man aber nicht haben, da bleibt einiges plakativ, auch weil Louise gar nicht so viel zu sagen hat, wie sie immer denkt. Sonntagnachmittagsblues ist nicht dafür da, wirkliche Erkenntnisse zu dem Thema zu teilen. Es ist ja nicht einmal so, dass das als Denkanstoß viel beizutragen hätte.

Zwischen Heiterkeit und Melancholie

Aber es geht Regisseurin und Autorin Isabel Coixet (Elisa und Marcela, Der Buchladen der Florence Green) auch gar nicht darum, das Filmgeschäft als solches zu thematisieren. Dieses ist mehr ein Mittel zum Zweck, um etwas über die Figuren zu sagen. Zu dem Zweck wechselt der Fokus im Laufe der acht Folgen immer mal wieder, erzählt mal aus Sicht der einen, mal aus der einer anderen Person. Sonntagnachmittagsblues wechselt dabei auch die Tonalität. Manchmal ist es humorvoll, was hier geschieht. Anderes ist tragisch oder zumindest melancholisch, passend zu dem Titel. Wobei die Serie in beide Richtungen eher zurückgenommen ist. Man wird beim Anschauen weder laut auflachen noch hemmungslos weinen.

Schön anzusehen ist sie aber. Es gelingt Coixet ganz gut, aus der Sicht junger Menschen von einer Suche zu erzählen, persönlichen wie beruflichen. In mancher Hinsicht wissen sie genau, was sie wollen und folgen ihren Zielen. Zwischendurch kommen sie aber auch ins Straucheln, wissen nicht wirklich, was sie tun sollen, und wirken eher getrieben. Das ist nicht immer kompetent. Es ist nicht einmal unbedingt sympathisch, wie sich das Trio verhält. Aber es ist doch so menschlich, dass man sich an der einen oder anderen Stelle selbst darin wiederfinden kann. Sonntagnachmittagsblues ist so eine ganz schöne Serie geworden über die Herausforderungen und Chancen, welche das Leben so bereithält. Am Ende warten dann zwar vielleicht keine bahnbrechenden Erkenntnisse. Aber man war doch gern dabei, wie die drei durch die Gegend stolpern.

Credits

OT: „Quelqu’un devrait interdire les dimanches après-midi“
Land: Frankreich
Jahr: 2026
Regie: Isabel Coixet
Drehbuch: Isabel Coixet
Musik: Nicolas Mantoux, November Ultra
Kamera: Jean-Claude Larrieu
Besetzung: Liv Henneguier, Clara Bretheau, Théo Christine, Jeanne Balibar, Tim Robbins, Louise Follain, Charles Gabriel, Mathieu Lourdel, Franc Bruneau, Bénédicte Dessombz

Bilder

Trailer

Kaufen / Streamen

Bei diesen Links handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision, ohne dass für euch Mehrkosten entstehen. Auf diese Weise könnt ihr unsere Seite unterstützen.




(Anzeige)

Sonntagnachmittagsblues – Staffel 1
fazit
„Sonntagnachmittagsblues“ erzählt von drei jungen Menschen, die sich in Paris eine WG teilen und ihren Träumen nachlaufen. Die tragikomische Serie ist dabei zurückgenommen, aber doch ganz schön. Man ist gern dabei, wie das Trio durch die Gegend stolpert, mal genau weiß, was es will, und mal völlig überfordert ist.
Leserwertung0 Bewertungen
0
7
von 10