
Für Mark Scherler (Timo Jacobs) gab es nur seine Gesundheit. Er tat wirklich alles dafür, um möglichst lang zu leben und jung zu bleiben, investierte viel Zeit und Geld. Am Ende hat es ihm aber nicht viel gebracht, mit gerade einmal 51 Jahren verstirbt der Fitnesscoach in einem Eisbad. Zunächst sieht es danach aus, als sei er an einem Schlaganfall gestorben, wie bereits andere in seiner Familie. Ina Zimmermann (Melanie Marschke), Kim Nowak (Amy Mußul) und Moritz Brenner (Johannes Hendrik Langer) ermitteln dennoch und befragen daher auch Ayla (Selda Kaya) und Zeki Scherler (Lorenz Grabow), Frau und Sohn des Verstorbenen. Die beiden geben an, nichts von dem Vorfall mitbekommen zu haben. Bald stellt sich jedoch heraus, dass an der Geschichte etwas nicht stimmt …
Der Kampf gegen den Tod
So langsam geht es bei der 26. Staffel von SOKO Leipzig auf das Ende zu. Endlich, werden sich manche denken, da die Qualität der Folgen zuletzt zu wünschen übrigließ. Richtig schlecht war kürzlich Disco Kind, wo Männer aus einer forensischen Klinik ausbrechen. Etwas besser fiel anschließend Jakobs Weg aus, wo geklärt werden muss, ob ein Mann wie angegeben wandern ist oder vielleicht doch ermordet. Wäre da nur nicht das bescheuerte Ende. Mit Unsterblich geht es nun erneut bergauf. Zumindest teilweise ist die 23. Folge der Staffel ganz ordentlich geworden, mit interessanten Figuren und einer wendungsreichen Geschichte, die einem im Anschluss noch eine Weile im Kopf herumspukt.
Die Figur des mittelalten Unternehmers, der Himmel und Hölle in Bewegung setzt, um länger jung zu bleiben, könnte die einen oder anderen an den Fall von Bryan Johnson erinnern, der vor einiger Zeit in den Nachrichten war und auch in der Netflix-Doku Don’t Die: Der Mann, der unsterblich sein will behandelt wird. Nicht nur dass Darsteller Timo Jacobs diesem durchaus ähnlich sieht. Auch beim Drumherum gibt es Gemeinsamkeiten – etwa, wenn der eigene Sohn Blut spenden soll, damit der Vater jung bleibt. SOKO Leipzig: Unsterblich verbindet das aber mit Tragik, wenn der Kampf gegen das Altern nicht einfach nur aus Eitelkeit geschieht. Der Vater des Toten starb selbst mit 51 Jahren an einem Schlaganfall, was den Sohn dann so traumatisiert hat, dass er alles versucht, um dieses Alter zu übertreffen.
Tragische Folge
Überhaupt ist die Folge recht tragisch geworden, wenn sich herausstellt, was da alles geschehen ist. Die Geschichte selbst ist dabei zwar schon irgendwie abgefahren, die Figuren haben teilweise einen Knall. Aber ist es doch auch interessant, mit ihnen in die Abgründe zu gehen. Weniger gelungen sind die Passagen, wenn es in SOKO Leipzig: Unsterblich mal wieder darum geht, wie das Team mit dem Tod von Jan zu kämpfen hat, der vor einigen Folgen erschossen wurde. Auf der einen Seite ist es verständlich, dass der Verlust eines langjährigen Mitglieds Spuren hinterlässt. Man neigt an der Stelle aber schon sehr zur Theatralik, was eher nervt als bewegt. Nächstes Mal geht es im Staffelfinale Die Zeit heilt alle Wunden um einen Mann, der aus dem Gefängnis freikommt.
OT: „SOKO Leipzig: Unsterblich“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Jörg Mielich
Drehbuch: Luci van Org
Musik: Laura Röhniß
Kamera: Henning Jessel
Besetzung: Melanie Marschke, Amy Mußul, Johannes Hendrik Langer, Daniel Steiner, Anna Stieblich, Selda Kaya, Lorenz Grabow, Timo Jacobs, Ina Jaich
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