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Louma – Familie ist kein Kinderspiel

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„Louma – Familie ist kein Kinderspiel“ // Deutschland-Start: 25. März 2026 (Das Erste)

Inhalt / Kritik

Eigentlich hatten Lou (Marie Nasemann) und Tristan (Trystan Pütter) ihr Leben lang zusammenbleiben wollen. Doch die Ehe scheitert: Lou trennt sich von ihrem Mann und kommt stattdessen mit Mo (Timur Isik) zusammen, die beiden Kinder nimmt sie mit. Später bekommt das Paar noch zwei eigene Kinder. Als Lou eines Tages bei einem Unfall stirbt, setzt Mo alles daran, dass die vier Halbgeschwister zusammenbleiben können, also Toni (Lola Höller) und Fabi (Noél Gabriel Kipp) aus der ersten Ehe, Fritte (Emily Kaiser) und Nano (Michel Koch) aus der zweiten. Doch da steht plötzlich Tristan vor der Tür und will sich nun um seine beiden Kinder kümmern – was nicht nur bei den zwei auf wenig Gegenliebe stößt. Auch beim Rest der Familie stehen turbulente Zeiten an …

Wieder Konflikte in einer Familie

Zurzeit werden am Mittwochabend im Fernsehen bevorzugt Komödien ausgestrahlt. Da war beispielsweise Makellos – Eine kurze Welle des Glücks über eine verheiratete Frau im fortgeschrittenen Alter, die sich vernachlässigt fühlt und in einen jüngeren Callboy verliebt. Bei So haben wir dich nicht erzogen will sich die Tochter eines lesbischen, feministischen Paares verheiraten, was bei den beiden gar nicht gut ankommt und zu zahlreichen Konflikten innerhalb der Familie führt. Mit Louma – Familie ist kein Kinderspiel kommt nun eine weitere Komödie heraus, bei der es um familiäre Streitigkeiten geht. Das klingt thematisch vielleicht wenig abwechslungsreich. Doch die ARD-Produktion geht doch in eine deutlich andere Richtung als die österreichische Komödie von der Vorwoche.

Ein Unterschied ist, dass hier auf jegliche gesellschaftlichen Aspekte verzichtet wird. Wo der obige Titel zumindest versuchte, sich satirisch mit verschiedenen Themen auseinanderzusetzen, da gibt es in Louma – Familie ist kein Kinderspiel nur wenig, woraus sich Diskussionen oder Denkanstöße ableiten ließen. Anfangs geht es noch ein bisschen um den Wettstreit zwischen Familie und Karriere und die Schwierigkeit, beides in Einklang zu bringen. Aber in der Hinsicht sollte man keine größeren Erwartungen haben. Die Komödie hat kein Interesse an nennenswerten Grundsatzdiskussionen, obwohl das Potenzial durchaus da gewesen wäre. Sie konzentriert sich allein auf das Private und die zahlreichen Konflikte, die innerhalb der Familie auftreten.

Etwas zu beliebig

Das ist nicht grundsätzlich verkehrt. Die Adaption des 2021 veröffentlichten Romans von Christian Schnalke, der auch das Drehbuch geschrieben hat, bietet durchaus Identifikationsfläche. Das Gefühl der Kinder vernachlässigt worden zu sein, lässt sich ebenso gut nachvollziehen wie das schwierige Verhältnis zwischen den beiden Männern. Allerdings ist da eine feine Linie zwischen universell und beliebig. Und Louma – Familie ist kein Kinderspiel ist zu oft dann doch im zweiten Bereich angesiedelt. Der Film gibt einem zu wenig einen Grund, warum man sich überhaupt für die Streitigkeiten zwischen den zwei Protagonisten interessieren sollte. Sie sind als Charaktere weder spannend noch sympathisch genug. Bei den Kindern versuchte man erst gar nicht, ihnen wirklich Kontur zu geben.

Stattdessen wollte man die Zuschauer und Zuschauerinnen wohl vor allem unterhalten. Das ist legitim. Nur sollte ein Film dann auch wirklich Spaß machen – und das ist hier eher weniger der Fall. Es ist dabei nicht einmal so, dass die Witze schlecht wären. Sie sind vielmehr langweilig. Louma – Familie ist kein Kinderspiel plätschert über weite Strecken einfach vor sich her. Natürlich ist es nett, wenn im weiteren Verlauf die Streithähne sich annähern und es zu der obligatorischen Aussöhnung kommt. Aber auch das ist hier nicht sehr interessant geworden. Anschauen kann man sich das Ganze schon, hin und wieder ist das amüsant, schauspielerisch gibt es nichts zu beanstanden. Nur ist das hier eine dieser Fernsehproduktionen, die praktisch schon während des Abspanns wieder vergessen sind. Etwas mehr darf man für den Abend vor dem Fernseher dann doch verlangen.

Credits

OT: „Louma – Familie ist kein Kinderspiel“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Mark Monheim
Drehbuch: Christian Schnalke
Vorlage: Christian Schnalke
Musik: Vanessa Donelly
Kamera: Markus Schott
Besetzung: Trystan Pütter, Timur Isik, Marie Nasemann, Lola Höller, Noèl Gabriel Kipp, Emily Kaiser, Michel Koch

Bilder

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Louma – Familie ist kein Kinderspiel
fazit
In „Louma – Familie ist kein Kinderspiel“ streiten zwei Männer um die Kinder der verstorbenen gemeinsamen Frau. Gesellschaftliche Aspekte gibt es praktisch gar nicht, man bleibt nahe bei den Figuren. Das ist zwar schon alles irgendwie nett, aber auch beliebig. Der Humor hinterlässt auch keinen wirklichen Eindruck.
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