Einfach Elli Verzeihen TV Fernsehen ZDF Streamen online Mediathek Video on Demand DVD kaufen
© ZDF/Susanne Bernhard

Einfach Elli: Verzeihen

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„Einfach Elli: Verzeihen“ // Deutschland-Start: 19. März 2026 (ZDF)

Inhalt / Kritik

Als Rettungssanitäterin Elli Kempfer (Klara Deutschmann) den bei einem Rennen verunglückten Radfahrer Toni Eisler (Tobias Oertel) verarztet und ins Krankenhaus bringt, macht sie eine überraschende Entdeckung. So ist der Mann nicht nur mit Anja (Milena Dreissig) verheiratet. Seit vielen Jahren führt er zudem eine Beziehung mit Karin Schuster (Eva-Maria Reichert), ohne dass die beiden Frauen etwas voneinander wussten. Aber auch Elli hat privat eine Überraschung zu verarbeiten: Ihre Mutter Louise (Clelia Sarto) hat ihr all die Zeit verschwiegen, dass ihr Vater Dr. Mark Sorell (Marcus Mittermeier) ist. Und auch alle anderen wussten nichts davon. Das bedeutet nicht nur, dass die die Tochter ihres Chefs ist. Ihr Kollege Felix (Sebastian Griegel) ist damit auch ihr Halbbruder …

Übertriebenes Drama

Donnerstagabends stehen im ZDF meist Heimatfilme an, darunter die beliebte Reihe Der Bergdoktor, die es inzwischen auf 19 Staffeln bringt. Da irgendwann aber alles mal ein Ende haben wird, schaut sich der Sender nach Alternativen um. Ein erster Anlauf ist Einfach Elli über eine gleichermaßen eigenwillige wie brillante Notfallsanitäterin. Den Anfang machte letzte Woche Neuanfang. Die Auftaktfolge erzählte vom ersten Arbeitstag der Protagonistin und endete mit der schockierenden Neuigkeit, dass ihr Chef der Vater ist. Mit Verzeihen kommt jetzt die zweite Folge, die direkt an die Ereignisse vom letzten Mal anschließt und deren Erfolg darüber mitentscheiden dürfte, ob das Drama etwas Dauerhaftes wird und regelmäßig neue Teile erscheinen.

Richtig Lust darauf macht dabei aber auch der zweite Film nicht. So war das mit der verschwiegenen Vaterschaft bereits niedriges Seifenoper-Niveau. Jetzt kommt das mit dem Doppelleben noch hinzu, eine weitere übertriebene Geschichte, die nicht unbedingt dazu beiträgt, dass das hier irgendwie alltäglich wirkt. Und weil das noch nicht ausreicht, bringt Einfach Elli: Verzeihen dann noch eine ausufernde Nierenproblematik dazu. Zwar hält man sich dieses Mal mit exotischen Krankheiten zurück, wie man sie in solchen Arztserien immer wieder findet. Dafür ist das Drumherum ziemlich übertrieben. Man versucht erst gar nicht, dem Publikum Geschichten mitzugeben, die als Identifikationsfläche dienen können. Man umgibt sich zwar mit viel Natur. Der Film selbst ist aber alles andere als natürlich.

Schön langweilig

Und dann sorgt auch die Hauptfigur wieder für Irritationen. So gab man sich bei der ersten Folge noch Mühe, diese als neurodivergent zu etablieren. Hier spielt das praktisch keine Rolle mehr. Zwischendurch wird zwar gesagt, dass sie ADHS hat. Im Film ist davon aber nur wenig zu sehen, die Probleme beim Ausfüllen eines Formulars müssen reichen, um das zu belegen. Natürlich muss man eine solche Besonderheit nicht ausschlachten. Wenn diese aber derart willkürlich eingesetzt wird wie hier, wird es doch ärgerlich. Eine Figur sollte schon in sich stimmig sein, anstatt sich je nach Situation mal so, mal so zu verhalten. Irritierend ist in Einfach Elli: Verzeihen zudem, dass Elli sich gern in das Leben anderer einmischt und dabei Grenzen überschreitet.

Der Film wechselt auf diese Weise zwischen ärgerlichen und langweiligen Passagen hin und her. Weder die Figuren noch die Geschichte an sich liefern überzeugende Argumente, warum man sich das Ganze anschauen sollte. Klar, da sind wieder die idyllischen Aufnahmen der Berglandschaft, wo immer die Sonne scheint und die Natur saftig grün ist. Wer für ein solches Setting empfänglich ist, bekommt da schon einiges zum Anschauen. Allein dafür braucht es den Film aber kaum. Einfach Elli: Verzeihen ist erneut ein mäßiges Drama geworden, das zwar mit einigen bekannten Darstellern und Darstellerinnen lockt, ihnen aber kein gutes Material zur Verfügung stellt. Das gilt natürlich für viele dieser Filme, die Ansprüche sind da andere. Dennoch muss man sich fragen: Hat es das hier unbedingt noch gebraucht?

Credits

OT: „Einfach Elli: Verzeihen“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Gunnar Fuß
Drehbuch: Christiane Rousseau
Musik: Tim Neuhaus
Kamera: Gunnar Fuß
Besetzung: Klara Deutschmann, Sebastian Griegel, Clelia Sarto, Rainer Bock, Lucas Reiber, Sophie von Kessel, Marcus Mittermeier, Eva-Maria Reichert, Milena Dreissig, Tobias Oertel

Bilder

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Einfach Elli: Verzeihen
fazit
„Einfach Elli: Verzeihen“ dreht sich in mehrfacher Hinsicht um Familien- und Beziehungsgeheimnisse. Das ist wieder ziemlich übertrieben und gleichzeitig langweilig, zudem ist die Hauptfigur misslungen. Trotz der bekannten Besetzung und idyllischen Landschaften muss man das nicht gesehen haben.
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