Diabolic – Gefäß des Teufels
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Diabolic – Gefäß des Teufels

„Diabolic – Gefäß des Teufels“ // Deutschland-Start: 26. Februar 2026 (DVD / Blu-ray)

Inhalt / Kritik

Immer wieder hat Elise (Elizabeth Cullen) eigenartige Ausfälle, kann sich nicht erinnern, was sie gerade getan hat. Und dann ist da noch ihre Vergangenheit: Aufgewachsen ist sie in einer streng religiösen, abgelegenen Gemeinschaft. Denn auch da sind ihre Erinnerungen seltsam vage. Also machte sie sich zusammen mit ihrem Partner Adam (John Kim) und ihrer besten Freundin Gwen (Mia Challis) auf den Weg in die alte Heimat, um dort herauszufinden, was damals geschehen ist. Eine spezielle Zeremonie soll ihr dabei helfen, das Trauma aufzuarbeiten und Heilung zu finden. Doch dabei wecken sie eben auch etwas, das nicht nur für Elise schwerwiegende Konsequenzen hat …

Der Schrecken der Heimat

Es gehört zu den besonders häufig verwendeten Motiven in Filmen: Die Hauptfigur kehrt in ihre alte Heimat zurück und begegnet dort ihrer Vergangenheit. Das Szenario ist auch deshalb so beliebt, weil es in den unterschiedlichsten Genres zum Einsatz kommt. Es funktioniert in nachdenklichen Dramen ebenso gut wie in romantischen Komödien. Und auch in Horrorfilmen geht die Geschichte oft auf diese Weise los. In The Dark and the Wicked etwa machen zwei Geschwister, die widerwillig zur Farm ihrer Familie zurückkehren, unheimliche Erfahrungen. In Starve Acre beobachtet ein Archäologe, der wieder in der Heimat ist, erschreckende Veränderungen bei seinem Sohn. Mit Diabolic – Gefäß des Teufels kommt nun ein weiterer Film bei uns heraus, der mit einem solchen Motiv arbeitet.

Wobei das Thema Vergangenheit hier offensiver angegangen wird. Wo bei den obigen Filmen zunächst gar nicht klar ist, in welche Richtung das gehen wird, steht hier bereits fest, dass es in dieser strengreligiösen Gemeinschaft zu traumatischen Ereignissen gekommen sein muss. Etwas, das so furchtbar ist, dass die Protagonistin wohl aus Gründen eines Selbstschutzes alles verdrängt hat. Anstatt das Unheimliche langsam einzuarbeiten, wie es viele andere tun, da lässt Diabolic – Gefäß des Teufels keinen Zweifel, in welchem Genre wir uns bewegen und dass da etwas sehr Böses an dem Ort auf die Frau mit dem Gedächtnisschwund wartet. Erwartungen werden hier ganz gezielt geweckt, damit die Zuschauer und Zuschauerinnen auch dabeibleiben.

Nicht sehr spannend

Regisseur und Co-Autor Daniel J. Phillips (Awoken) erfüllt diese Erwartungen aber nur teilweise. Einiges läuft schon so ab, wie man sich das vorstellen würde. Dass nach der Heilung versprechenden Zeremonie die Situation nicht besser sein wird, ist klar. Das ist Genregesetz. Dass die religiöse Gemeinschaft keine Gemeinschaft ist, sondern die Menschen mit willkürlichen Regeln gezielt bricht, dürfte ebenfalls niemanden überraschen. Ambivalenz und Grauzonen? Gibt es keine. Und doch ist Diabolic – Gefäß des Teufels am Ende ein wenig anders. Ob das jetzt gut oder schlecht ist, darüber lässt sich streiten. Das Schicksal der Protagonistin wird auf diese Weise etwas beliebig, weil es gar nicht mehr um sie geht. Außerdem greift der Titel bereits zu viel vorweg, weshalb die Wendung nicht so überraschend ist, wie das wohl gedacht war.

Beim Aspekt Horror kommt der Film auch nicht wirklich über Mittelmaß hinaus. Da passiert über längere Strecken nicht sehr viel, man setzt stattdessen auf eine unheilvoll-mysteriöse Atmosphäre. Das liegt sicher auch am Budget, die australische Produktion dürfte nicht so wahnsinnig viel Geld zur Verfügung gehabt haben. Zum Ende hin dreht Diabolic – Gefäß des Teufels schon noch mehr auf, wird dann auch garstiger. Richtig spannend wird es aber selbst da nicht. Da die Figurenzeichnung ebenfalls nicht sonderlich interessant ist und die schauspielerische Darbietung unauffällig, fehlt es ein wenig an Argumenten, warum man sich ausgerechnet diesen Genrebeitrag hier anschauen sollte. Wer großzügig ist, darf in der Geschichte eine Auseinandersetzung damit sehen, wie einen hässliche Erlebnisse auf ewig prägen und mangelnde Liberalität Menschen zerstören kann. Richtig viel wird aus diesem Gedanken aber nicht gemacht.

Credits

OT: „Diabolic“
Land: Australien
Jahr: 2025
Regie: Daniel J. Phillips
Drehbuch: Daniel J. Phillips, Mike Harding
Musik: Will Spartalis
Kamera: Michael Tessari
Besetzung: Elizabeth Cullen, John Kim, Mia Challis, Seraphine Harley

Bilder

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Diabolic – Gefäß des Teufels
fazit
In „Diabolic – Gefäß des Teufels“ kehrt eine Frau in ihre Heimat zurück, wo sie offensichtlich traumatische Erfahrungen gemacht hat. Die Geschichte bewegt sich dabei in eine etwas andere Richtung als gedacht. Richtig interessant ist sie aber nicht, auch beim Horroraspekt wäre mehr möglich gewesen.
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