Thüringenkrimi – Gerechtigkeit TV Fernsehen ZDF Streamen online Mediathek Video on Demand DVD kaufen
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Thüringenkrimi: Gerechtigkeit

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„Thüringenkrimi: Gerechtigkeit“ // Deutschland-Start: 7. Februar 2026 (ZDF)

Inhalt / Kritik

Eigentlich war Mala Murphy (Emily Cox) noch auf dem Weg zu ihrer neuen Arbeit als Rechtsmedizinerin in Jena, als sie bereits über die erste Leiche stolpert. Eine Frau hat auf der Landstraße offensichtlich die Kontrolle über ihr Auto verloren und ist dabei tödlich verunglückt. Dabei stellt sich heraus, dass es sich bei der Toten um die umstrittene Familienrichterin Sophie Nöll (Janina Stopper) handelt, die sich mit ihren Urteilen jede Menge Feinde gemacht hat – darunter der Polizist Felix Schmitz (Max Woelky) und der Anwalt Theo Dabring (Mohamed Achour). Hauptkommissar Moritz Herbst (Golo Euler) vermutet daher schnell, dass es doch kein Unfall war, sondern jemand nachgeholfen hat. Aber wer? Murphy mischt bei den Ermittlungen kräftig mit, wobei ihr da der gute Draht zu den Toten in die Hände spielt …

Quasi-Fortsetzung von Theresa Wolff

Als im Herbst 2021 im ZDF Theresa Wolff: Home Sweet Home ausgestrahlt wurde, war dies der Auftakt einer etwas anderen Krimireihe. Diese hob sich von anderen durch ihre verschrobene Protagonistin hervor, die mit lebenden Menschen nicht sehr gut klarkam, dafür aber mit den Toten sprach. Das kam ganz ordentlich an, weshalb danach noch diverse weitere Filme kamen, zuletzt sogar zwei Stück pro Jahr. Dennoch, nach sieben Filmen ist Schluss, mit Nebel wurde die letzte Folge ausgestrahlt. Aber so ganz geht man ja nie. Also benannte der Sender die Reihe nachträglich in Thüringenkrimi um und setzt diese nun fort, wobei sowohl bewährte wie neue Figuren auftreten. Mit Gerechtigkeit wird der erste Teil dieses Reboots ausgestrahlt, bei dem man sich streiten kann, ob es jetzt Fortsetzung oder Spin-off ist.

Verbindungen zum Original gibt es dabei mehrere. Zum einen sind der Polizist Ceyhan Topal (Sahin Eryilmaz) und der Rechtsmediziner Bernhard Zeidler (Peter Schneider) weiterhin dabei. Der Abgang der beiden Hauptfiguren wird kurz angesprochen, auch da gibt es also einen Anknüpfungspunkt. Und selbst das Konzept wird beibehalten: Wie schon bei den alten Filmen arbeiten in Thüringenkrimi: Gerechtigkeit Rechtsmedizin und Polizei zusammen, wobei Erstere immer wieder Grenzen überschreitet und es dadurch zu Kompetenzstreitigkeiten kommt. Auf der einen Seite ist es zwar nachvollziehbar und irgendwie auch sinnvoll, wenn man versucht, solche Elemente fortzuführen und dadurch etwas mit Wiedererkennungswert zu haben. Auf der anderen Seite ist es aber auch etwas einfallslos.

Langweiliger Einstieg

Die Sache mit der Kommunikation mit den Toten ist dabei besonders nervig. Was beim ersten Mal noch irgendwie originell war und vor dem Hintergrund der sozialen Störungen der Hauptfigur nachvollziehbar, wirkt hier eher wie eine Pflichterfüllung. Hinzu kommt, dass die Tote auch noch dauernd als Vision auftritt und spricht. Bei Wolff geschah das nur in der Folge Passion, wo es aufgrund der romantischen Komponente eine besondere emotionale Wucht entwickelte. Bei Thüringenkrimi: Gerechtigkeit fehlt das. Dafür kündigt sich an, dass es anderweitig zu Emotionen kommen wird. So wird eine tragische Vorgeschichte von Murphy angesprochen, auch wenn das nicht weiter vertieft wird.

Das ist alles nicht besonders interessant geworden. Erschwerend kommt hinzu, dass die beiden Neuen noch keinen wirklichen Eindruck hinterlassen, obwohl man eine bekannte Besetzung dafür gefunden hat. Dass diese weniger konfrontativ sind als die vorangegangenen Figuren macht den Film zwar weniger enervierend, aber auch etwas langweilig. Der Fall von Thüringenkrimi: Gerechtigkeit ist ebenfalls kein wirklicher Grund zum Einschalten. Zwar kommt es später zu einer überraschenden Wendung, die aber zu willkürlich ist. Immerhin: Die Art und Weise, wie der Unfall erzwungen wurde, ist einfallsreich. Das allein reicht aber nicht aus, um den mäßigen Einstieg in die neugestartete Reihe zu retten.

Credits

OT: „Thüringenkrimi: Gerechtigkeit“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Judith Kennel
Drehbuch: Khyana el Bitar
Musik: Johannes Kobilke
Kamera: Nicolay Gutscher
Besetzung: Emily Cox, Golo Euler, Peter Schneider, Sahin Eryilmaz, Janina Stopper, Pia Barucki, Carl Bagnar, Max Woelky, Mohamed Achour

Bilder

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Thüringenkrimi: Gerechtigkeit
fazit
In „Thüringenkrimi: Gerechtigkeit“ müssen sich Rechtsmedizin und Polizei zusammenraufen, um den Mord an einer Familienrichterin aufzuklären. Der Neustart der Krimireihe ist dabei wenig interessant geworden, auch weil die beiden neuen Figuren blass bleiben. Die Kommunikation mit den Toten beizubehalten, ist zudem nicht sehr einfallsreich.
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