Stralsund - Jetzt komm ich! Tv Fernsehen ZDF Streamen online Mediathek Video on Demand DVD kaufen
© ZDF/Carol Burandt von Kameke/Sandra Hoever

Stralsund: Jetzt komm ich!

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„Stralsund: Jetzt komm ich!“ // Deutschland-Start: 21. Februar 2026 (ZDF)

Inhalt / Kritik

Detlev Schulte (Martin Brambach) hat genug. Sein Leben lang hat sich der Bauunternehmer abgerackert, um etwas zu erreichen. Und was hat er davon? Er ist in die Insolvenz gerutscht und bei seinem Herzensprojekt wurde er ausgerechnet von seinem Kompagnon über den Tisch gezogen. Das will er sich in Zukunft nicht mehr gefallen lassen und beschließt deshalb, sich an den anderen zu rächen. Als ein Scherz tödlich endet, ist das der Anfang eines Feldzugs, der immer weiter eskaliert. Jule Zabek (Sophie Pfennigstorf), Karl Hidde (Alexander Held) und Tomasz Nowak (Jakub Gierszal) versuchen, diesem Treiben ein Ende zu setzen, bevor noch weiteres Blut vergossen wird, und setzen dabei auf Detlevs Sohn Hannes (Marius Ahrendt). Doch das stellt sich als schwieriger und gefährlicher heraus als gedacht …

Wenig zu rätseln

Letztes Jahr hatten Fans von Stralsund ungewöhnliche viel Anschauungsmaterial. Gleich drei neue Teile der beliebten Krimireihe strahlte das ZDF da aus. Zuletzt war da im Herbst Ablaufdatum, bei dem gezielt Jagd auf Sexualstraftäter gemacht wurde. Davor ging es in Blutgeld um einen toten Steuerberater und eine Resozialisierungsküche. Ob 2026 ähnlich produktiv sein wird, wird sich noch zeigen. Zumindest gibt es jetzt mit Jetz komm ich! aber mal wieder Nachschub, es ist der 27. Teil der 2009 gestarteten Reihe. Ob die Zuschauer und Zuschauerinnen damit glücklich sein wird, ist aber ein wenig zweifelhaft, da der Film zumindest teilweise in eine andere Richtung geht, als man es gewohnt ist.

So handelt es sich bei dem neuen Einsatz des Trios nicht um den klassischen Whodunit, bei dem herausgefunden werden muss, wer denn ein bestimmtes Verbrechen begangen hat. Zumindest das Publikum weiß ziemlich schnell Bescheid, wer da was tut – und aus welchem Grund. Wer diese Filme anschaut, um gemütlich zu rätseln, bekommt bei Stralsund: Jetzt komm ich! eher weniger zu tun. Stattdessen geht der Film in eine stärkere Thrillerrichtung, wenn die Polizei verhindern muss, dass dieser Quasi-Amoklauf noch mehr Opfer fordert. Denn hier ist es mal nicht so, dass Morde begangen werden, weil damit ein bestimmtes Ziel erreicht werden soll. Das Geschehen ist völlig irrational, man weiß nicht, was der Mann noch alles tun wird, auch weil er es selbst nicht weiß.

Zwischen spannend und nervig

Das ist zwischenzeitlich schon nicht unspannend, wenn der Film eine unberechenbare Note hat. Zumal man für die Rolle auch eine prominente Besetzung gefunden hat. Man kann zwar nicht behaupten, dass Martin Brambach ein selten gesehener Gast im Krimigenre ist. Von den übrigen Fernsehauftritten zu schweigen. Aber er macht seine Sache gut. Wie er in Stralsund: Jetzt komm ich! das gewalttätige Nervenbündel mimt, ist schon beeindruckend. Immer wieder kommt es zu Konfliktsituationen, in denen kein Blatt vor den Mund genommen wird. Gerade auch die Szenen mit dem Sohn haben es in sich, da liegt schon einiges im Argen, wurden zahlreiche Probleme nie offen angegangen.

Während dieser Part durchaus überzeugend ist und auch irgendwo Identifikationsfläche bietet – das Gefühl, immer nur von anderen übervorteilt zu werden, dürften nicht wenige haben –, ist das mit der Polizei wieder so eine Sache. Von Anfang an nervte Zabek mit ihren unnötigen Alleingängen, mit denen sie sich und die Ermittlungen in Gefahr brachte. Man sollte eigentlich meinen, dass nach ein paar solcher Fehltritte das endlich mal besser wird. Wird es aber nicht, Stralsund: Jetzt komm ich! hält daran fest, dass sich die Figuren möglichst unvernünftig verhalten müssen. Das kann man dann beeindruckend finden, wie irgendwie alle durch irgendwelche Ausnahmezustände stolpern. Oder auch anstrengend, weil das nicht immer nachzuvollziehen ist. Und das Ende lässt einen vermuten, dass es in Zukunft nicht weniger werden wird.

Credits

OT: „Stralsund: Jetzt komm ich!“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Eoin Moore
Drehbuch: Eoin Moore, Anika Wangard
Musik: Oliver Kranz
Kamera: Carol Burandt von Kameke
Besetzung: Sophie Pfennigstorf, Alexander Held, Jakub Gierszal, Martin Brambach, Marius Ahrendt, Carina Wiese, Steffen Münster, Lena Stolze, Claudiu Mark Draghici, Vivien Mahler

Bilder

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Stralsund: Jetzt komm ich!
fazit
In „Stralsund: Jetzt komm ich!“ tickt ein kriselnder Bauunternehmer aus und will sich an allen möglichen Leuten rächen. Das ist beeindruckend gespielt und zumindest phasenweise spannend. Dafür nervt die Polizei mal wieder, wenn das mit der Vernunft offensichtlich nicht so ganz klappt.
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