
Als Familienrichter entschied Bernd Paffner (Thorsten Giese) regelmäßig über das Leben der Menschen – und musste nun mit seinem eigenen bezahlen. Jemand hat ihn in seinem eigenen Büro erschossen. Eine erste Spur führt dabei zu der früheren Soldatin Natalie Kuczinski (Karoline Teska), die sich seit einem Auslandseinsatz in einem psychischen Ausnahmezustand befindet und in Folge auch das Umgangsrecht mit ihrer Tochter Maja verloren hat. Zimmermann (Melanie Marschke), Kim Nowak (Amy Mußul) und Moritz Brenner (Johannes Hendrik Langer) müssen alles daran setzen, die Frau rechtzeitig zu finden, bevor es noch schlimmer kommt, da sie vermutlich auf der Suche nach ihrem Ex Johann (Jonathan Müller) und Maja ist …
Eher Thriller als Krimi
Die letzten Folgen von SOKO Leipzig drehten sich ausschließlich um das Ende des langjährigen Teammitglieds Jan Maybach. Erst wurde dieses in der Doppelfolge Was bleibt (1) und Was bleibt (2) mit der eigenen Vergangenheit konfrontiert und wurde dabei am Ende erschossen. Anschließend gab es noch Abschied, bei dem lose Fäden zu einem Ende gebracht wurden und die übrigen kräftig trauerten. Ganz abgeschlossen ist das Thema zwar nicht, Jan wird in der neuen Folge Weihnachten im April kurz erwähnt. Der Fall selbst ist aber völlig unabhängig von dem, was in den vergangenen Wochen erzählt wurde. Irgendwann muss es ja mal wieder weitergehen mit dem Team, die Fans wollen schließlich auch weiter versorgt werden.
Die 20. Folge der aktuellen 26. Staffel geht dabei auch anderweitig in eine andere Richtung. In den meisten Fällen handelt es sich bei der ZDF-Serie doch um einen klassischen Krimi, bei dem zu Beginn eine Leiche gefunden wird und anschließend herausgefunden werden muss, wer den Mord begangen hat. Die Leiche gibt es in SOKO Leipzig: Weihnachten im April zwar auch. Die Auflösung lässt aber nicht lange auf sich warten, es wird relativ früh enthüllt, dass es die frühere Soldatin war. Die Episode ist daher eher Thriller als Krimi, wenn das Team die Täterin finden und aufhalten muss, bevor sie noch mehr anrichtet. Denn wer psychisch so krank ist wie sie und das Gefühl hat, nichts mehr verlieren zu können, der ist tatsächlich gefährlich – umso mehr, wenn die Person mit Waffen umgehen kann.
Vorhersehbar
Theoretisch hätte das richtig spannend werden können. Praktisch ist es aber so, dass man nicht wirklich viele Möglichkeiten hat, in diesem Format auch mal etwas zu wagen. Mit 45 Minuten ist die Zeit zu kurz. Außerdem ist es einfach unwahrscheinlich, dass in einer Serie des öffentlich-rechtlichen Senders jemand wirklich Amok läuft und Leichenberge zurücklässt. Und so ist der weitere Verlauf von SOKO Leipzig: Weihnachten im April dann auch recht vorhersehbar, größere Überraschungen bleiben aus. Das ist dann zwar gut genug gespielt, weshalb die Folge nach dem vorangegangenen Desaster wieder besser ist. Aber nicht mehr als Durchschnitt. Nächste Woche geht es in Disco Kind um eine weitere brutale Familiengeschichte.
OT: „SOKO Leipzig: Weihnachten im April“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Robert Del Maestro
Drehbuch: Marlon del Mestre, Markus Hoffmann
Musik: Philipp E. Kümpel, Andreas Moisa
Kamera: Christian „Buenos“ Diaz
Besetzung: Melanie Marschke, Amy Mußul, Johannes Hendrik Langer, Daniel Steiner, Anna Stieblich, Michael Rotschopf, Karoline Teska, Jonathan Müller, Swetlana Schönfeld
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