
Jan Maybach (Marco Girnth) ist tot, erschossen während seines Diensteinsatzes. Auch sein Sohn Benni (Maximilian Klas), der als Rettungssanitäter schnell im Einsatz war, konnte ihm nicht mehr helfen. Aber was genau ist da vorgefallen? Während Moritz Brenner (Johannes Hendrik Langer) Rico Schäfer (Felix Bold) verhört und mächtig unter Druck setzt, da er direkt am Tatort war, verfolgen Ina Zimmermann (Melanie Marschke) und Kim Nowak (Amy Mußul) noch ein anderes Ziel. Dabei müssen sie sich aber auch mit dem schmerzhaften Verlust ihres langjährigen Kollegen auseinandersetzen, der bei ihnen wie auch der Familie eine riesige Lücke hinterlässt …
Plumper Epilog
Zwar war es schon länger bekannt, dass Marco Girnth aus SOKO Leipzig aussteigen wird. Dennoch war der Schock bei Fans groß, als es so weit war, war der Schauspieler doch seit der ersten Folge dabei gewesen und war insgesamt 25 Jahre festes Mitglied des Ensembles. Immerhin hat man das Ende seiner Figur Jan Maybach größer vorbereitet. In den beiden Folgen Was bleibt (1) und Was bleibt (2) wurde erzählt, wie der Polizist mit seiner Vergangenheit konfrontiert wurde, als eine Figur aus der 2006 ausgestrahlten Folge Mein Freund zurückkehrt. Am Ende dieser Doppelfolge stand dann der Tod fest. Aber weil man nicht damit aufhören wollte, spendiert das ZDF der Geschichte mit Abschied noch eine dritte Folge, eine Art Epilog.
Der Titel ist dann auch Programm. Es geht maßgeblich darum, wie das Team einen Weg finden muss, mit dem Schmerz und der Trauer umzugehen. Dabei wird dann auch nicht mit Tränen und Wutausbrüchen zurückgehalten. Die Szenen schwanken dabei aber. Während manche überzeugen und durchaus bewegen, sind andere recht plump geworden. SOKO Leipzig: Abschied scheut auch nicht vor dreister Manipulation zurück, gerade zum Ende hin wird es schon sehr ärgerlich. Dabei hätte es das so gar nicht gebraucht. Der Zusammenschnitt alter Folgen aus den 25 Jahren der Serie hätte gereicht, um gerade bei Langzeitfans das Herz bluten zu lassen.
Nicht viel zu erzählen
Ebenfalls missglückt ist der Ansatz, die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählen zu wollen. Das aus Rashomon bekannte Prinzip wird üblicherweise verwendet, um auf diese Weise neue Erkenntnisse und persönliche Blickwinkel zu ermöglichen, gerade auch bei der Wahrheitsfindung. SOKO Leipzig: Abschied fügt dadurch aber nichts hinzu, kaschiert nur, dass man gar nicht so viel zu erzählen hat. Es gibt zwar noch die Jagd auf den flüchtigen Giovanni Dibra (Hannes Wegener). Die ist aber so schnell vorbei, dass dabei einfach nichts herauskommt. Das ist schade, weil es eigentlich eine schöne Idee war, noch einmal eine Art Epilog zu machen. In der Form ist das aber nicht gut genug. In der nächsten Folge Weihnachten im April um einen Familienrichter, der erschossen wurde.
OT: „SOKO Leipzig: Abschied“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Robert Del Maestro
Drehbuch: Jeanet Pfitzer, Frank Koopmann, Roland Heep
Musik: Andreas Hoge
Kamera: Christian „Buenos“ Diaz
Besetzung: Melanie Marschke, Marco Girnth, Amy Mußul, Johannes Hendrik Langer, Daniel Steiner, Anna Stieblich, Michael Rotschopf, Caroline Scholze, Carlotta Bähre, Maximilian Klas, Peter Laser, Felix Bold, Hannes Wegener
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