Reunion 2024
© Lionsgate

Reunion (2024)

Reunion 2024
„Reunion“ // Deutschland-Start: 28. November 2024 (Sky) // 16. Februar 2026 (Netflix)

Inhalt / Kritik

20 Jahre ist es mittlerweile her, dass sie ihren Abschluss an der Ridgeview High School gemacht haben. Höchste Zeit für ein Wiedersehen! Dieser Meinung ist zumindest der erfolgreiche Hedgefonds-Manager Mathew Danbury (Chace Crawford), als er seine ehemaligen Mitschüler und Mitschülerinnen zu sich nach Hause einlädt. Tatsächlich sind auch einige gekommen, darunter der Polizist Evan West (Billy Magnussen), dessen bester Freund Ray Hammond (Lil Rel Howery), die Journalistin Jasmine Park (Jamie Chung), die Außenseiterin Vivian Chase (Jillian Bell), Politikerin Amanda Tanner (Nina Dobrev), die beliebte Meagan Cooper (Cassandra Blair) sowie ihr Lehrer Theodore Buckley (Michael Hitchcock). Ausgelassen feiern sie alle, bis ein plötzlich aufkommender Schneesturm die meisten fluchtartig davonfahren lässt. Doch das eigentliche Unglück wartet am nächsten Morgen, als Matthew ermordet aufgefunden wird …

Starbesetzte Krimikomödie

Die meisten von uns müssen sie irgendwann über uns ergehen lassen: Ehemaligentreffen. Egal ob wir nun voller Nostalgie oder Abscheu auf unsere eigene Schulzeit zurückblicken, ist sie doch ein so fester Bestandteil von uns, dass das Wiedersehen einiges mit uns macht. Immer wieder werden daher Filme gedreht, die eben ein solches Treffen als Setting nehmen. Das geschieht gern in einem komödiantischen Rahmen wie bei der deutschen TV-Produktion Klassentreffen oder dem französischen Netflix-Beitrag La Grande Classe: alles beim altem. Manchmal werden dabei aber auch ernste Themen verhandelt, wie es bei dem mit absurd vielen Hollywood-Stars besetzten 10 Jahre – Zauber eines Wiedersehens der Fall war. Ganz so hochkarätig wird es bei Reunion zwar nicht. Aber auch hierfür wurden eine Reihe von Schauspielern und Schauspielerinnen gewonnen, die man aus großen Filmproduktionen kennt.

Im Gegensatz zu den obigen Beispielen, wo das Wiedersehen zwar mitunter chaotisch, letztendlich aber noch einigermaßen gesittet abläuft, da endet die Begegnung hier mörderisch. Das bedeutet aber nicht, dass das Publikum deswegen auf Lacher verzichten muss. Tatsächlich handelt es sich bei dem US-Film um eine Mischung aus klassischem Whodunit-Krimi und Komödie. Manche werden dabei an die leider nach zwei Staffeln eingestellte Serie The Afterparty denken. Auch dort gab es viele Stars und ein Klassentreffen mit einem ermordeten Gastgeber, der zwar erfolgreich war, aber offensichtlich doch nicht so beliebt wie gedacht. Reunion hält sich da an die bewährten Elemente, inklusive eines eingeschneiten Landhauses – ein Setting, das seit Agatha Christie zu den Grundstöcken dieses Genres zählt.

Ende mit Überraschungen

Originalität sollte man sich von dem Film daher nicht erhoffen. Nicht nur das Szenario, auch der Ablauf der Handlung darf einem ziemlich bekannt vorkommen. Natürlich werden alle anfangen, sich gegenseitig zu verdächtigen, während immer mehr Geheimnisse ans Tageslicht kommen. Und es wird nicht bei dieser einen Leiche bleiben. Immerhin: Die Auflösung ist recht überraschend, ohne dass es deshalb völlig konstruiert wird. Reunion ist in der Hinsicht um einiges interessanter als die meisten Krimis, die einem im deutschen Fernsehen vorgesetzt werden, die entweder vorhersehbar oder an den Haaren herbeigezogen sind. Es dauert nur eben, bis man wirklich an dem Punkt ankommt, wenn der Film seine Stärken ausspielt.

Aber der Film ist eben auch eine Komödie und will die Zeit anderweitig nutzen. Das klappt mal besser mal schlechter. Mit Lil Rel Howery, Billy Magnussen und Jillian Bell konnte man einige große humoristische Talente für sich gewinnen. Sie haben dann auch immer wieder ihre Momente, für die sich das Einschalten lohnt. Das erhoffte Highlight ist die Krimikomödie dann aber doch nicht geworden. Angesichts des Ensembles wäre da mit einem einfallsreicheren Drehbuch sicherlich mehr drin gewesen. Es reicht bei Reunion aber für eine solide Variante des Prinzips, man kann sich das Ergebnis schon ganz gut anschauen, um sich ein wenig die Zeit zu vertreiben.

Credits

OT: „Reunion“
Land: USA
Jahr: 2024
Regie: Chris Nelson
Drehbuch: Jake Emanuel, Willie Block
Musik: Fil Eisler
Kamera: Dino Parks
Besetzung: Lil Rel Howery, Billy Magnussen, Jillian Bell, Jamie Chung, Michael Hitchcock, Nina Dobrev, Chace Crawford, Dianne Doan

Trailer

Kaufen / Streamen

Bei diesen Links handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision, ohne dass für euch Mehrkosten entstehen. Auf diese Weise könnt ihr unsere Seite unterstützen.




(Anzeige)

Reunion (2024)
fazit
In „Reunion“ wird zum 20-jährigen Jubiläum ein privates Ehemaligentreffen einer Klasse veranstaltet, was im Mord am Gastgeber endet. Die Krimikomödie hält sich überwiegend an bewährte Elemente, ohne viel Eigenes zu tun. Die überraschende Auflösung und die gute Besetzung rechtfertigen aber einen Blick.
Leserwertung0 Bewertungen
0
6
von 10