Mord oder Watt? Die wilde Hilde Tv Fernsehen Das Erste ARD Streamen online Mediathek Video on Demand DVD kaufen
© ARD Degeto Film/Radio Bremen/Michael Ihle

Mord oder Watt? Die wilde Hilde

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„Mord oder Watt? Die wilde Hilde“ // Deutschland-Start: 20. Februar 2026 (Das Erste)

Inhalt / Kritik

Als die Öko-Aktivistin Adele Husom (Imke Büchel) tot im Schuppen von Erik Festerkotten (Niels Bormann) gefunden wird, liegt der Verdacht nahe, dass er auch der Mörder ist. Zumindest Polizeihauptkommissarin Wiebke Tönnessen (Antonia Bill), die den Fall übernommen hat, sieht ihn als einen der Hauptverdächtigen. Tim Seebach (Oliver Mommsen), der als TV-Kommissar bekannt geworden ist, glaubt aber nicht, dass die Geschichte so einfach ist und lässt keine Chance ungenutzt, sein durch das Fernsehen erworbenes Wissen anzuwenden – sehr zum Leidwesen der echten Polizei. Dabei hat er auch privat einiges um die Ohren, als seine Tante Hilde Nieworm (Angela Roy) aus den USA ankommt und mit ihrer schillernden Art den Ort aufmischt …

Alles Meta oder watt?

Auch wenn Verbrechen eigentlich eine ernste Angelegenheit ist, heißt das nicht, dass man damit nicht ein bisschen Spaß haben kann. Und so gibt es diverse Krimireihen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, welche eine traditionelle Mörderjagd mit Humor verbinden. Gerade im ZDF gibt es einige Beispiele, siehe Friesland oder Wilsberg. Aber auch in der ARD sieht man in dieser Kombination Potenzial und startete daher die Reihe Mord oder Watt. Los ging es im Herbst mit Ebbe im Herzen, ein Jahr später stand Für immer Matjes an. Nun steht mit Die wilde Hilde ein dritter Film an. Auf den haben Fans ein bisschen länger warten müssen als zuvor. Ansonsten ist aber alles beim Alten geblieben, wer die ersten beiden Teile gesehen hat, weiß sehr genau, was einen erwartet.

So setzt die Reihe darauf, dass sich die Hauptfigur immer wieder in echte Kriminalfälle einmischt und ein bisschen auf eigene Faust ermittelt. Dass die Polizei das gar nicht gern sieht, versteht sich von selbst, das gehört zu diesen Geschichten dazu. Das Besondere hier ist, dass der Amateurschnüffler eben hauptberuflich TV-Kommissar ist und daher sein fiktionales Wissen anwenden möchte. Das würde sich zwar prinzipiell für eine Meta-Geschichte anbieten, wenn ein Schauspieler einen Schauspieler spielt und wie bei True Crime die Grenzen zwischen Realität und Unterhaltung verschwimmen. Ganz so groß sind die Ansprüche bei Mord oder Watt? Die wilde Hilde aber nicht, man hat hier gar nicht vor, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Es reicht den Leuten hinter dem Film, wenn man hiermit ein bisschen Spaß hat.

Amüsant und schrullig

Den kann man auch durchaus haben, sofern man sich eben an solchen kleinen Kabbeleien erfreut. Zumal auch die Hauptfigur amüsant ist. Seebach ist einerseits aufdringlich, wenn er ständig dazwischenredet und sich aufdrängt. Andererseits ist da einiges an Unsicherheit, wenn er darüber nachdenkt, eine Schönheitsoperation zu machen, um auch weiterhin als Schauspieler gefragt zu sein. Die Eitelkeit, gepaart mit Selbstüberschätzung, ist für witzige Situationen gut, gerade bei den Reibereien. Aber auch bei den anderen Figuren finden sich diverse Schrullen, Mord oder Watt? Die wilde Hilde setzt da schon auf schräge Gestalten, verbunden mit Lokalkolorit. Das ist natürlich nicht originell, das Konzept haben auch andere für sich entdeckt. Es funktioniert jedoch ganz gut.

Für den Kriminalfall gilt das ebenfalls. Wie das bei solchen Filmen üblich ist, werden verschiedene Theorien aufgebracht, weil dann doch immer mehrere in Frage kommen. Man bekommt dabei einiges zum Rätseln und kann an der Seite von echter wie falscher Polizei Hypothesen aufstellen. Wobei Mord oder Watt? Die wilde Hilde immer wieder die eigentlichen Krimipfade verlässt, um sich mehr mit den Geschichten der Figuren zu befassen. Wer in erster Linie einschaltet, um zu erfahren, wer den Mord begangen hat, könnte damit weniger glücklich sein. Als reiner Genrebeitrag ist das doch etwas dünn. Als humorvollere Variante, die sich selbst nicht sonderlich ernst nimmt, ist aber auch Anlauf Nummer drei einen Blick wert.

Credits

OT: „Mord oder Watt? Die wilde Hilde“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: André Erkau
Drehbuch: Michael Gantenberg
Musik: Daniel Hoffknecht
Kamera: Fee Strothmann
Besetzung: Oliver Mommsen, Antonia Bill, Ulrike C. Tscharre, Joshua Seelenbinder, Angela Roy, Niels Bormann, Hedi Kriegeskotte, Karl Kranzkowski, Imke Büchel, Martin Brambach, Benito Bause

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Mord oder Watt? Die wilde Hilde
fazit
In „Mord oder Watt? Die wilde Hilde“ wird eine Öko-Aktivistin ermordet, ein selbstverliebter TV-Kommissar mischt sich in die Ermittlungen ein. Das Meta-Potenzial wird kaum genutzt, auch als Krimi ist der Film eher dünn. Als humorvolle Interpretation ist aber auch der dritte Teil der Reihe amüsant.
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